Ouargla

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ورقلة
ⵡⴰⵔⴳⵕⴰⵏ
Ouargla
Ouargla (Algerien)
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Koordinaten 31° 57′ N, 5° 19′ OKoordinaten: 31° 57′ N, 5° 19′ O
Basisdaten
Staat Algerien

Provinz

Ouargla
Höhe 135 m
Einwohner 133.024 (2008[1])

Ouargla (arabisch ورقلة, DMG Warqala, tamazight ⵡⴰⵔⴳⵕⴰⵏ) ist die Hauptstadt der algerischen Provinz Ouargla, 800 km südlich von Algier gelegen. Die Universitätsstadt hat über 133.000 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter wohnten in der Stadt die Stämme der Magrawa und Ghardaia friedlich zusammen. Die Stadt gehörte den Reichen der Ibaditen und Charidschiten an und war vor allem für ihren Sklavenhandel bekannt.

Die Stadt ist von fünf kleinen Oasen umgeben, Beni Thour, Sidi Khouiled, Chott, Ruwaysat Said Otba und N'goussa, in denen zusammengenommen etwa eine Million Palmen wachsen. Die Oasen werden durch etwa 60 m tiefe artesische Brunnen bewässert, von denen es mehr als 800 in der Region Ouargla gibt.

Sehenswert ist die restaurierte Altstadt La Lasbah mit ihrem typischen arabischen Markt, dem Souk, und die Moschee „al-Masjid al-Atiq“.

Im Südwesten der Altstadt hat sich in der französischen Kolonialzeit ein Europäerviertel gebildet, in den anderen Stadtteilen leben Nachfahren von Nomaden, die sich dort niederließen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Landwirtschaft ist Ouargla ein Zentrum der Ölindustrie, obwohl die Ölfelder etwas von der Stadt entfernt liegen.

Neben Dattelpalmen werden Melonen angebaut, die mit leicht salzigem Wasser aus einem nur etwa 2 m tiefliegenden Wasserhorizont bewässert werden. Das Trinkwasser der tieferen Schichten wird nicht für die Landwirtschaft verwendet.

In der Stadt haben sich Firmen angesiedelt, die die umgebenden Erdölfelder ausbeuten. Die Ölfelder um Hassi Messaoud im Wilaya Ouargla machen etwa 20 % der Ölfelder Algeriens aus[2], woraus sich die wirtschaftliche Bedeutung der Region für das Land erschließt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen 2008. (englisch)
  2. K. Schliephake: Erdöl und regionale Entwicklung. Dt. Inst. für Afrika-Forschung, Hamburg 1975, S. 44.