Basdahl

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Basdahl
Basdahl
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Basdahl hervorgehoben
Koordinaten: 53° 27′ N, 9° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Geestequelle
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 32,34 km2
Einwohner: 1430 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27432
Vorwahl: 04766
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 004
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bohlenstraße 10
27432 Oerel
Webpräsenz: www.basdahl.de
Bürgermeister: Thomas Busch (WG Basdahl-Oese-Volkmarst)
Lage der Gemeinde Basdahl im Landkreis Rotenburg (Wümme)
Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Landkreis Cuxhaven Landkreis Diepholz Landkreis Harburg Landkreis Osterholz Landkreis Stade Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Ahausen Alfstedt Anderlingen Basdahl Rotenburg (Wümme) Bötersen Bothel (Niedersachsen) Breddorf Bremervörde Brockel Bülstedt Deinstedt Ebersdorf (Niedersachsen) Elsdorf (Niedersachsen) Farven Fintel Gnarrenburg Groß Meckelsen Gyhum Hamersen Hamersen Hassendorf Heeslingen Hellwege Helvesiek Hemsbünde Hemslingen Hepstedt Hipstedt Horstedt (Niedersachsen) Horstedt (Niedersachsen) Kalbe (Niedersachsen) Kirchtimke Kirchwalsede Klein Meckelsen Lauenbrück Sittensen Lengenbostel Oerel Ostereistedt Reeßum Rhade Rotenburg (Wümme) Sandbostel Scheeßel Seedorf (bei Zeven) Selsingen Sittensen Sittensen Sottrum Stemmen (Landkreis Rotenburg) Tarmstedt Tiste Tiste Vahlde Vahlde Vierden Visselhövede Vorwerk (Niedersachsen) Westertimke Westerwalsede Wilstedt Wohnste ZevenKarte
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Basdahl (plattdeutsch Basdaal oder Basdohl) ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Geestequelle im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Neben dem Hauptort Basdahl gehören ihr auch die Orte Volkmarst und Oese an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Basdahl in der Samtgemeinde Geestequelle

Basdahl liegt im Zentrum des Elbe-Weser-Dreiecks, etwa 4 km nördlich von Brillit, etwa 12 km östlich von Beverstedt, 6 km südlich von Hipstedt und etwa 6–7 km westlich von Spreckens, Fahrendorf und Klenkendorf. Basdahl liegt in der Samtgemeinde Geestequelle im Süden und grenzt an die Stadt Bremervörde und die Gemeinde Gnarrenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 14. bis ins 17. Jahrhundert wurden im „Hohlen Grund“ am Steingraben in Basdahl die Landtage der Ritterschaft, der Städte und der Geistlichkeit des Erzstifts Bremen abgehalten. Diese Landstände weisen eine Kontinuität zur heute bestehenden Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden auf, die im Rahmen des Landschaftsverbandes Stade und im Auftrag des Landes Niedersachsen bis heute Träger der regionalen Kultur- und Identitätspflege im Elbe-Weser-Dreieck sind.

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Oese und Volkmarst eingegliedert und zugleich die Samtgemeinde Basdahl aufgelöst.[2]

Ortsname, Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Ortsnamen von Basdahl waren in den Jahren 1297 Bodesdal und 1549 Baßdal. Im zweiten Teil steckt klar niederdeutsch dal für "Tal". Der erste Namensteil gleicht anderen Ortsnamen, wie 1398 Basfelde, 1537 Bachsfeldtt, 1587 Bachsfelde, 1590 Basfelt, 1715 Bassfeld; † Bassleben bei Helmstedt, 952 Bassallo, ca. 1150 Basselo; Baßberg, FlurN bei Hameln, (ca. 1470-80) na dem Basberge mer; Basbeck bei Osten, ca. 1250 Basbeke; Balsbeke, um 1280 Bastbecke, 1347 de Basbeke; Bassenfleth bei Stade, 1255 in Bassenvlete, 1268 in Bassenfleth.

