P.O.D.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
P.O.D.
P.O.D. Logo.svg

Traa Daniels, Wuv Bernardo, Marcos Curiel, Sonny Sandoval
Traa Daniels, Wuv Bernardo, Marcos Curiel, Sonny Sandoval
Allgemeine Informationen
Genre(s) Nu Metal, Christlicher Metal, Crossover, Rap Metal, Post Grunge, Alternative Metal
Gründung 1992
Website www.payableondeath.com
Gründungsmitglieder
Paul „Sonny“ Sandoval
Gitarre, Gesang
Marcos Curiel (bis 2003, seit 2007)
Schlagzeug, Gesang
Noah „Wuv“ Bernardo
Bass, Gesang
Mark „Traa“ Daniels
Aktuelle Besetzung
Gesang
Paul „Sonny“ Sandoval
Noah „Wuv“ Bernardo
Bass, Hintergrundgesang
Mark „Traa“ Daniels
Lead-Gitarre, Hintergrundgesang
Marcos Curiel (bis 2003, seit 2007)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre, Gesang
Jason Truby (2003–2006)
Bass
Gabe Portillo (1992–1993)

P.O.D. ist eine christliche Nu-Metal-Band mit Reggae-Einflüssen aus San Diego, Kalifornien (USA).

P.O.D. steht für „Payable on death“ (zahlbar im Todesfall) und bezieht sich einerseits auf die gleichlautende Klausel am Ende von US-amerikanischen Lebensversicherungen, andererseits auch auf Jesus Christus.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge in den 1990er Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 lernten sich Marcos Curiel (Gitarre) und Noah „Wuv“ Bernardo (Schlagzeug) über einen gemeinsamen Freund kennen. Sie betätigten sich schon damals bei Gelegenheit gemeinschaftlich musikalisch in einer Garage, bildeten allerdings noch keine wirkliche Band. Irgendwann kam Gabe Portillo als Bassist hinzu, verließ die Band allerdings bald wieder. Im selben Jahr starb die Mutter von Bernardos Cousin Sonny Sandoval an Leukämie. Dieser war durch dieses Ereignis sehr deprimiert. Bernardo fragte ihn deshalb, ob er die Rolle des Liedsängers in ihrer im Entstehen begriffenen Band übernehmen wolle. Obwohl Sandoval eigentlich überhaupt kein Metal mochte, sondern eher Rap hörte, stimmte er zu. In relativ kurzer Zeit erlangten die drei Musiker einen guten Ruf in der lokalen Metal-Szene und unternahmen kleinere Tourneen. Ihr Einkommen bestritten sie vorwiegend durch den Verkauf von T-Shirts bei ihren Gigs. Als Portillo sich an einer kleineren Tour nicht beteiligen konnte, verpflichteten seine Bandkollegen den Bassisten Traa Daniels als zeitweilige Vertretung, der Portillo schließlich auch als festes Bandmitglied ersetzte. Ohne sich lange auf die Suche nach einem Plattenvertrag zu begeben, gründeten sie mit Hilfe von Bernardos Vater gleich ihr eigenes Label Rescue Records und veröffentlichten darauf zwei Studio- und ein Live-Album. Die Scheiben verkauften sie wie auch die T-Shirts von ihrem kleinen Tourbus aus nach ihren Auftritten. Für den Song Selah auf ihrem zweiten Independence Release drehten sie sogar einen kurzen Videoclip. Diese Alben verkauften sich um die 40.000 Mal, was die Aufmerksamkeit der großen Labels auf sich zog.

Erstes Major Label – Schnelle Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

P.O.D. kam bei Atlantic Records unter Vertrag. Bereits ihre erste Veröffentlichung bei Atlantic namens The Fundamental Elements of Southtown war ein großer Erfolg. Die Songs wurden in verschiedenen Filmen als musikalische Untermalung verwendet (z. B. in Little Nicky). 2001 kam dann Satellite in die Läden – bisher ihr größter Erfolg. Die Singles Alive und Youth of the Nation schafften in mehreren Ländern hohe Chartplatzierungen. Auch von diesem Album fanden einige Songs Verwendung als Hintergrundmusik in Film und Werbungen (z. B. Boom).

