Linkin Park

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Linkin Park
Aktueller Schriftzug
Aktueller Schriftzug
Linkin Park (2009)
Linkin Park (2009)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Alternative Metal[1],
Nu Metal,
Crossover,
Post-Grunge[2],
Electro Rock,
Electro Pop[3]
Gründung 1996 (als Xero),
1999 (als Hybrid Theory),
1999 (als Linkin Park)
Website www.linkinpark.com
Gründungsmitglieder
Mark Wakefield (bis 1998)
Mike Shinoda
Lead-Gitarre,
Hintergrundgesang,
Studio-Bass
Brad Delson (außerdem Studio-Bass: 2000, Studio-Keyboard: 2008–2010)
E-Bass, Hintergrundgesang
David „Phoenix“ Farrell (bis 1998, seit 2001, außerdem Studio-Synthesizer: 2008–2010)
DJ,
Studio-Hintergrundgesang
Joseph „Joe“ Hahn
Schlagzeug,
Studio-Hintergrundgesang
Rob Bourdon
Aktuelle Besetzung
Gesang,
Studio-Gitarre
Chester Bennington (seit 1999, außerdem Studio-Rhythmus-Gitarre: 2006/2007, 2008–2010)
Rap, Rhythmus-Gitarre, Keyboard, Klavier, Hintergrundgesang, Gesang
Mike Shinoda
Lead-Gitarre,
Hintergrundgesang,
Studio-Bass,
Studio-Keyboard
Brad Delson (außerdem Studio-Bass: 2000, Studio-Keyboard: 2008–2010)
E-Bass,
Hintergrundgesang,
Studio-Synthesizer
David „Phoenix“ Farrell (bis 1998, seit 2001, außerdem Studio-Synthesizer: 2008–2010)
DJ,
Studio-Hintergrundgesang
Joseph „Joe“ Hahn
Schlagzeug,
Studio-Hintergrundgesang
Rob Bourdon
Ehemalige Mitglieder
E-Bass
Kyle Christener (1998–1999)
Live-Unterstützung und Session-Musiker
E-Bass
Ian Hornbeck (Studio-Bass: 2000)
E-Bass
Scott Koziol (Studio-Bass: 2000, Bass: 2000–2001)

Linkin Park ist eine im Jahr 1996 in Los Angeles gegründete Band, die zumeist dem Crossover oder Nu Metal zugeordnet wird. Hohe Chartplatzierungen unter anderem in den USA und Deutschland, massives Airplay, verschiedene gewonnene Musikpreise und anhaltende Unterstützung durch Massenmedien und Fans sind die Gründe dafür, dass Linkin Park heute als eine der bekanntesten und bestverkaufenden Rockbands gilt.

Werdegang[Bearbeiten]

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Entstehung und Namensänderung (1996–1999)[Bearbeiten]

Mike Shinoda und Brad Delson kannten sich schon aus der Highschool. Ein 1991 gemeinsam besuchtes Konzert der Thrash-Metal-Band Anthrax zusammen mit der Hip-Hop-Gruppe Public Enemy sollte das Schlüsselerlebnis für die Gründung einer Band sein.

Ehemaliges Hybrid-Theory-Logo vor der Umbenennung in Linkin Park

Shinoda und Delson holten sich infolgedessen Rob Bourdon als Schlagzeuger hinzu, später stieß Joseph Hahn – der mit Shinoda Kunst studierte – zur Band. David Farrell, ein Mitbewohner von Delson, komplettierte die Band vorläufig. Sänger der Band war zuerst Mark Wakefield, der allerdings nach dem Einspielen einer Demo die Band wieder verließ. Die Bandmitglieder suchten nach einem wandlungsfähigen Nachfolger, den sie über Delsons Kontakt zu Jeff Blue in Chester Bennington fanden. Sie baten ihn, ihr Demo einzusingen und Bennington schloss sich drei Tage lang in einem kleinen Studio ein, um dies zu tun. Er spielte der Band das Demo über Telefon vor und wurde so Mitglied der Band. Bennington kündigte seine Arbeit und zog mit seiner Frau von Arizona nach Kalifornien, um sich voll auf die Band konzentrieren zu können. Linkin Park hießen bei ihrer Gründung 1996 noch Xero. Erst nach dem Hinzukommen von Bennington im Jahre 1999 benannte man sich in Hybrid Theory um, was später auch der Titel des ersten Albums werden sollte. Aufgrund möglicher rechtlicher Probleme (es existierte schon eine andere Band unter diesem Namen) wurde eine zweite Umbenennung vorgenommen und man einigte sich auf Linkin Park.

