Ochsenauge (Pflanze)

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Ochsenauge
Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium)

Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Gattung: Ochsenaugen (Buphthalmum)
Art: Ochsenauge
Wissenschaftlicher Name
Buphthalmum salicifolium
L.

Das Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium), auch Weidenblättriges Ochsenauge oder Rindsauge genannt, gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 60 cm. Der aufrechte, meist verzweigte, kurzhaarige Stängel ist gleichmäßig wechselständig beblättert und unter dem Körbchen hohl. Die Laubblätter sind lanzettlich bis verkehrt-eilanzettlich, ganzrandig oder fein gezähnt, schütter behaart, untere lang gestielt, oberste mit verschmälertem Grund sitzend.

Die Blütenkörbe stehen einzeln oder zu wenigen am Stängelende. Die Zunge der Zungenblüten ist goldgelb, 2,5 mm breit und 11 bis 16 mm lang.

Die Blütezeit liegt zwischen Mai und September.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 20.[1]

Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium) in Oberösterreich

Verwechslungsmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ochsenauge hat recht große Ähnlichkeit mit dem Weidenblättrigen Alant, es wird von Unkundigen nicht selten mit Arnika verwechselt. Bei Arnika sind die Laubblätter jedoch gegenständig.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kalkstete Pflanze bevorzugt Kalk-Magerrasen, (selten in Feuchtwiesen), trockene Wälder von der submontanen bis subalpinen Höhenstufe. Sie ist in Hochlagen eine Art der Seslerietalia-Gesellschaften, in tieferen Lagen in Gesellschaften der Verbände Mesobromion, Molinion, Erico-Pinion oder Geranion sanguinei.[1]

In den Allgäuer Alpen steigt sie im Tiroler Teil an der Rotwand bei Elbigenalp bis zu 2000 m Meereshöhe auf.[2]

In Österreich kommt sie häufig bis sehr häufig in allen Bundesländern vor. In der Schweiz ist sie ebenso verbreitet.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man kann folgende Unterarten unterscheiden[3]:

  • Buphthalmum salicifolium subsp. salicifolium: Sie kommt von in den Alpen und Voralpen in Frankreich, in Italien, in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Belgien, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und auf der Balkanhalbinsel.[3]
  • Buphthalmum salicifolium subsp. flexile (Bertol.) Garbari (Syn.: Buphthalmum flexile Bertol.): Sie kommt in Frankreich und in Italien vor.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oskar Angerer, Thomas Muer: Alpenpflanzen (= Ulmer Naturführer). Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2004, ISBN 3-8001-3374-1.
  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. Seite 923. ISBN 3-8001-3131-5
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. Seite 589. ISBN 3-930167-61-1
  3. a b c Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (ed.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Buphthalmum salicifolium In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ochsenauge – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien