Otto Kneitinger

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Otto Kneitinger

Otto Kneitinger (* 18. Oktober 1954 in Abensberg) ist ein Abensberger Geschäftsmann und ehrenamtlich in der kommunalen Politik als CSU-Stadtrat aktiv. Außerdem ist er Abensberger Judoka und war nach seiner aktiven Zeit als Sportler national und international in der Sportpolitik aktiv.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Besuch der Volksschule in Abensberg absolvierte er die mittlere Reife in der Realschule des Kloster Plankstetten. Nach einer Lehre als Konditor in München, dem Militärdienst bei der Luftwaffe in Rottenburg und absolvierter Meisterprüfung als Konditor, übernahm er 1982 das Konditorei Cafe Kneitinger in Abensberg. Otto Kneitinger ist seit 1979 verheiratet mit seiner Frau Luise, geborene Ostermeier und hat drei Söhne, Sebastian, Andreas und Stefan. Nach dem Bau des Altstadthotels Kneitinger in Abensberg 1997 und der Gründung der Firma Ippon-Shop, einem Fachhandel für Kampfsportprodukte im Jahr 2000, war er bis 2016 exklusiver Distributer der Firma Adidas in 11 Ländern Europas. 2015 wurde das zweite Altstadthotel Kneitinger in Abensberg eröffnet. 2018 gründete er aufgrund der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen und umweltfreundlichen Lösungen für die Einweg- und Verpackungsindustrie, mit drei befreundeten Gesellschaftern die Firma Hope Tree International, welche von der Bundesrepublik Deutschland als Projekt zur Vermeidung von Fluchtgründen im Senegal begleitet wird. Zum Abschluss seiner beruflichen Laufbahn errichtete er von 2019 bis 2020 im Zentrum von Abensberg auf dem "Hintermeieranwesen" eine Wohnanlage mit 18 Einheiten, im Baustil angepasst an die historische Altstadt seiner Heimatstadt Abensberg. Im Jahr 2020 ging er in den beruflichen Ruhestand und übergab die Geschäfte an zwei seiner Söhne.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein größtes Hobby war der Judosport welchen er mit 14 Jahren beim TSV Abensberg begann. Als aktiver Sportler war er erfolgreicher Kämpfer und 10 Jahre aktives Mitglieder der Bundesligamannschaft seines Heimatvereines. Mit der Übernahme des elterlichen Geschäftes beendete er seine sportliche Laufbahn und unterstützte den Gründer der Judoabteilung Kurt Hinz als Kindertrainer und stellvertretender Abteilungsleiter von 1980 bis 1987. Ende 1987 übernahm er das Amt als Abteilungsleiter, welches er bis Ende 2016 innehatte. In dieser Zeit formte er die Judoabteilung zu einem der erfolgreichsten Judovereine in Europa, was sich mit 20 Deutschen Meisterschaften in der Bundesliga und sieben 7 Titeln in der Judo-Championsleague niederschlug. In seiner Zeit als "Mister Judo" holte Ole Bischof eine Gold und Silbermedaille bei den Olympischen Spielen, Michael Jurack die Bronzemedaille, ebenso wie Andreas Tölzer und Dimitri Peters, welche mit Bronze von den Olympischen Spielen nach Hause kehrten. Welt und Europameister waren für den TSV Abensberg regelmäßig auf der Matte. Der Ruf als "Macher im Judosport" brachte ihm nationale und Internationale Anerkennung, weshalb er 16 Jahre als Bundesligareferent im Vorstand Deutscher Judo-Bund alle deutschen Spitzenvereine vertrat. Der heutige Weltpräsident Marius Vizer holte ihn im Jahr 2000 als Vizepräsident zur Europäischen Judounion. Beide starteten damals die erfolgreiche Umwandlung der EJU in einen modernen europäischen Verband. 2012 schied er aus dem Amt aus und wurde zum Ehrenvizepräsidenten ernannt. 2002 erhielt er vom Freistaat Bayern den Sportpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. Im Jahr 2020 bat ihn Europas Präsident Sergey Soloveitchik noch einmal um Übernahme des Amtes als Vizepräsident Europäische Judo-Union, was im Dezember des gleichen Jahres vom Kongress bestätigt wurde. Um dem Judosport in seiner Heimatstadt ein professionelles Umfeld zu ermöglichen gründete er im Laufe der Jahre den Judoförderverein, das Judo-Leistungs Internat e.V., sowie die Abensberger Sport Werbe GmbH. Der Bau des Judozentrums, die „Josef Stanglmeier Halle“ war durch seine Initiative mit der Josef Stanglmeier Stiftung entstanden und war die Grundlage für einen professionellen Trainingsbetrieb in Abensberg.

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die politische Karriere begann früh mit 17 Jahren als Stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union in Abensberg. Danach kehrte er der Politik den Rücken und konzentrierte sich ausschließlich auf Beruf und Sport.

Als Quereinsteiger kam er auf Wunsch von Bürgermeister Uwe Brandl zurück und kandidierte im Alter von 54 Jahren für den Stadtrat von Abensberg. Otto Kneitinger war dann von 2008 bis 2020 Stadtrat der Stadt Abensberg.

Er fungierte 12 Jahre als Sportreferent, im Bauausschuss und im Hauptverwaltungsausschuss.

Nach seinem Ausscheiden 2020 wurde ihm der goldene Ehrenring, die höchste Auszeichnung der Stadt Abensberg verliehen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002 Sportpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten
  • 2008 Ehrenamtsmedaille des Freistaates Bayern
  • 2009 Ehrenpräsident der Judoabteilung des TSV Abensberg
  • 2012 Ehrenvizepräsident Europäische Judo-Union
  • 2013 Ehrenmitglied TSV Abensberg
  • 2018 Ehrenpreis der Mittelbayerischen Zeitung – Lebenswerk
  • 2020 Goldener Ehrenring der Stadt Abensberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]