Dieser Name geht auf den Lincoln Park in Santa Monica zurück, welcher heute aber eine andere Bezeichnung trägt. Aufgrund der Tatsache, dass es unzählige Lincoln Parks in den USA gibt, wurde die anfangs überregional unbekannte Band laut eigener Aussage häufig für eine neue Nachwuchsgruppe aus der Gegend gehalten und kam auf diese Weise schnell zu Aufmerksamkeit.

Die Abwandlung der Schreibweise in Linkin Park war rein pragmatischer Art, denn die Band wollte sich eine .com-Domain sichern. Erleichtert wurde diese Entscheidung dadurch, dass man Lincoln Park in Kalifornien tatsächlich wie Linkin Park ausspricht.

Erstes Album und schnelle Erfolge (1999–2002)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hybrid Theory

Die noch Hybrid Theory benannte Band nahm 1999 ihre erste EP mit dem Titel Hybrid Theory EP auf, welche heute als Sammlerstück gilt. Nach der Umbenennung in Linkin Park bekam die Band einen Plattenvertrag von Warner Brothers/WEA angeboten, welchen sie annahmen.

Die aus dem Album Hybrid Theory stammende erste Singleauskopplung One Step Closer der bis dahin unbekannten Band wird zu einem riesigen Erfolg: Schon vier Wochen vor ihrer offiziellen Veröffentlichung läuft der Song bei allen US-Major-Radiosendern auf Heavy Rotation. One Step Closer wurde außerdem zum Soundtrack des Filmes Das Experiment, erschienen bei WEA.

Das Album schaffte es im Zuge dessen direkt in die Top 20 der Billboard-Charts und wurde schon nach drei Wochen vergoldet. Auf der folgenden Tour als Vorband für die Deftones konnten Linkin Park auch vor großem Publikum überzeugen und erhielten wohlwollende Kritiken.

Im Spätsommer 2001 erreichte die zweite Single Crawling Platz 14 der deutschen Charts und verhalf so der Band zu ihrer ersten europäischen Headliner-Tour.

Wegen ihres Erfolges sollten Linkin Park gleich auf den großen Festivals spielen. Bevor es jedoch dazu kam, erkrankte Chester Bennington an Reflux und die Konzerte mussten kurzfristig ausfallen. So mussten auch die angesetzten Termine bei Rock am Ring und Rock im Park abgesagt werden. Nach einer geglückten Operation konnte der Sänger wieder auftreten.

Alleine von ihrem Debüt Hybrid Theory konnten Linkin Park über 15 Millionen Einheiten absetzen, davon weit mehr als 500.000 Stück in Deutschland.

Reanimation und Meteora (2002–2005)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Reanimation (Album) und Meteora (Album)

Im Jahr 2002 veröffentlichte die Band das Album Reanimation, ein hauptsächlich auf Hybrid Theory basierendes Remix-Album. Auf vielen Liedern kollaborierte Linkin Park mit anderen Musikern und Rappern. Die Namen der einzelnen Lieder leiteten sich von den Namen ihrer Vorlagen her, so wurde z.B. aus Forgotten der Titel Frgt/10.

Im Jahre 2003 erschien mit Meteora das zweite Studioalbum, das zu einem der erfolgreichsten Alben 2003 avancierte. Im selben Jahr ging Linkin Park mit Metallica auf Tour, eine Live-DVD/-CD mit dem Namen Live in Texas erschien. Linkin Park legten im Folgenden eine kurze Pause ein, in welcher sich einzelne Bandmitglieder auf verschiedene Nebenprojekte konzentrierten: So veröffentlichte beispielsweise Mike Shinoda mit Fort Minor ein Hip-Hop-Album.

Im Rahmen der Reihe MTV Mash Up entstand 2004 ein gemeinsames Projekt mit Rapper Jay-Z. Auf dem erschienenen Album Collision Course wurden jeweils verschiedene Lieder der beiden Künstler miteinander verwoben. Das Video zum mit einem Grammy ausgezeichneten Lied Numb/Encore wurde beim New Yorker Konzert gedreht.[4]

Minutes to Midnight (2005–2008)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Minutes to Midnight
Linkin Park-Logo (2007-2010)
neues Linkin Park-Symbol

Im Dezember 2005 bestätigte Bandmitglied Mike Shinoda, Co-Produzent von Linkin Parks drittem Studioalbum zu sein. Als Hauptproduzent fungiert Rick Rubin.

Im August 2006 traten Linkin Park als Vorband von Metallica auf dem „Summer Sonic“-Festival in Japan auf. Sie stellten dabei das bislang unveröffentlichte Lied Qwerty und Reading My Eyes (vom Xero-Mixtape) vor. Reading My Eyes ist bis heute nur über den rein für Fanclubmitglieder erhältlichen Sampler Linkin Park Underground V6.0 erhältlich. Das Stück Qwerty findet man auf den Undergroundalben Songs from the Underground und A Decade Underground wieder.

Das Album Minutes to Midnight erschien in Deutschland am 11. Mai 2007, mit What I’ve Done wurde vorab zum 4. Mai eine Maxi weltweit veröffentlicht. Das Album zeigt die Band, wie zuvor mehrmals angekündigt, stilistisch stark verändert. Die Nu-Metal- und Crossoverelemente sind nur noch sporadisch zu vernehmen und die Musik geht insgesamt mehr in Richtung Alternative Rock. Der sonst charakteristische Wechselgesang zwischen Bennington und Shinodas Raps ist ebenso gewichen und wird nur noch auf einem einzigen Lied (Bleed It Out) derart eingesetzt. Die Texte der neuen Lieder setzen sich auch mit aktuellen politischen Geschehnissen auseinander, so wird in Hands Held High der Irakkrieg kritisiert, in The Little Things Give You Away das Verhalten der amerikanischen Regierung beim Hurricane Katrina angeprangert, No More Sorrow richtet sich gegen George W. Bush.[5]

Im Sommer 2007 spielten Linkin Park unter anderem als Headliner auf den Festivals Rock am Ring, Rock im Park und dem Live-Earth-Konzert in Chiba (Japan). Aus einer Kollaboration mit Busta Rhymes entstand das Stück We Made It, das als Promo-Single für dessen Album Back on My B. S. veröffentlicht wurde, auf dem Album selbst jedoch nicht zu hören ist.

A Thousand Suns (2008–2011)[Bearbeiten]

Hauptartikel: A Thousand Suns

Im Jahre 2009 veröffentlichte Linkin Park das Album Songs from the Underground. In diesem Album erschien auch der Song QWERTY, der vorher nur für Mitglieder des Fanclubs Linkin Park Underground erhältlich war. Am 18. Mai 2009 erschien die Maxi New Divide als Titellied zum Film Transformers – Die Rache. Bereits zum ersten Transformers-Film steuerten Linkin Park das Lied What I've Done bei. Zum Erdbeben in Haiti 2010 steuerten Linkin Park den Titel Not Alone dem Album Download to Donate bei.[6]

