Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften

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Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften ist eine Buchreihe, die wichtige Originalwerke aus allen Bereichen der Naturwissenschaften enthält. Sie wurde 1889 von dem Physikochemiker Wilhelm Ostwald begründet und wird heute im Verlag Europa-Lehrmittel verlegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reihe erschienen zuerst bei Wilhelm Engelmann in Leipzig und dann bei der Akademischen Verlagsgesellschaft in Leipzig und in jüngerer Zeit in Nachdrucken und Neuauflagen bei Harri Deutsch in Frankfurt.

Ziel Ostwalds war es, dem „Mangel an Kenntnis jener großen Arbeiten, auf welchen das Gebäude der Wissenschaft ruht“, abzuhelfen. Der erste Band 1889 war Über die Erhaltung der Kraft (zuerst 1847) von Hermann von Helmholtz. 1894 übernahm der Physiker Arthur von Oettingen von Ostwald die Herausgabe (und blieb bis 1920 Herausgeber, als der Sohn von Ostwald, Wolfgang Ostwald, die Aufgabe übernahm); Ostwald gab aber vorerst weiter die Chemie-Bände heraus, bis er von Richard Abegg abgelöst wurde. Bis 1915 erschienen 195 Bände; dann gab es eine Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg bis 1919. Ab 1919 erschienen sie bei der Akademischen Verlagsgesellschaft, die auch ältere Ausgaben neu band. 1923 erschien der zweihundertste Band (Arbeiten von Wilhelm Ostwald über Katalyse). Von 1938 (Band 244) bis 1954 (Band 245) gab es eine Pause durch den Zweiten Weltkrieg. Die Serie wurde dann durch den Nachfolger der Akademischen Verlagsgesellschaft in der DDR, die Akademische Verlagsgesellschaft Geest & Portig, fortgeführt. Diese wurde ab 1968 mit dem B. G. Teubner Verlag zusammengefügt, der dadurch Mitherausgeber der Reihe war. Der Nachfolger der Akademischen Verlagsgesellschaft in der BRD mit Sitz in Frankfurt am Main gab ebenfalls ab 1965 eine Neue Folge heraus (der Verlag bestand bis 1983), von der sechs Titel erschienen (ab Band 4 im Jahr 1968 erschienen sie bei Vieweg in Braunschweig). Ab 1982 gab es Reprints der alten Reihe vor dem Zweiten Weltkrieg, in Westdeutschland durch den auf Veröffentlichung von wissenschaftlicher Literatur der DDR in der BRD spezialisierten Verlag Harri Deutsch in Frankfurt. Bis 1987 erschienen insgesamt 275 Bände.

Bände bei der Akademischen Verlagsgesellschaft nach dem Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg[1] erschienen bei der Akademischen Verlagsgesellschaft, Harri Deutsch und Europa Lehrmittel (außer Reprints/Neuausgaben der alten Reihe):

Bände bei der Akademischen Verlagsgesellschaft Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier erschienen nur sechs Bände, die als Neue Folge in der Numerierung nicht an die alte Reihe anschlossen:

Es waren noch mehr Bände geplant (wie die Einführung in die Algebra von François Viète, die dann aber 1973 an anderem Ort erschien).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lothar Dunsch (Hrsg.): Ein Fundament zum Gebäude der Wissenschaften. Akademische Verlagsgesellschaft, 1989 (zur Geschichte der Reihe).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Für die Bände vor der Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg siehe Wikisource