Weidenblättriger Alant

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Weidenblättriger Alant
Weidenblättriger Alant (Inula salicina)

Weidenblättriger Alant (Inula salicina)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Inuleae
Gattung: Alante (Inula)
Art: Weidenblättriger Alant
Wissenschaftlicher Name
Inula salicina
L.

Der Weidenblättrige Alant oder Weiden-Alant (Inula salicina) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Alante (Inula) innerhalb der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration: 1 Unterer Teil der Pflanze. 2 Oberer Teil der Pflanze. 3 Herbstliches Blatt, Unterseite. 4 Frucht (x3). B Zum Vergleich Blatt vom Inula ensifolia mit deutlich anderer Nervatur (x1,5).
Habitus, Laubblätter und Blütenstand

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Weidenblättrigen Alant es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 25 bis 80 Zentimetern erreicht. Sie wächst rasig. Der selbständig aufrechte Stängel verzweigt sich meist erst im oberen Bereich. Die oberirdischen Pflanzenteile sind mehr oder weniger kahl und höchstens auf der Unterseite der Nerven und im unteren Teil des Stängels ist sie kurzborstig behaart.

Die grasgrünen, mehr oder weniger rechtwinklig abstehenden Laubblätter sind ganzrandig, länglich-lanzettlich bis länglich-eiförmig und leicht bogig nach unten gekrümmt. Sie sind kahl und am Rand schwach bewimpert, unterseits haben sie keine Drüsen. Die oberen Stängelblätter haben einen herzförmigen Grund, der den Stängel zumindest zum Teil umfasst.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die im Durchmesser 2,5 bis 4 Zentimetern großen Blütenkörbchen stehen meist einzeln, seltener in Gruppen von bis zu fünf an den Enden der Stängel. Die Hüllblätter der Blütenkörbchen sind kurz sowie dicht bewimpert und die äußeren Hüllblätter sind zurückgekrümmt. Die Blütenkörbe enthalten gelbe Zungen- und Röhrenblüten.

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Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.[1]

Habitus im Habitat

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bestäubung

Der Weidenblättrige Alant ist eine rasig wachsende, kalkholde Halbrosettenpflanze. Auch vegetative Ausbreitung durch verholzende Ausläufer als Wurzelkriecher findet statt.

Die Bestäubung erfolgt durch Bienen und Grabwespen.

Die Sinkgeschwindigkeit der Schirmchen beträgt 0,27 m/s.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weidenblättrige Alant ist im gemäßigt-kontinentalen Europa verbreitet und darüber hinaus punktuell in Asien und in den nordöstlichen USA anzutreffen. Im nordwestlichen deutschen Tiefland ist er selten.

Man findet den Weidenblättrigen Alant zerstreut in Moorwiesen oder in Halbtrockenrasen, im Saum sonniger Büsche und Wälder und an Wegrainen. Er gedeiht am besten auf trockenen bis feuchten, basen- und humusreichen Böden an hellen Standorten. Nach Ellenberg ist es eine Lichtpflanze, ein Basen- und Kalkzeiger und eine Verbandscharakterart der Pfeifengras-Streuwiesen (Molinion).[1] In den Allgäuer Alpen steigt er am Rindberg bei Sibratsgfäll in Vorarlberg bis in eine Höhenlage von 1000 Meter auf.[2]

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Inula salicina erfolgte 1753 durch Carl von Linné.

Ähnliche Arten und Hybriden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Recht ähnlich ist das Weidenblättrige Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium), das etwas breitere Zungenblüten und linealische Spreublätter in den Blütenkörbchen hat. Es hat außerdem Laubblätter, die zum Grund hin verschmälert und nicht halbstängelumfassend sind.[3]

Inula salicina bildet gelegentlich Hybriden, beispielsweise:

  • Inula ×rigida Döll = Rauer Alant (Inula hirta) × Inula salicina[3]
  • Inula ×vrabelyiana Kern. = Schwert-Alant (Inula ensifolia) × Inula salicina[3]

Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz Deutschland. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Werner Rothmaler: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen. 14. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-06-012539-2.
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8252-1828-7.
  • Heinz Ellenberg: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. 5. Auflage. Ulmer-Verlag, 1996, ISBN 3-8001-3430-6.
  • Otto Schmeil, Jost Fitschen: Die Flora von Deutschland interaktiv. Quelle & Meyer-Verlag, 2004, ISBN 3-494-01368-3.
  • Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands. 6. Auflage. Quelle & Meyer-Verlag, 2005, ISBN 3-494-01397-7.
  • Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. 7., korr. u. erw. Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 921.
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW-Verlag, Eching bei München 2004, ISBN 3-930167-61-1.
  3. a b c Gerhard Wagenitz: Familie Compositae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage. Band VI, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin/ Hamburg 1979, ISBN 3-489-84020-8, S. 172–187.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weidenblättriger Alant (Inula salicina) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien