Berchtesgadener Alpen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Berchtesgadener Alpen
Übersichtskarte der Berchtesgadener Alpen

Übersichtskarte der Berchtesgadener Alpen

Die zentralen Gratgebirge von Watzmann und Hochkalter vor den Hochflächen bildenden Stöcken des Steinernen Meeres und der Reiter Alm. Im Nebel links mittig das Tal des Königssees.

Die zentralen Gratgebirge von Watzmann und Hochkalter vor den Hochflächen bildenden Stöcken des Steinernen Meeres und der Reiter Alm. Im Nebel links mittig das Tal des Königssees.

Höchster Gipfel Hochkönig (2941 m ü. A.)
Lage Bayern, Deutschland und Salzburg, Österreich
Teil der Nördlichen Ostalpen
Einteilung nach AVE 10
Koordinaten 47° 25′ N, 13° 4′ OKoordinaten: 47° 25′ N, 13° 4′ O
Gestein vorherrschend Dolomit und Kalkstein
Alter des Gesteins Trias (Wettersteinkalk/ Ramsaudolomit, Dachsteinkalk)
Fläche 1.089,0 km²
  • AT: 624,5 km²
  • DE: 464,5 km²

Die Berchtesgadener Alpen sind eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Ostalpen rund um Berchtesgaden nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen. Ihr zentrales Massiv ist der Watzmann, höchster Gipfel der Hochkönig mit 2941 m ü. A. Anteil an den Berchtesgadener Alpen haben Deutschland mit dem Freistaat Bayern und Österreich mit dem Bundesland Salzburg. Die Gebirgsgruppe dehnt sich zwischen Saalach und Salzach auf etwa 35 km × 45 km aus.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berchtesgadener Alpen werden unter diesem Namen in der allgemein verbreiteten Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) als die Gruppe 10 geführt und zur Gruppe der Nördlichen Ostalpen gezählt.

Umgrenzung und benachbarte Gebirgsgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berchtesgadener Alpen grenzen an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

Äquivalente in alternativen Gebirgsgruppengliederungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gebirgsgruppengliederung nach Trimmel, wie sie in der österreichischen Hydrographie verbreitet ist, bezeichnet ein weitgehend mit den Berchtesgadener Alpen identisches Gebiet als Nr. 1330 Salzburger Kalkalpen[1] und ordnet es den Nordtiroler-Salzburger Kalkalpen (1300) zu.[1]

In der Salzburger Landesgeographie zählt man die österreichischen Anteile zu den Salzburger Kalkhochalpen.

Landschaft und Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charakteristische Hochflächenbildungen im Steinernen Meer zwischen Funtensee-Uvala und Hundstod

Die Berchtesgadener Alpen gliedern sich in neun Untergruppen. Die höchsten Gipfel trägt der bis 2941 m ü. A. aufragende Hochkönigstock. Er liegt in relativer Randlage im Südosten vollständig auf österreichischem Gebiet, nur über die Torscharte im Westen mit dem Steinernen Meer verbunden und durch das gegen Tenneck ziehende Blühnbachtal vom Hagengebirge getrennt.

Die deutsch-österreichische Staatsgrenze zieht sich hufeisenförmig durch die Gebirgsgruppen der Reiter Alm (Reiter Steinberge), des Hochkaltergebirges, des Steinernen Meeres, des Hagengebirges, des Göllstocks und des Untersberges[2]. Zusammen mit dem Lattengebirge rahmen diese Gebirgsstöcke das Berchtesgadener Becken im Süden des Landkreises Berchtesgadener Land ein. Dieses Becken ist verkehrsmäßig über die den Pass Hallthurm zwischen Untersberg und Lattengebirge, den Hangendensteinpass zwischen Untersberg und Göllstock und die Schwarzbachwacht zwischen Reiter Alm und Lattengebirge verkehrsmäßig erschlossen. Am Südrand der weiten Talung liegt, vorgeschoben gegenüber dem Steinernen Meer, mit dem er über den Trischübelpass verbunden ist, der Watzmannstock, das zentrale Massiv der Berchtesgadener Alpen. Seine 2713 m hohe Mittelspitze bildet den höchsten Punkt im deutschen Teil der Gebirgsgruppe. Der Watzmann fällt mit seiner 1800 Meter hohen Ostwand, die als höchste Wand der Ostalpen gilt, steil zum langgezogenen, fjordartigen Königssee hin ab, der den Watzmann vom Hagengebirge mit den vorgelagerten Gotzenbergen trennt. Auf der westlichen Seite des Watzmanns liegt das mit brüchigem Ramsaudolomit aufgeschotterte Wimbachtal, das ihn vom Hochkalter und dessen Hocheisgruppe trennt. Zwischen Hochkalter und Reiter Alm zieht das Klausbachtal gegen den Pass Hirschbichl (Grenze) und jenseits weiter nach Weißbach bei Lofer an der Saalach.