P.O.D. mit Jason Truby als Gitarrist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 verließ der Gitarrist und Mitgründer Marcos Curiel die Band, kurze Zeit nachdem sie am 17. Februar beim deutschen Schallplattenpreis Echo als Sieger in der Kategorie „Bester internationaler Alternative-Act“ hervorgegangen war. Da P.O.D. aber bereits versprochen hatten, einen Song als Soundtrack für Matrix Reloaded zu produzieren, musste innerhalb kurzer Zeit ein Ersatzgitarrist gefunden werden. Sie entschieden sich für den langjährigen Freund und ehemaligen Living Sacrifice-Gitarristen Jason Truby. Dieser stieg sofort ein und in dieser neuen Besetzung entstand Sleeping Awake. Im selben Jahr kam ebenfalls noch ein neues Album heraus, das den Namen Payable on Death trug. Es konnte jedoch nicht an den Erfolg von Satellite anknüpfen. Diese Platte war um einiges melodiöser und softer als ihre Vorgänger. Im Anschluss an die Veröffentlichung dieses Albums tourte die Band unter anderem mit Linkin Park.

Anfang 2005 wurde auf der Website ein neues Album angekündigt. Es gab immer wieder Videos, die einen Einblick in die Produktion verschafften. Allerdings schien nicht alles so zu laufen, wie es sollte: Die Veröffentlichung wurde immer weiter hinausgeschoben. Hieß es zuerst noch, die CD solle im Herbst 2005 auf den Markt kommen, wurde bald klar, dass das Album nicht mehr vor Silvester erhältlich sein würde. Aber da man die Fans nicht so lange auf neues Material warten lassen wollte, veröffentlichte P.O.D. im November die auf 40.000 Stück limitierte Warriors EP Vol. 2. Darauf befanden sich zwei Demosongs, ein Coversong, zwei Live-Aufnahmen und ein Reggae-Song. Noch bevor das neue Album mit dem Namen Testify in die Läden kam, wurden drei Lieder in voller Länge veröffentlicht: Lights out, Goodbye for Now und Roots in Stereo. Testify kam in Deutschland am 27. Januar 2006 in den Handel. Die CD enthält dreizehn Stücke, die erste Single heißt Goodbye For Now.

Im Jahr 2006 produzierte die Band außerdem den Song Booyaka 619, der ihrem Freund, dem Profiwrestler Rey Mysterio, gewidmet ist.

Alter Gitarrist – Neues Label[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. August 2006 wurde per Infomail bekannt gegeben, dass P.O.D. Atlantic Records verlassen hat. In der E-Mail hieß es, sie seien stolz gewesen, bei Atlantic unter Vertrag zu sein, aber es sei einfach nicht mehr derselbe Ort wie früher. Es sei Zeit, wieder mit neuer Crew zu träumen und daher gingen sie mit dankbaren Herzen.

Im November wurde Greatest Hits: The Atlantic Years veröffentlicht, welches 16 Stücke umfasst, die in der Zeit bei Atlantic Records entstanden sind, sowie Going in Blind als neues Lied.

Am 20. Dezember 2006 gab die Band auf ihrer Homepage bekannt, dass Gründungsmitglied Marcos Curiel wieder der Band beigetreten ist. Ob Jason Truby bleibt, war vorerst unklar. Truby erklärte aber Ende des Jahres in einer Infomail an die Warriors, d. h. die P.O.D.-Fans, seinen Ausstieg bei P.O.D. und bedankte sich für die drei Jahre, die er mit P.O.D. verbracht hatte.

Am 2. Februar 2007 unterschrieb die Band einen neuen Plattenvertrag mit Columbia Records. Das nächste Album ist am 8. April 2008 erschienen und heißt When Angels and Serpents Dance.

