Oese (Basdahl)
Oese Gemeinde Basdahl | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 53° 26′ N, 9° 1′ O | |
| Höhe: | 14 m ü. NHN | |
| Einwohner: | 394 (19. Jan. 2022)[1] | |
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |
| Postleitzahl: | 27432 | |
| Vorwahlen: | 04763, 04766 | |
Lage von Oese in Niedersachsen | ||
Oese (plattdeutsch Öös) ist neben Volkmarst ein Ortsteil der Gemeinde Basdahl im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ortsteil Oese liegt im Osten der Gemeinde Basdahl und grenzt an die Gemeinde Gnarrenburg. Oese liegt etwa 6 km nördlich von Gnarrenburg, etwa 1,5 km östlich von Basdahl, 3,5 km südlich von Barchel sowie rund 4 km westlich von Fahrendorf (Gnarrenburg) und Klenkendorf. Oese ist über Basdahl mit der Bundesstraße 74 und über Osterwede und Fahrendorf mit der K102 verbunden.
Ortsteile
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu Oese gehören die Ortsteile Neu-Oese und Poggemühlen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Rittergut Poggemühlen bei Oese war ein ehemaliger Sitz des Adelsgeschlechts von Issendorf. Sie gründeten dort eine Burg, nachdem ihr Sitz auf der Seeburg bei Karlshöfen um 1394 durch das Erzbistum Bremen zerstört wurde.[2] Die ursprüngliche Burg wurde 1586 für den Bau des heutigen Herrenhauses durch Christoph von Issendorf abgebrochen. 1771 wurde das Gut an Arnold Spilcker verkauft. Über die von Göben, von Freese und Lührs gelangte es 1927 an die Herren von Schwarzkopf.[3]
Die Gemeinde Oese gehörte seit 1885 zum Kreis Bremervörde und wurde am 1. April 1929 zusammen mit der Gemeinde Poggemühlen nach Basdahl eingemeindet.[4] Am 1. Oktober 1949 wurden Oese und Poggemühlen wieder aus der Gemeinde Basdahl ausgegliedert und bildeten fortan zusammen die Gemeinde Oese.[5] Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde die Gemeinde Oese mitsamt Poggemühlen am 1. März 1974 wieder in die Gemeinde Basdahl eingegliedert, die seit dem 1. August 1977 zum Landkreis Rotenburg (Wümme) gehört.[6]
Historische Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Zeitpunkt | Einwohner |
|---|---|
| 1812 | 132[7] |
| 1848 | 137[8] |
| 1858 | 197[9] |
| 1910 | 178[10] |
| 1949 | 443[11] |
| 1961 | 359 |
| 1970 | 351 |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rittergut Poggemühlen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das heutige Herrenhaus ist 1585 errichtet und 1933/34 nach Westen erweitert worden. Zwei Wirtschaftsgebäude schließen rechtwinklig daran an und bilden so einen Dreiseithof. Ein wahrscheinlich früher vorhandener Graben zur Vorburg ist heute verfüllt, so dass die Anlage heute durch eine 10 m breite Gräfte von ca. 140 m × max. 80 m Ausdehnung umschlossen wird. Auf der Vorburg stehen an den Längsseiten vier Wirtschaftsgebäude.[12]
Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Oese befindet sich die Patronatskirche St. Christophorus, die 1577/78 vom Ritter Christoph von Issendorf aus Backstein erbaut wurde. Neben der Kirche befindet sich die Freizeit- und Begegnungsstätte Oese, betrieben durch den Kirchenkreis Bremervörde-Zeven.
- St. Christophorus-Kirche
- Freizeit- und Begegnungsstätte Oese
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bernhard Suin de Boutemand: Oeser Passionen. Die Kirche zu Oese im Spiegel der 600jährigen Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Dörfer Basdahl, Oese und Poggenmühlen. 1975
- Martin Blanken, Diedrich Hildebrandt: Basdahl mit Kluste, Oese, Poggemühlen und Volkmarst: die Geschichte der Dörfer, der Höfe und ihrer Familien. Volksbank Gnarrenburg, 1984
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Nahverkehrsplan – Nahverkehrsplan 2023-2027 LK ROW Anlage 3-1 Erschließungsqualität. (PDF; 214 KB) Stadt Bremervörde, S. 3, abgerufen am 12. April 2025.
- ↑ Stefan Eismann: Poggemühlen in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts, abgerufen am 15. Juli 2021.
- ↑ https://www.basdahl.de/oese
- ↑ Amtsblatt der Regierung Stade 1929, S. 39
- ↑ Verzeichnis der Namen- und Grenzänderungen deutscher Gemeinden 1.1.1943–13.9.1950, S. 35
- ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
- ↑ Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Großen, im Jahre 1812, Band 1. Kißling 1813, Sied 103: https://books.google.de/books?id=Q_5OAAAAcAAJ&pg=PA103&hl=de
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter: Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. 1848, Sied 149: https://books.google.de/books?id=eOI-AAAAcAAJ&pg=PA149&hl=de
- ↑ Franz Heinrich Ungewitter: Neueste Erdbeschreibung und Staatenkunde. 1858, Sied 420: https://books.google.de/books?id=ZkoNAQAAIAAJ&pg=PA420&hl=de
- ↑ Landkreis Bremervörde. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 15. April 2023; abgerufen am 15. Dezember 2025.
- ↑ Neues Archiv für Niedersachsen. Band 3, W. Dorn, 1949, Sied 871
- ↑ Stefan Eismann: Poggemühlen in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts, abgerufen am 15. Juli 2021.

