Ohropax

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ohropax GmbH
Logo
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1907
Sitz Wehrheim
Leitung Michael Negwer
Mitarbeiter etwa 30
Umsatz etwa 4 Millionen Euro (2006)
Branche Konsumgüterproduktion
Website www.ohropax.de

Die Ohropax GmbH ist ein deutsches Unternehmen, das zunächst durch Ohrenstöpsel aus Wachs bekannt wurde. Später kamen Modelle aus Schaumstoff, Silikon und Kunststoff hinzu. Der Name „Ohropax“ ist zusammengesetzt aus den Wörtern „Ohr“ und „Pax“ (lat. „Frieden“).

Blechschachtel aus den 1950er Jahren
Ohropax Classic, 20er-Packung

Das Unternehmen, seit 1991 in Wehrheim ansässig, wird von Michael Negwer, Enkel des Potsdamer Gründers und Apothekers Maximilian Negwer[1], geleitet und beschäftigt etwa 30 Mitarbeiter. Hauptprodukt ist Ohropax Classic (Wachskugeln), von denen jährlich über 25 Millionen Kugeln entstehen. Daneben vertreibt Ohropax weitere Gehörschutzprodukte sowie Gesundheitsartikel. Das Unternehmen stellt nur die Produkte aus Wachs selbst her.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Packung OHROPAX Geräuschschützer wurde im Herbst 1908 zum Preis von einer Goldmark (inflationsbereinigt etwa €5,72) verkauft. Die Blechdose enthielt sechs Paar Wachskugeln und war in Sanitätsgeschäften und Kaufhäusern zu erwerben. 1916 führte das Militär OHROPAX ein. Auf diese Weise lernten erstmals weite Bevölkerungsschichten das Produkt kennen, wodurch Ohropax Geräuschschützer zum Hauptprodukt des Unternehmens wurde. 1924 verlegte man den Unternehmenssitz von Berlin nach Potsdam; nach dem Zweiten Weltkrieg von dort nach Frankfurt am Main und kurz darauf nach Bad Homburg.

Die Blechdose mit den Kugeln enthielt bis in die 1980er Jahre ein Stück Draht mit jeweils zwei zum Kreis gebogenen Enden. Damit konnte man die eingeführten Wachskugeln leichter aus den Ohren entfernen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ABC der Deutschen Erfindungen. Reportage von Dorothee Ott und Kristine von Soden. Hessischer Rundfunk, 23. Dezember 2010