Ottilie Klimek

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Ottilie Klimek, Rufname Tillie, Geburtsname Otylia Gburek (* 1876 in Polen; † 20. November 1936 in Chicago) war eine US-amerikanische Serienmörderin in Chicago.[1][2]

Leben[Bearbeiten]

Nach einer mehrwöchiger Schifffreise kam die Familie Gburek aus Polen um 1880 in Chicago an. Im Jahr 1895 heiratete Tillie John Mitkiewicz, der im Januar 1914 verstarb. Einige Wochen danach heiratete die Witwe John Ruszkowski, der bis Mai 1914 lebte. Einige Jahre lebte sie mit den Lebenspartnern Joseph Guszkowski, Joseph Grantkowski und Meyers zusammen. Sie behauptete, den Tod von Haustieren, Nachbarn und Bekannten voraussagen zu können.

Im Jahr 1921 ging sie die Ehe mit Frank Kupczyk ein. Tillie drängte ihn, eine Lebensversicherung abzuschließen, und sagte ihm danach einen baldigen Tod voraus. Sie kaufte einen Sarg im Angebot für 30 Dollar auf Vorrat, den sie mit Einverständnis der Vermieterin im Keller der Wohnung an 924 North Winchester bis zum Tod des Ehemanns 1921 aufbewahrte. Als er verstarb, heiratete sie 1921 Anton Klimek. Die Eheleute schlossen ein Testament ab, in dem sie sich gegenseitig als Erben einsetzten.

Als kurz darauf der Gesundheitszustand Anton Klimeks sich zunehmend verschlechterte, brachten ihn seine Verwandten in ein Krankenhaus, wo nach einer Magenuntersuchung die Arsenvergiftung diagnostiziert wurde. Tillie Klimek erstattete eine Selbstanzeige und gab lediglich die letzte Vergiftung zu. Sie wurde 1922 verhaftet, der verstorbene Frank Kupczyk exhumiert, wonach eine tödliche Vergiftung mit Arsen festgestellt wurde. Als die Polizei Tillie Klimek und ihre Cousine Nellie Kulik verhaftete sowie 20 verdächtige Todes- und Krankheitsfälle im polnischen Wohnviertel untersuchte, erschienen in den örtlichen Zeitungen Schlagzeilen über die Blaubart-Clique.

Tillie Klimek wurde im März 1923 in Chicago zur lebenslänglicher Haft, dem höchsten Strafmaß, das gegen eine Frau in Cook Country Courthouse ausgesprochen wurde, verurteilt und ist am 20. November 1936 im Gefängnis verstorben.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Adam Selzer: Tillie Klimek's Many Victims. Mysterious Chicago Blog, 24. Februar 2012, abgerufen am 17. Juli 2014 (englisch).
  2. Karen J Lambert: Ottilie „Tillie“ Gburek Klimek. 2. Dezember 2012, abgerufen am 17. Juli 2014 (englisch).