Orbcomm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Orbcomm Inc.
Rechtsform Incorporated
ISIN US68555P1003
Gründung 1993[1]
Sitz Rochelle Park, New Jersey, USA
Mitarbeiterzahl 785 (Ende 2018)[2]
Umsatz 276 Mio. US-Dollar (2018)[2]
Branche Telekommunikation, Raumfahrt
Website www.orbcomm.com

Orbcomm ist ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Fort Lee (New Jersey), an dem unter anderem der deutsche Technologiekonzern OHB beteiligt ist. Es betreibt ein Datenkommunikationsnetz, das von jedem Punkt der Erde aus Textmitteilungen weiterleitet. Anwendungen sind beispielsweise Containerverfolgung, Maschinenüberwachung oder Messdatenübermittlung.

Orbcomm Deutschland ist der deutsche Länderrepräsentant von Orbcomm Europa LLC, eine Firma zur Vermarktung von Telekommunikationsdienstleistungen des Orbcomm-Satellitensystems in Europa. Diese Wiederverkäufer stellen komplette End-to-End-Lösungen und die entsprechende Unterstützung für mobile und feste Installationen zur Verfügung.

Satelliten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orbcomm-Satellitenkonstellation basiert zunächst auf insgesamt 29 Kleinsatelliten, die die Erde in sechs Erdumlaufbahnen in ca. 800 km Höhe umkreisen (Low Earth Orbit, LEO) und 13 weltweit verteilten Bodenstationen.[3] Die Satelliten empfangen die Daten unmittelbar von kleinen Funkgeräten und leiten sie über einen Gateway als Internet-E-Mail oder X.400 an den Empfänger weiter. Orbcomm sichert zu, dass 90 % der Mails innerhalb von sechs Minuten ihren Adressaten erreichen. Die Kleinsatelliten wiegen etwa 45 kg und haben eine elektrische Leistung von 160 W. Sie wurden mittels Pegasus-Raketen vom Flugzeug aus gestartet.

Hinzu kam eine zweite Serie von 17 Satelliten. Geplant waren 18, aber der Start des ersten Satelliten zusammen mit einem Dragon-Raumschiff am 8. Oktober 2012 schlug fehl: Der Satellit wurde in einem zu niedrigen Orbit ausgesetzt und verglühte bereits nach zwei Tagen in der Erdatmosphäre.[4] Der Start der nächsten sechs Satelliten mit einer Falcon 9 am 14. Juli 2014 war erfolgreich,[5] ebenso ein dritter Start mit 11 Satelliten – ebenfalls mit einer Falcon 9 – in der ORBCOMM OG-2 Mission 2 am 22. Dezember 2015.[6]

Uplink/Downlink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genutzt wird das UKW-Band zwischen 137 MHz und 150 MHz. Die Datenrate beträgt im Uplink 4,8 kbit/s und 2,4 kbps in SDPSK-Modulation.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Orbcomm Revenue Down 5.2% in 2Q. Transport Topics, 7. August 2019.
  2. a b Geschäftsbericht 2018 von Orbcomm, Seite 14 und 35 und (PDF, 8 MB; englisch)
  3. Systemübersicht des Betreibers (Memento vom 14. Dezember 2007 im Internet Archive)
  4. Orbcomm FM101, ..., FM119 (OG2) auf Gunter's Space Page.
  5. Stephen Clark: SpaceX launch delivers Orbcomm satellites to orbit. Spaceflight Now, 14. Juli 2014, abgerufen am 16. Juli 2014 (englisch).
  6. Launch. Space X, 22. Dezember 2015, abgerufen am 22. Dezember 2015.