Weidenblättriger Alant

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Weidenblättriger Alant
Weidenblättriger Alant (Inula salicina)

Weidenblättriger Alant (Inula salicina)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Inuleae
Gattung: Alante (Inula)
Art: Weidenblättriger Alant
Wissenschaftlicher Name
Inula salicina
L.

Der Weidenblättrige Alant oder Weiden-Alant (Inula salicina) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die mit einem aufrechten, sich meist erst oben verzweigenden Stängel Wuchshöhen von 25 bis 80 Zentimeter erreicht. Die rasig wachsenden Halbrosettenpflanzen sind mehr oder weniger kahl und höchstens auf der Unterseite der Nerven und im unteren Teil des Stängels kurzborstig. Die grasgrünen, mehr oder weniger rechtwinklig abstehenden Laubblätter sind ganzrandig, länglich-lanzettlich bis länglich-eiförmig und leicht bogig nach unten gekrümmt. Sie sind kahl und am Rand schwach bewimpert, unterseits haben sie keine Drüsen. Die oberen Stängelblätter haben einen herzförmigen Grund, der den Stängel zumindest zum Teil umfasst.

Die im Durchmesser 2,5 bis 4 cm großen Blütenkörbchen aus gelben Zungen- und Röhrenblüten stehen meist einzeln, seltener in Gruppen von bis zu fünf an den Enden der Stängel. Die Hüllblätter der Blütenkörbchen sind kurz und dicht bewimpert. Die äußeren Hüllblätter sind zurückgekrümmt.

Blütezeit ist von Juni bis Oktober.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 16.[1]

Ökologie[Bearbeiten]

Der Weidenblättrige Alant ist eine rasig wachsende, kalkholde Halbrosettenpflanze.

Die Pflanze wird von Bienen und Grabwespen bestäubt.

Die Sinkgeschwindigkeit der Schirmchen beträgt 0,27 m/s.

Auch vegetative Ausbreitung durch verholzende Ausläufer als Wurzelkriecher findet statt.

Weiden-Alant (Inula salicina)

Verbreitung und Standortansprüche[Bearbeiten]

Die Art ist im gemäßigt-kontinentalen Europa verbreitet und darüber hinaus punktuell in Asien und im Nordosten der USA anzutreffen.

Man findet den Weidenblättrigen Alant zerstreut in Moorwiesen oder in Halbtrockenrasen, im Saum sonniger Büsche und Wälder und an Wegrainen. Er bevorzugt trockene bis feuchte, basen- und humusreiche Böden an hellen Standorten. Im nordwestlichen Tiefland Deutschlands ist er selten. Nach Ellenberg ist es eine Lichtpflanze, ein Basen- und Kalkzeiger und eine Verbandscharakterart der Pfeifengras-Streuwiesen (Molinion).[1] In den Allgäuer Alpen steigt er am Rindberg bei Sibratsgfäll in Vorarlberg bis zu 1000 m Meereshöhe auf.[2]

Sonstiges[Bearbeiten]

Diese Art bildet gelegentlich Hybriden mit dem Rauen Alant (Inula hirta).

Recht ähnlich ist das Weidenblättrige Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium), das etwas breitere Zungenblüten und linealische Spreublätter in den Blütenkörbchen hat.

Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. ISBN 3-930167-61-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Inula salicina – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Bilder: [1] [2] MPI für Pflanzenzüchtung