Vielleicht leitet sich der erste Teil ab aus althochdeutsch bar (*baza), lit. bãsas "barfüßig", aksl. bosъ "barfuß" einen Ansatz bhes- "abreiben, zerreiben, ausstreuen", wozu auch bhoso-s "nackt" gehört, „ursprünglich wohl bezogen auf kahlgewetzte, abgewetzte Stellen“. Das Germanische hat "daran Anteil und zwar mit den Wörtern Besen als "der Feger, Kehrer", bar "bar, blo" und der Grundbedeutung "blank" und Bast.

Die Namendeutung als "abgeriebene, zerriebene Stelle" gleich "ausgeriebenes, abgetragenes Tal", bleibt unsicher.[3]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basdahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schule in Basdahl

Im Ortsteil Basdahl, der eine Mittelpunktfunktion ausfüllt, befinden sich Grundschule mit Turnhalle, Kindergarten, zwei Bankinstitute und verschiedene Handels- und Dienstleistungsbetriebe zur Deckung des täglichen Grundbedarfs. Es gibt eine Alte Legende über Basdahl. Beim Bremischen Ritterhaus befindet sich ein Stein, der etwas von der Legende erzählen soll.

Oese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Oese ist bekannt als früherer Sitz des Adelsgeschlechts Issendorff. Das dortige Gut Poggemühlen, mit dem 1586 errichteten Herrenhaus aus Backstein mit steilem Satteldach, ist eine dreiseitig umschlossene Hofanlage mit Wassergräben und Lindenallee. Das Gut wird bewirtschaftet von Botho von Schwarzkopf und seiner Ehefrau Margarete von Schwarzkopf.

Als Sehenswürdigkeit gilt aber insbesondere die kleine, im Jahre 1577/78 von dem Ritter Christoph von Issendorff in Backstein gebaute Patronatskirche. Unmittelbar neben der Kirche entstand aus der ehemaligen Oeser Dorfschule die Freizeit- und Begegnungsstätte Oese. Hausherr ist der Kirchenkreis Bremervörde-Zeven.

Volkmarst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in vorgeschichtlicher Zeit hat es in der Volkmarster Gemarkung Besiedlung gegeben. Im Vörder Register um 1500 schrieb es sich Volmerstede. Vielleicht hat ein Volkmar in der Zeit der Ansiedlung als Anführer der Sippe sich entschieden, das Dorf in der Nähe des Teiches zu gründen. Heute befindet sich hier der Ortsmittelpunkt mit Freizeiteinrichtungen wie Spielplatz, Grillplatz, Dorfgemeinschaftshaus mit Schützenhalle, Feuerwehrhaus und Sportplatz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Basdahl besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern.[4] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[5]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
Wählergruppe Basdahl-Oese-Volkmarst 100 % 11

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 67,50 %[5] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Thomas Busch (WG Basdahl-Oese-Volkmarst) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen Basdahls ist gespalten und zeigt vorn auf silbernem Grund zwei rote, gekreuzte Schlüssel. Hinten auf rotem Grund ist ein silbernes Schwert mit goldenem Knauf dargestellt, das Symbol der Gerichtsbarkeit ist.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 2. Oktober 1990 besteht eine Partnerschaft mit dem Ort Beetzendorf in Sachsen-Anhalt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraßen 71 aus Bremerhaven und 74 aus Bremen werden in Basdahl zusammengeführt und führen gemeinsam weiter nach Bremervörde. Die Station im Ortsteil Kluste wird vom Moorexpress bedient, der den Ort mit Bremen, Osterholz-Scharmbeck, Bremervörde und Stade verbindet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die in Basdahl gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Christophoruskirche, hrsg. vom Pfarramt (Neu Oese 9, 27432 Basdahl-Oese) o.J.
  • Basdahl, Oese, Poggemühlen, in: Niederdeutsches Heimatblatt (1989), H. 473

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Basdahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.
  3. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen. Recherche Jürgen Udolph.
  4. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 6. März 2017.
  5. a b Gemeinde Basdahl – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 6. März 2017.
  6. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 6. März 2017.
  7. Gemeinde Basdahl – Gemeinderat, abgerufen am 6. März 2017.