Ganz im Osten verbindet das Torrener Joch Hagengebirge und Göll, ansonsten sind sie durch das Bluntautal, ein Seitental der Salzach bei Golling, voneinander getrennt. Parallel zum Bluntautal entsendet der Göll einen markanten Gratast nach Osten, den Kuchler Kamm. Dem Göll nördlich vorgelagert ist das Roßfeld, auf das – teilweise über österreichisches Staatsgebiet – von Unterau die Roßfeldhöhenringstraße heraufführt. Im Süden hängt das Hagengebirge über die Röth mit dem Steinernen Meer zusammen. Das Steinerne Meer ist mit einer Fläche von rund 100 km² der ausgedehnteste Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen.

Panorama der Berchtesgadener Alpen von Süden

Während die beiden zentralen Massive von Watzmann und Hochkalter ausgeprägte Gratgebirge sind, weisen die umliegenden Gebirgsstöcke zum Teil weit ausgedehnte Hochflächenbildungen auf. Besonders ausgeprägt sind diese in Steinernem Meer, Hagengebirge, Hochkönigstock (Übergossene Alm), Untersberg und Reiter Alm. Hier befinden sich viele Karsterscheinungen wie Karren und Dolinen. Einige der größten bekannten Höhlensysteme der Alpen wurden vom Wasser ausgewaschen, darunter die Salzgrabenhöhle im Steinernen Meer und die Riesending-Schachthöhle im Untersberg, die größte bekannte Höhle Deutschlands, die mit den Windlöchern und der Kolowratshöhle möglicherweise ein Riesensystem bildet. Die Schellenberger Eishöhle ist für Touristen zugänglich.

Berggipfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hochkönig – höchster Gipfel der Berchtesgadener Alpen

Die wichtigsten Gipfel der Berchtesgadener Alpen sind (Gruppen nach Höhe geordnet):

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fließgewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berchtesgadener Alpen entwässern über Saalach und Salzach zu Inn und Donau und damit letztendlich zum Schwarzen Meer. Das Saalachtal zieht sich am Westrand der Berchtesgadener Alpen durch Pinz- und Flachgau nach Norden. Die Salzach, im Pinzgau lediglich durch eine Talwasserscheide von der Saalach getrennt, durchfließt den Pongau im Südosten der Berchtesgadener Berge, um beim Pass Lueg die Engstelle zwischen Hagen- und Tennengebirge zu durchstoßen, bevor sie über den Tennengau das Alpenvorland bei Salzburg erreicht. Aus dem zentral gelegenen Berchtesgadener Becken fließt die Berchtesgadener Ache der Salzach zu, die sie südlich von Salzburg erreicht, wo ihr letzter Flussabschnitt als Königsseeache bezeichnet wird.

Südöstlich des Obersees befindet sich mit dem Röthbachfall der höchste Wasserfall Deutschlands. Zu den weiteren Wasserfällen in den Berchtesgadener Alpen siehe Wasserfälle in Deutschland, Abschnitt Berchtesgadener Alpen.