Am 16. Dezember 2009 wurde bekanntgegeben, dass Arbeiten für ein neues Album begonnen haben, das im Laufe des Jahres 2010 erscheinen sollte. Aufgrund diverser weiterer Beschäftigungen der Bandmitglieder erschien es erst 2012 (Murdered Love). Produzent war wie bei den ersten drei Major-Alben Howard Benson.[2] Im Juli 2011 veröffentlichte die Band mit On Fire ein neues Lied zum freien Download auf ihrer Seite, welches eine Vorschau für das neue Album sein soll.[2] Anfang Oktober 2011 wurde auf der Homepage bekannt gegeben, dass man bei Razor and Tie unterschrieben hat.[3] Die erste Single war Lost in Forever.

2014 veröffentlichte die Band ihr lang ersehntes Unplugged-Studioalbum SoCal Sessions.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

P.O.D. wurden bereits sechs Mal für einen Grammy nominiert und haben zahlreiche Platin-Auszeichnungen für ihre Alben erhalten, vor allem für das Album Satellite aus dem Jahr 2001.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4][5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1994 Snuff the Punk
300! 300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 25. Januar 1994
1996 Brown
300! 300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 1996
1999 The Fundamental Elements of Southtown
300! 300! 300! 300! 51 Platin
(47 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. August 1999
2001 Satellite
5 Gold
(32 Wo.)
5
(31 Wo.)
11 Gold
(24 Wo.)
16 Gold
(13 Wo.)
6 3-fach Platin
(71 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. September 2001
2003 Payable on Death
30
(2 Wo.)
47
(2 Wo.)
31
(3 Wo.)
300! 9 Gold
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. November 2003
2006 Testify
54
(2 Wo.)
57
(2 Wo.)
64
(3 Wo.)
300! 9
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Januar 2006
2008 When Angels and Serpents Dance
300! 300! 300! 300! 9
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. April 2008
2012 Murdered Love
300! 300! 300! 300! 17
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Juli 2012
2015 The Awakening
300! 300! 300! 300! 75
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. August 2015

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Payable on Death Live
  • 2008: Rhapsody Originals
  • 2014: SoCal Sessions (Unplugged)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2006 Greatest Hits: The Atlantic Years
300! 300! 300! 300! 152
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. November 2006
  • 2009: 20th Century Masters - The Millennium Collection: The Best of P.O.D.

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: The Warriors EP
  • 2005: The Warriors EP Vol. 2

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[4][5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2001 Alive
Satellite
16
(11 Wo.)
11
(16 Wo.)
51
(11 Wo.)
19
(6 Wo.)
41
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Juli 2001
2002 Youth of the Nation
Satellite
5
(12 Wo.)
11
(17 Wo.)
16
(15 Wo.)
36
(2 Wo.)
28
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. Dezember 2001
Boom
Satellite
83
(3 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 14. Mai 2002
2003 Sleeping Awake
Matrix Reloaded O.S.T.
55
(5 Wo.)
300! 30
(6 Wo.)
42
(2 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 26. Mai 2003
Will You
Payable on Death
300! 300! 68
(1 Wo.)
68
(2 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 22. September 2003
2005 Goodbye for Now
Testify
76
(3 Wo.)
300! 300! 300! 48
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. November 2005
Gastsängerin: Katy Perry

weitere Singleveröffentlichungen

  • 1999: Southtown
  • 2000: Rock the Party (Off the Hook)
  • 2000: School of Hard Knocks
  • 2002: Satellite
  • 2004: Freedom Fighters (Promo)
  • 2004: Change the World
  • 2005: Sounds Like War (Promo)
  • 2004: The San Diego Chargers Anthem (Promo)
  • 2006: Lights Out
  • 2006: Going in Blind
  • 2008: Addicted
  • 2008: Shine with Me
  • 2011: On Fire
  • 2012: Lost in Forever
  • 2012: Higher
  • 2013: Beautiful

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interviewaussage von Bernardo im CCM, zitiert in musicianguide.com - P.O.D. Biography, aufgerufen am 12. August 2008
  2. a b Exclusive Download of New Single “On Fire” (Memento vom 4. Juni 2012 im Internet Archive), payableondeath.com, 23. Juli 2011.
  3. P.O.D. signs new multi-album deal with razor and tie (Memento vom 15. April 2012 im Internet Archive), payableondeath.com, 6. Oktober 2011.
  4. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  5. a b Auszeichnungen: DE CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: P.O.D. – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien