Oskar Dénes

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Oskar Dénes (eigentlich: Oszkar Dénes; * 2. Mai 1891 in Magyarkeszi, Ungarn; † 2. Juli 1950 in Trient, Italien) war ein ungarischer Schauspieler und Sänger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oskar Dénes spielte bereits 1919 in seinem ersten Spielfilm mit: Tegnap unter der Regie von Lajos Lázár. In der Folgezeit machte er zunächst als Filmschauspieler, dann als Operettenbuffo und Bühnenschauspieler von sich reden. Seine größten Erfolge feierte er zusammen mit seiner Frau Rosy Barsony Anfang der 30er Jahre in Berlin. Der Operettenkomponist Paul Abraham hatte das Paar für seine Operette Viktoria und ihr Husar aus Budapest an die Spree geholt. Die beiden wurden absolute Publikumslieblinge. In einer zeitgenössischen Kritik heißt es: Rosy Barsony sei „eine Operettensoubrette allerersten Ranges, wie es lange keine gegeben hat. Aber sie hat an Oskar Dénes … auch einen nicht alltäglichen Partner. Seine schlagfertige Lustigkeit, sein tänzerischer Elan, seine pointierte Vortragskunst (Spezialität Lachsongs) haben seit Giampietros Tagen ihresgleichen nicht mehr gehabt. In seiner Art, allerlei Unsinn herauszusprudeln, ist er ein Wallburg der Operette.“[1] Oskar Dénes spielte in den 1930er Jahren, nachdem er – genauso wie Paul Abraham – Berlin verlassen hatte, in Budapest und Wien weiter Theater. Allerdings gab es in Österreich Widerstand von gewerkschaftlicher Seite, weil angeblich zu viele ungarische Künstler an österreichischen Bühnen beschäftigt seien.[2] Sowohl in der Operette als auch im gleichnamigen Film Roxy und das Wunderteam (von dem es eine ungarische und eine österreichische Fassung gab) wurde er noch einmal gefeiert, dann wurde es – zumindest international – ruhig um ihn. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Wien und im italienischen Trient.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1919: Tegnap (Regie Lajos Lázár)
  • 1919: A lélekidomár (Regie Márton Garas)
  • 1920: Névtelen vár (Regie Márton Garas)
  • 1920: Hegyek alján (Regie Béla Balogh)
  • 1920: Hétszás éves szerelem (Regie Márton Garas)
  • 1922: Die lebende Mumie (Regie Márton Garas)
  • 1923: Farsangi mámor (Regie Márton Garas)
  • 1937: 3:1 a szerelem jávára (Regie Johann von Vásáry)
  • 1938: Roxy und das Wunderteam, auch genannt: 3:1 für die Liebe (Regie Johann von Vásáry)

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berliner Morgenpost, 25. Dezember 1932, zitiert nach: Daniel Hirschel: Paul Abraham. In: Wolfgang Schaller (Hrsg.): Operette unterm Hakenkreuz. Zwischen hoffähiger Kunst und „Entartung“. Metropol Verlag, Berlin 2007.
  2. Angela Eder: Lieber bin ich unter Vieren in Hollywood als unter den Vierzigtausend am Friedhof. kakanien.ac.at; abgerufen 27. September 2011.