Seen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das größte Stillgewässer der Berchtesgadener Alpen ist der zwischen den Massiven von Watzmann und Hagengebirge eingebettete Königssee. Im Süden ist er durch einen Moränenwall und Bergsturzresten vom Obersee getrennt. Beide Seen sind, ebenso wie der Hintersee bei Ramsau, beliebte Ziele für Touristen. Im Steinernen Meer liegt der Funtensee auf 1600 Meter Höhe in einem Kessel (Uvala), in dem die tiefsten jemals in Deutschland gemessenen Temperaturen aufgezeichnet wurden. Grün- und Schwarzensee werden beim Abstieg vom Funtensee in die Röth passiert. Die Blaue Lache befindet sich ebenfalls im Steinernen Meer am Aufstieg von der Wasseralm über die Lange Gasse zur Hochfläche. Der Seeleinsee im Hagengebirge liegt an der Kleinen Reibn. Dießbachstausee und Saalachsee (dieser im Verlauf der Gruppengrenze – Saalach) sind Stauseen in den Berchtesgadener Alpen.

Gletscher Übergossene Alm mit Matrashaus am Hochkönig-Gipfel

Vergletscherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Kaltzeiten des quartären Eiszeitalters häuften sich in den gesamten Alpen riesige Firnmassen an, die als Gletscher bis in das Alpenvorland strömten. Lediglich die höchsten Gipfel ragten noch aus dem Eisstromnetz hervor. Das Tal des Königssees wurde dabei über 200 m unter die normale Talsohle ausgehobelt – daher die beachtliche Tiefe des Sees. Durch die Erosion der Gletscher bildete sich die heutige U-Form der Täler. Mit dem Ende der Letzten Kaltzeit schmolzen die Gletscher weit in ihre oberen Becken zurück und verschwanden in der Folge zeitweise ganz.[3][4]

Heute ist die Vergletscherung der Berchtesgadener Alpen, wie allgemein der Nördlichen Kalkalpen, vergleichsweise gering. Nennenswerte Vereisung findet man noch am Hochkönig mit der Übergossenen Alm, am Hochkalter mit dem Blaueis und am Watzmann mit dem Watzmanngletscher. Übergossene Alm und Blaueis zeigen deutliche Auflösungserscheinungen infolge der globalen Erwärmung. Eine Besonderheit bildet der Eiskapelle genannte Lawinenkegel am Fuß der Watzmann-Ostwand, dessen unteres Ende auf 930 m Seehöhe liegt und bei dem es sich damit um das niedrigste ganzjährig vorhandene Schneefeld der Alpen handeln dürfte.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dachsteinkalk – eine der in den Berchtesgadener Alpen typischen geologischen Formationen – im Bereich des Jenners

Im unteren Teil der Berchtesgadener Alpen herrscht Dolomit vor, der hier Ramsaudolomit genannt wird. Die Schottermassen des Wimbachtales bestehen vor allem aus diesem Material. Die aus Dolomit gebildeten Hänge zeichnen sich häufig durch den Bewuchs mit Bergkiefern aus – zu sehen z. B. am Sockel des Untersbergs und im Steinernen Meer.

Über dem Dolomit liegt häufig eine bis zu 1000 Meter mächtige Schicht aus Kalk, der hier Dachsteinkalk genannt wird. Die häufig im gebankten Dachsteinkalk anzutreffenden Muschelschalen (aufgrund ihrer Halbmondform genannt Kuhtritte) und die in dünnen Dolomitschichten eingelagerten Algenmatten lassen darauf schließen, dass die Ablagerungen in einem tropischen Flachmeer stattgefunden haben. In einem Zeitraum von ca. 15 Millionen Jahren produzierten die dortigen Organismen Kalk, während sich die Erdkruste kontinuierlich senkte.

Eine andere Art von Dachsteinkalk findet man z. B. am Massiv des Hohen Gölls: Das Gestein besteht aus eingelagerten Korallen, Kalkschwämmen und Kalkalgen, das auf ein vorhandenes Korallenriff mit starker Brandung hindeutet.

1989 wurde im Bereich der Kreide-Tertiär-Grenze der Berchtesgadener Alpen 3 stratigraphisch unabhängige Iridium-Anomalien durch Günther Graup et al. vorgestellt. Dort konnten keine Befunde nachgewiesen werden, die auf einen Impakt hindeuten, wie sie sonst oftmals gefunden werden. Vielmehr deuten die genauen geochemischen Daten auf einen vulkanischen Ursprung hin (u. a. positive Korrelation mit Selen), der in eine Zeit mit Meeresspiegel- und Klimaschwankungen fällt.

Bergbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Haushaltspackungen „Bad Reichenhaller“ Salzprodukte

Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist das einzige, das in den Berchtesgadener Alpen noch aktiven Bergbau betreibt. Als das zugleich älteste aktive Salzbergwerk Deutschlands hat es parallel zu seinem Betrieb bereits seit Jahrhunderten ein Schaubergwerk für Besichtigungen eingerichtet. Das Haselgebirge vor Ort weist einen durchschnittlichen Salzgehalt von 50 Prozent auf, der aber zwischen 0 und 90 Prozent schwanken kann. Das Steinsalz wird nass abgebaut, d. h., es wird mit Bohrspülwerken aus dem umgebenden Mischgestein gelöst. Die in Verbindung mit dem Wasser entstandene Sole wird über eine Soleleitung zur Neuen Saline in Bad Reichenhall transportiert, dort gesiedet und unter der Marke „Bad Reichenhaller“[5] vertrieben.

Am Dürrnberg bei Hallein in Österreich wurde bereits von den Kelten, und damit weit früher als im benachbarten Berchtesgaden, Salz abgebaut. Das Keltenmuseum Hallein präsentiert mit seinen Fundstücken aus dieser Region eine der bedeutendsten Sammlungen von Zeugnissen keltischer Kunst in Europa und gewährt zugleich Einblicke in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation. Nicht zuletzt den Erträgen des Salzbergwerks Hallein verdankte das Fürsterzbistum Salzburg bis zur Säkularisation (1803) seine wirtschaftliche Unabhängigkeit. 1989 wurde das Salzbergwerk nach über 2500 Jahren Salzabbau stillgelegt und findet seither eine Nachnutzung als Schaubergwerk.

In früheren Jahren wurde in den Berchtesgadener Alpen auch Silber, Mangan, Kupfer und Eisenerz abgebaut. So gab es bis 1931 einen Kupferbergbau in Mitterberghütten sowie bis 1977 am Mitterberg bei Mühlbach am Hochkönig.

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalparkinfostelle Klausbachhaus

Bereits 1910 wurde im deutschen Teil des Gebietes der „Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen“ als eines der ersten deutschen Schutzgebiete eingerichtet.[6]

Der Kernbereich der Berchtesgadener Alpen wird vom deutschen Nationalpark Berchtesgaden[7] eingenommen, der seit 1978 besteht.

Der salzburgische Teil wird vom Europa- und Naturschutzgebiet Kalkhochalpen abgedeckt, das 1983 installiert wurde und seit 1997 EU-Schutzgebiet (FFH) ist. Die Schutzzone umfasst 23.647 ha. Als Göll, Hagen-, Hochköniggebirge, Steinernes Meer sind 3.674 ha auch als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Es bestehen auch Überlegungen, die beiden im Rahmen der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein zusammenzuführen, und als ein gemeinsames Nationalparkgebiet zu betreiben.[8]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berghütten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bewirtschaftete und teilweise bewirtschaftete Hütten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kärlingerhaus bei der Almer Wahlfahrt
Biwakschachtel in der Watzmann-Ostwand

Biwakschachteln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Unterstandshütte (2648 m) am Watzmann-Hocheck
  • Ostwand-Biwakschachtel (2380 m) unterhalb des „Massigen Pfeilers“ in der Watzmann-Ostwand
  • Wildalmkirchl-Biwakschachtel (2457 m) nordöstlich unterhalb des Wildalmkirchls im Steinernen Meer

Fern- und Weitwanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Via Alpina, ein grenzüberschreitender Weitwanderweg mit fünf Teilwegen durch die ganzen Alpen, verläuft auch durch die Berchtesgadener Alpen. Der Violette Weg der Via Alpina verläuft mit neun Etappen durch die Berchtesgadener Alpen wie folgt:

  • Etappe A36 von Werfen im Salzachtal zum Arthurhaus
  • Etappe A37 vom Arthurhaus zur Erichhütte
  • Etappe A38 von der Erichhütte nach Maria Alm
  • Etappe A39 von Maria Alm zum Riemannhaus
  • Etappe A40 vom Riemannhaus zum Kärlingerhaus
  • Etappe A41 vom Kärlingerhaus nach Königssee (mit Schifffahrt über den Königssee)
  • Etappe A42 von Königssee nach Engedey bei Berchtesgaden
  • Etappe A43 von Engedey zur Neuen Traunsteiner Hütte
  • Etappe A44 von der Neuen Traunsteiner Hütte nach Unken im Saalachtal

Bergbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden zentralen Massive der Berchtesgadener Alpen, Watzmann- und Hochkalter-Massiv, sind komplett unerschlossen durch Bergbahnen. In den übrigen Gebirgen erschließen die Bahnen überwiegend nur deren Vorgebirge.

Die erste Seilbahnerschließung in den Berchtesgadener Alpen und heute die älteste im Original erhaltene Großkabinenbahn der Welt ist die Predigtstuhlbahn von Bad Reichenhall in das Lattengebirge. Mit der Untersbergbahn verfügt die Gebirgsgruppe über eine weitere öffentlich nutzbare Großkabinenbahn. Diese beiden Bahnen stellen die beiden Ausnahmen dar, in denen in den Berchtesgadener Alpen die Hochlagen von Gebirgsstöcken erschlossen wurden. Lattengebirge und Untersberg sind allerdings die beiden niedrigsten Gebirgsstöcke der Berchtesgadener Alpen.

Die Jennerbahn und die Obersalzbergbahn sind Gondel- bzw. Kabinenbahnen im Bereich des Göllstocks. Im Winter sind auf dem Jenner darüber hinaus mehrere Skilifte in Betrieb.

Die Hirscheckbahn im Hochschwarzeck im Lattengebirge sowie die Sesselbahn auf dem Zinkenkopf (Göllstock) sind Sesselbahnen mit Sommer- und Winterbetrieb. Beide Gebiete sind für den Winterbetrieb zusätzlich mit Schleppliften ausgestattet.

Ebenso liegen die ausschließlich im Winter betriebenen Lifte der Skigebiete Götschen (Lattengebirge), Roßfeld, Obersalzberg (beide Göllstock), Hochkeil (Hochkönig) sowie Teile des Gebiets Hinterthal-Maria Alm in den Berchtesgadener Alpen.

Nicht öffentlich nutzbar ist die Seilbahn Reiteralpe der Bundeswehr in Oberjettenberg. Darüber hinaus gibt es einige kleine Materialseilbahnen, die ausschließlich der Versorgung von Berghütten dienen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Berchtesgadener Alpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hubert Trimmel: Gebirgsgruppengliederung für das österreichische Höhlenverzeichnis. Hrsg.: Verband österreichischer Höhlenforscher. Wien 1962.; WGEV Arbeitsgrundlage 2005/2006. In: Umweltthemen → Wasser. Umweltbundesamt, 2010, abgerufen am 24. Januar 2010 (zur Wassergüte-Erhebungsverordnung; Links auf Liste (PDF; 23 kB), Karte, jew. pdf).
  2. nach Trimmel ist das Untersbergvorland, der Teil des Salzburger Beckens zwischen Saalachmündung und Salzach, der das Stadtgebiet von Salzburg bildet, als Gruppe 1350 eigenständig geführt
  3. Vor 7000 Jahren waren die Alpen weitgehend eisfrei, vgl. wissenstexte.de: Eiszeitalter und Eiszeit.
  4. Hilmar Schmundt: Puzzle aus dem Eis. Der SPIEGEL 21/2005 S. 166, 23. Mai 2005, abgerufen am 13. November 2014.
  5. Bad Reichenhaller, zur Salzmarke, online unter bad-reichenhaller.de
  6. Bundesamt für Naturschutz: Naturschutzgebiete. Abgerufen am 18. Juni 2017.
  7. Nationalpark Berchtesgaden
  8. Gerald Schlager: Das Naturschutzgebiet Salzburger Kalkhochalpen als Teil eines künftigen grenzüberschreitenden Nationalparks Berchtesgaden-Salzburg? In: Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt. 1985, S. 175–207.