Oxapampa

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Hauptplatz mit der Holzkirche Santa Rosa
Oxapampa
-10.965555555556-75.6719444444441814Koordinaten: 10° 58′ S, 75° 40′ W
Karte: Peru
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Oxapampa

Oxapampa auf der Karte von Peru

Basisdaten
Staat Peru
Region Pasco
Stadtgründung 30. August 1891[1]
Einwohner 12.826 
Detaildaten
Fläche 982.04[1]
Höhe 1814 m
Stadtgliederung 7
Zeitzone UTC-5

Oxapampa ist eine peruanische Stadt und die Hauptstadt der Provinz Oxapampa. Die Stadt hat 12.826 Einwohner.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Oxapampa liegt auf 1800 m ü. NN in der Yunga-Höhenzone umgeben von üppigen Bergwäldern. Das Klima ist tagsüber heiß und feucht. Die Nächte sind relativ kühl.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Oxapampa stammt aus dem Quechua und setzt sich aus den Wörtern Stroh bzw. Gras (que. Ocsha) und Ebene (que. Panpa) und entspräche daher dem deutschsprachigen Wort Wiese.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Oxapampa wurde im 19. Jahrhundert von österreichischen und deutschen Siedlern aus Pozuzo im Siedlungsgebiet der indigenen Yanesha gegründet.[2][3] Im 20. Jahrhundert migrierten zudem zahlreiche Kroaten in das zentralperuanische Dorf.

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Erste Besiedlung[Bearbeiten]

Die ersten Einwohner im heutigen Oxapampa waren native Stammesgruppen der Yaneshas oder Amueshas. Im Westen grenzten sie an das Stammesgebiet der Campas und Ashanincas; im Osten und Nordosten ans Gebiet der Cashibos. Diese ethnischen Gruppen lebten als Nomaden oder Halbnomaden. Mitte des 17. Jahrhunderts kamen erstmals franziskanische Mönche in die Gegend und begann mit ihrer missionarischen Tätigkeit. Sie errichteten Missionen in Chanchamayo (La Merced), Perené, Huancabamba, Gran Pajonal und Alto Ucayali.

Rebellion und Kolonisation[Bearbeiten]

1742 begann Juan Santos Atahuallpa verschiedene Stammesgruppen zwischen Jauja und Tarma zu vereinen und organisierte einen Aufstand gegen die spanische Kolonisation und Evangelisation der Missionare. Auch die Truppen des spanischen Vizekönigs konnten den Aufstand nicht niederschlagen. Während 13 Jahren verteidigte Atahualpa das zentrale Tiefland erfolgreich gegen Eindringlinge. Der legendäre Führer stammte nach unbestätigten Angaben von Nachfahren der Inkafamilien in Cuzco, wurde von Jesuiten aufgezogen und beherrschte mehrere Sprachen. Er hatte sogar die Gelegenheit mit einem seiner Jesuitenlehrer nach Spanien zu fahren. Nach seinem mysteriösen Tod zwischen 1755 und 1756 herrschten noch lange indianische Stämme über das Gebiet. Erst 1780 wagten es Misionare und Händler wieder ins Tiefland vorzudringen.

Österreichisch deutsche Kolonisation[Bearbeiten]

In der Zeit der Republik begann die Kolonistion von Pozuzo durch österreichische und deutsche Siedler. Unter der Führung des Barons Damian Schütz von Holzhausen, wurde mit dem peruanischen Präsidenten Ramón Castilla ein Vertrag zur Kolonisation des zentralen Tieflandes unterzeichnet. Holzhausen verpflichtete sich 10'000 Siedler nach Peru zu bringen. 1857 verliessen 200 Tiroler und 100 Deutsche aus der Region Preussen unter der geistlichen Führung des Priesters Joseph Egg für immer ihr Heimatland. In einer mehrmonatigen Reise mit dem Schiff Norton erreichten die Kolonisten Peru. Nach der anstrengenden Reise mussten die Ankömlinge aber noch die Anden überqueren und sahen sich mit der Tatsache konfrontiert, dass die peruanische Regierung den Weg vom Hochland nach Pozuzo nicht gebaut hatte. Trotz dem schweren Anfang kamen schliesslich 1889 rund 170 Kolonisten in Pozuzo an und begannen das Gebiet dauerhaft zu besiedeln. Das enge Tal in Pozuzo war schwierig zu bewirtschaften und das Klima war heiss und feucht. Eine Gruppe mehrheitlich deutscher Kolonisten suchten nach neuen Gebieten, die weniger heiss und einfacher zu bewirtschaften waren. Sie gelangten ins heutige Oxapampa und gründeten am 30. August 1891 die neue Kolonie.

Neuere Geschichte[Bearbeiten]

1943 wird von La Merced her eine Strasse gebaut und beendet die mehr als 100 jährige Isolation der Kolonisten. Die Strasse eröffnet neue Möglichkeiten, vor allem für die Holzwirtschaft und verwandelte das Gebiet in einer der grössten Holzlieferanten in Peru. Der Holzboom war allerdings von kurzer Dauer, da die nutzbaren Wälder bald abgeholzt waren. Ab 1955 beginnen im Teil Pichis und Palcazú Firmen mit der Ölförderung. Auch dieser Eingriff ist mit Umweltschäden und sozialen Unruhen der Yanesha und Ashaninca Stammesgruppen verbunden. In den 80er Jahren steigt das Umweltbewusstsein und am 28 Juni 1986 wird ein Gebiet von 122'000 ha zum Nationalpark erklärt. Neben dem Nationalpark Yanachaga Chemillen folgen weitere Schutzgebiete mit grosser Biodiversität wie z.B. der Schutzwald San Matías – San Carlos. 2010 prämiert die UNESCO die Bemühungen und erklärt die Region zum Biosphärenreservat Oxapampa-Asháninca Yánesha.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Kirche Santa Rosa befindet sich im Zentrum der Stadt. Sie wurde 1940 von Franziskanern erbaut.
  • Die Mission Quillazú ist eine der ältesten des Landes und wurde 1880 von Franziskanern gegründet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Beschreibung der Stadt auf der Website der Provinz Oxpampa
  2. Siegfried Moll: "Peru wollte deutsche Einwanderer – Teil I", Traunsteiner Tagblatt 28/2007
  3. Siegfried Moll: "Peru wollte deutsche Einwanderer – Teil II", Traunsteiner Tagblatt 29/2007