Oste-Hamme-Kanal

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Oste-Hamme-Kanal
Hamme-Oste-Kanal
Der Verlauf des Oste-Hamme-Kanals

Der Verlauf des Oste-Hamme-Kanals

Daten
Gewässerkennzahl DE: 59836
Lage Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Oste
Abfluss über Oste → Elbe
Quelle "Kollbeck" an der Mündung der Hamme
53° 20′ 17″ N, 8° 58′ 21″ O
Quellhöhe etwa m ü. NHN
Mündung In Spreckens in die Oste.Koordinaten: 53° 26′ 55″ N, 9° 7′ 7″ O
53° 26′ 55″ N, 9° 7′ 7″ O
Mündungshöhe etwa m ü. NHN
Höhenunterschied etwa 1 m
Länge etwa 19 km
Einzugsgebiet 19,94 km²[1]
Linke Nebenflüsse Ziegeleikanal
Rechte Nebenflüsse Ostegraben
Oberbarkhauser Kanal
Försterkanal (bei Barkhausen)
Augustendorfer Kanal
Kleinstädte Spreckens, Fahrendorf, Klenkendorf, Findorf, Ostersode
Schiffbar Von der Quelle bis zur Mündung ist Wasserwanderung durch Klappstau möglich.

Der Oste-Hamme-Kanal oder Hamme-Oste-Kanal ist ein Kanal in Norddeutschland, der die Oste mit der Hamme verbindet. Er geht von der Oste bei Spreckens vier Kilometer oberhalb Bremervörde ab und verläuft durch das frühere Teufelsmoor und Gnarrenburg, bis er bei Viehspecken die Hamme erreicht. Der Bereich des Kanals nahe der Mündung in die Hamme wird auch Kollbeck genannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanal wurde 1769 bis 1790 durch Jürgen Christian Findorff gebaut und diente der Entwässerung des Teufelsmoors sowie dem Frachtverkehr (hauptsächlich Torf in Richtung Bremen und Hamburg) mit kleinen Kähnen (plattdeutsch Bullen). Die lange Bauzeit rührte von den Schwierigkeiten her, die der weiche Torfboden verursachte, der immer wieder nachrutschte und erneutes Ausgraben erforderlich machte. Ab den 1860er Jahren wurden zahlreiche Klappstaue und Doppelschleusen eingebaut, die die Torfschifffahrt erleichterten.

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanal besitzt mehrere Staustufen und weist eine steile, hohe Böschung, auf dessen oberen Rand teilweise Bäumen stehen. Im Bereich von Klenkendorf ist das Ufer zum Teil mit Faschinen aus schwarzen Kunststoffplatten befestigt. Im Bereich Spreckens sind Faschinen nur in der Nähe von Brücken und Staustufen angebracht. Das Flusssediment ist torfig, teilweise gibt es dichte Detritusablagerungen. Besonders in Langenhausen besteht das Sediment verstärkt aus Faulschlamm.[1]

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großartige Fischbestände existieren im Oste-Hamme-Kanal nicht. Typisch sind jedoch Wasserratten und Enten.

Wasserqualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Biologische Gewässergüteuntersuchung erfolgt und die die Chemisch-physikalische Wasseranalyse erfolgten im Jahr 1997. Der Oste-Hamme-Kanal wurde in die Gewässergüteklasse III (Tendenz zu III-IV „sehr stark verschmutzt“) eingestuft. Im Wasser befinden sich hohe Konzentrationen von Ammonium und Ortho-Phosphatbelastungen. Ursache für die Phosphatkonzentration ist die Hochmoorentwässerung und die landwirtschaftlichen Nutzung des Moorbodens. Die Belastung durch Coliforme Keime war einige Male erhöht.[1]

Bedeutung als Verkehrsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanal bildete anfänglich die einzige Binnenwasserverbindung zwischen Elbe und Weser. Er ist 19 km lang, hatte eine Sohlenbreite von vier Meter und eine Wasserspiegelbreite von sechs Meter. Der Tiefgang betrug 0,9 Meter. Heute ist der Kanal zugewuchert und nicht mehr befahrbar. Durch die Instandsetzung der Klappstaue ist allenfalls Wasserwanderung möglich.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oste-Hamme-Kanal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Gewässergütebericht Elbe 2000 (PDF; 6105 KB)