Pfarrwerfen

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde, den Ort ebenda siehe Dorfwerfen.
Pfarrwerfen
Wappen von Pfarrwerfen
Pfarrwerfen (Österreich)
Pfarrwerfen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Hauptort: Dorfwerfen
Fläche: 38,15 km²
Koordinaten: 47° 27′ N, 13° 12′ O47.45833333333313.205555555556545Koordinaten: 47° 27′ 30″ N, 13° 12′ 20″ O
Höhe: 545 m ü. A.
Einwohner: 2.212 (1. Jän. 2015)
Bevölkerungsdichte: 58 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5452
Vorwahl: 06468
Gemeindekennziffer: 5 04 16
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfwerfen 4
5452 Pfarrwerfen
Website: www.gemeinde.pfarrwerfen.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Weiß (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(17 Mitglieder)
ÖVP 12, SPÖ 5
Lage der Gemeinde Pfarrwerfen im Bezirk St. Johann im Pongau
Bad Gastein Altenmarkt im Pongau Bad Hofgastein Bischofshofen Dorfgastein Eben im Pongau Filzmoos Flachau (Salzburg) Forstau Goldegg im Pongau Großarl Hüttau Hüttschlag Kleinarl Mühlbach am Hochkönig Pfarrwerfen Radstadt St. Johann im Pongau St. Martin am Tennengebirge Sankt Veit im Pongau Schwarzach im Pongau Untertauern Wagrain (Pongau) Werfen Werfenweng SalzburgLage der Gemeinde Pfarrwerfen im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick ins Salzachtal nach Norden, Dorf Pfarrwerfen und Werfen mit Hohenwerfen, und das Gemeindegebiet an der Tennengebirgssüdostflanke, hinter der Pass Lueg
Blick ins Salzachtal nach Norden, Dorf Pfarrwerfen und Werfen mit Hohenwerfen, und das Gemeindegebiet an der Tennengebirgssüdostflanke, hinter der Pass Lueg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pfarrwerfen ist eine Gemeinde mit 2212 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im Salzburger Land im Bezirk St. Johann im Pongau in Österreich.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Salzachpongau, im Salzachtal links und den Sudwestfuß des Tennengebirges hinauf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Golling an der Salzach (Bez. Hallein/Tennengau) Scheffau am Tennengebirge (Bez. Hallein/Tennengau)
Werfen Nachbargemeinden Werfenweng
Bischofshofen
Golling grenzt nur in einem Punkt an, in der Ofenrinne beim Hochtor

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dorfwerfen und Grub.

Das Gemeindegebiet umfasst neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011):[1]

  • Dorfwerfen (Hauptort, Dorf Pfarrwerfen) – rechts an der Salzach (746)
  • Laubichl – über Dorfwerfen (205)
  • Ellmauthal – links des Fritzbachs am Anfang des Fritztals (176)
  • Dorf – über Laubichl, an der Straße nach Werfenweng (160)
  • Pöham – das Fritztal hinein (234)
  • Grub – über Pöham (116)
  • Maier – über Dorfwerfen gegen das Tennengebirg hin (298)
  • Lehen – über Maier (159)
  • Schlaming – salzachabwärts über Werfen, mit dem Gemeindeanteil am Hochplateau des Tennengebirgs (127)

Einziger Zählsprengel ist Pfarrwerfen.

Geschichte[Bearbeiten]

Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. wurde das Gebiet von Kelten besiedelt, um 200 v. Chr. Teil des Königreichs Noricum, das ab 15 v. Chr. römisch besetzt und um 50 n. Chr. Teil des Römischen Reiches wurde. Nach dessen Teilung wird das heutige Gemeindegebiet um das Jahr 300 Teil von Noricum Ripense. Im 5. Jahrhundert bricht die römische Herrschaft zusammen, 488 befahl Odoaker den Abzug der romanischen Bevölkerung aus Noricum. Im 8.  Jahrhundert begann die systematische Christianisierung (vergl. Geschichte des Christentums in Österreich), die Erzdiözese Salzburg wurde durch Rupert von Salzburg gegründet, 711 erfolgt die Klostergründung "Cella Maximiliana" in Bischofshofen.

Pfarrwerfen wurde 1074 in einem Schenkungsbrief durch Erzbischof Gebhard von Helfenstein erstmals urkundlich genannt (parochia s. Cyriaci, Pfarre zum Hl. Cyriak) und gehörte seit 1398 zum Fürsterzbistum Salzburg.

Mit dem Frieden von Pressburg von 1805 kam Pfarrwerfen mit Salzburg zu Österreich. Am 9. April 1809 begann Österreich einen Krieg gegen Frankreich. Als Folge der österreichischen Niederlage fiel Salzburg vorübergehend an Bayern (Friede von Schönbrunn, 14. Oktober), nach dem Wiener Kongress 1816 kam Salzburg durch den Vertrag von München (14. April) wieder zu Österreich.

Politik[Bearbeiten]

Pfarrwerfen, das Dorf an der Salzach und die Tennengebirgsabdachung

Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Werfen, seit 2003 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Sankt Johann im Pongau.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

12
5
12 
Von 17 Sitzen entfallen auf:

Sitzverteilung seit der Gemeinderatswahl 2014:

Bürgermeister ist Bernhard Weiß von der ÖVP.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Pfarrwerfen

Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben:

In gespaltenem Schild rechts in Silber ein schräglinkes aufrechtes rotes Schwert, darunter gekreuzt mit einem grünen Palmenzweig. Links in Rot ein silberner römischer Meilenstein, belegt mit dem schwarzen Buchstaben "V".

Der römische Meilenstein weist auf die römische Nord-Südverbindung von Juvavum über den Radstädter Tauern nach Süden hin. Das "V" im Meilenstein steht für die Raststation Vocario. Der Palmwedel und das Schwert sind die Zeichen des Hl. Cyriak, des Kirchenpatrons von Pfarrwerfen, der als friedlicher Märtyrer (Palmzweig) durch das Schwert hingerichtet wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pfarrwerfen

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pfarrwerfen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Pfarrwerfen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011 (pdf)
  2. Stationsinformation Pfarrwerfen, ÖBB Scotty.
  3.  Thomas Hochradner, Virgil Waß von Werfenweng: Die Kirchen von Pfarrwerfen · Werfen · Werfenweng. In: Erzdiözese Salzburg, Erzabtei St. Peter (Hrsg.): Christliche Kunststätten Österreichs. 1. Auflage. Nr. 455, St. Peter, Salzburg 1990, Pfarrkirche zum hl. Cyriak in Pfarrwerfen, S. 6 ff. (PDF; 9,14 MB, abgerufen am 1. Mai 2014).
  4. Pfarrkirche zum hl. Cyriak. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  5. Vgl. Pfarrwerfen von Südwesten, erste Hälfte 18. Jahrhundert Gemälde, unbekannter Autor, auf beyars.com, abgerufen 1. Juni 2014.
  6. Freilichterlebnis 7 Mühlen (7muehlen.at)
    Freilichterlebnis "7 Mühlen", in Salzburger Museumsdatenbank online, service.salzburg.gv.at;
    Naturdenkmal 00135 Mühlbachl in Pfarrwerfen, in Salzburger Naturschutzbuch online, service.salzburg.gv.at.