Ostpreußenhütte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ostpreußenhütte
DAV-Hütte Kategorie I
Die Ostpreußenhütte im Juni 2013
Die Ostpreußenhütte im Juni 2013
Lage am Fuß des Hochkönigs; Salzburg, Österreich; Talort: Werfen
Gebirgsgruppe Berchtesgadener Alpen
Geographische Lage 47° 27′ 36″ N, 13° 6′ 57″ OKoordinaten: 47° 27′ 36″ N, 13° 6′ 57″ O
Höhenlage 1630 m ü. A.
Ostpreußenhütte (Land Salzburg)
Ostpreußenhütte
Besitzer DAV-Sektion Königsberg
Erbaut 1928
Bautyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Mitte Mai bis 26. Oktober und 26. Dezember bis Mitte März
Beherbergung 18 Betten, 30 Lager
Winterraum 10 Lager
Weblink Website der Hütte
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV

Die Ostpreußenhütte ist eine Alpenvereinshütte des Deutschen Alpenvereins in 1630 m ü. A. Höhe am Fuß des Hochkönigs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Gedenken an die 1731/32 nach Ostpreußen vertriebenen Salzburger Exulanten wurde die Hütte von der Sektion Königsberg/Pr. des Deutschen Alpenvereins erbaut. Nach nur einjähriger Bauzeit wurde die Ostpreußenhütte auf dem 1630 m hohen Rettenbachriedel durch Franz Boy am 25. Juli 1928 eingeweiht.[1] Im Krupp-Zimmer hängen zwei Bilder mit Motiven aus dem Liederbuch der Albertina, die das Corps Masovia der Hütte geschenkt hatte. 1945 wurde die Hütte von den Alliierten beschlagnahmt und kam an Österreich zurück. Erst 1974 wurde die heute in München ansässige Sektion Königsberg des DAV wieder in das Grundbuch eingetragen. Die Hütte liegt in den Berchtesgadener Alpen im Salzburger Land hoch über dem Tal der Salzach unweit von Werfen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der leichten Erreichbarkeit ist sie ein sehr beliebtes Ausflugsziel von Wanderern und Tagesgästen, die hier einkehren und den Blick zum Hochkönig genießen können. Außerdem ist die Ostpreußenhütte ein wichtiger Stützpunkt für Bergsteiger, die von hier aus über den längsten, aber leichtesten Weg zum Franz-Eduard-Matras-Haus auf dem Hochkönig gelangen können. Im Winter sind auch Schneeschuhwanderungen, Schlitten- und Skitouren möglich; dann ist die Hütte ab 26. Dezember bis Mitte März ebenfalls geöffnet.

Wege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von der Dielalm (1020 m), Parkplatz, erreichbar von Werfen über den Hüttenweg, leicht, Gehzeit: 2 Stunden.
  • Von Pfarrwerfen (560 m) über Sonneckhütte und Blienteckalm, leicht, Gehzeit: 3½ Stunden.
  • Von Tenneck (540 m) über Forststraße und Blienteckalm, leicht, Gehzeit: 4½ Stunden.

Übergänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gipfelbesteigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gamskarkogel (2013 m) über Steingrube, leicht, Gehzeit: 1 Stunde.
  • Aibleck/Eibleck (2361 m) über Steingrube, leicht, Gehzeit: 2¼ Stunden.
  • Floßkogel (2437 m) über Steingrube, leicht, Gehzeit: 2½ Stunden.
  • Hochkönig (2941 m) über Steingrube und Übergossene Alm, mittel, Gehzeit: 4 bis 6 Stunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Inge Bielitz: 100 Jahre Sektion Königsberg/Pr. des Deutschen Alpenvereins 1890–1990, München 1990 (Digitalisat)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Boy, Mitglied des Corps Masovia, war Senatspräsident am Oberlandesgericht Königsberg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]