Am 8. September wurde das erneut von Rick Rubin und Mike Shinoda produzierte Album A Thousand Suns veröffentlicht. Anfang August erschien mit The Catalyst die erste Vorab-Single.[7] Am 2. September verschickten Linkin Park exklusiv den Song Wretches and Kings an alle Leute, die das Album über die offizielle Webseite vorbestellt hatten.[8] Zudem wurde am 3. September die zweite Single Waiting for the End angekündigt, die ab 7. September im Radio zu hören war.[9]

Vierte Single und gleichzeitig der Titelsong zu Transformers 3 wurde Iridescent. Zudem traten sie am 4. Juli bei dem iTunes Festival 2011 auf, wovon sie dann auch auf iTunes eine EP veröffentlichten. Bei dem Auftritt spielten sie auch den Song Rolling in the Deep von Adele.

Living Things und Recharged (2011–2013)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Living Things und Recharged

Im Juni 2011 kündigte Chester Bennington an, dass an einem weiteren, fünften Studioalbum gearbeitet werde. Dem Magazin Kerrang! erzählte er, dass für jenes wieder eine neue musikalische Stilrichtung angestrebt wird. Seiner Meinung nach könnte diese wohl polarisierend sein.

Wie auch bei den letzten zwei Alben, Minutes to Midnight und A Thousand Suns, ist Rick Rubin wieder Produzent. Er sagte, dass es für den aktuellen Zeitpunkt in der Entwicklung im Vergleich zu den anderen Alben einen bedeutenden Fortschritt gebe. Es werde sich typischerweise einmal in der Woche getroffen, um über Songs zu reden, die die Band entwickelt hat.[10]

Außerdem verriet Bennington dem Rolling Stone im Juli, dass für weitere Alben ein 18-Monate-Rhythmus angestrebt werde und er erschreckt sein würde, wenn 2012 kein Album erscheinen würde. Es werde weiterhin neues Material produziert, auch während Tourneen.[11]

Im März 2012 sagte Brad Delson, dass das Album für Mitte des Jahres geplant sei. Die Vorabsingle Burn It Down wurde am 16. April 2012 veröffentlicht.[12]

Am 15. April 2012 gab Mike Shinoda auf seinem Blog bekannt, dass das Album Living Things heißen wird.[13] Einen Tag darauf veröffentlichten sie das Albumcover und gaben auch bekannt, dass das Album am 26. Juni erscheinen wird. Das Album soll wieder mehr persönliche Themen ansprechen.[14] Am 25. Juni wurde das Berliner Konzert aus dem Admiralspalast vom 5. Juni in einer Spezialübertragung in mehr als 500 US-Kinos gezeigt.[15]

Am 12. September 2013 verkündeten sie das Erscheinen eines Remix-Albums mit dem Namen Recharged, das in Deutschland am 25. Oktober erschien. Darauf befinden sich Remixes von Songs aus Living Things, sowie der Titel A Light That Never Comes, den sie zusammen mit dem DJ Steve Aoki produzierten und als Vorabsingle veröffentlichten. Mike Shinoda sagte zwar, dass er ursprünglich nicht vorhatte nach Reanimation noch ein Remix-Album zusammenzustellen, dass die zahlreichen Neuinterpretationen die Band nun doch dazu bewegt hätten.[16] Die Remixes auf Recharged reichen von House über Dubstep zu Hip-Hop Neuinterpretationen. Ebenfalls am 12. September erschien ihr Videospiel LP Recharge, über das ihre Fans die neue Single freispielen konnten.[17]

The Hunting Party (seit 2013)[Bearbeiten]

Hauptartikel: The Hunting Party (Album)

Als sechstes Studioalbum wurde am 13. Juni 2014[18] The Hunting Party veröffentlicht. Ebenfalls im Sommer 2014 findet die Carnivores-Tour mit Thirty Seconds to Mars als Co-Headliner sowie AFI statt. Der Name leitet sich von Shinodas Meinung ab, dass Rockmusik heutzutage zu herbivorisch, also zu „soft, unbestimmt und gleichgültig“ geworden sei, was er gerne ändern wolle.[19] Dementsprechend soll das Album auch das bisher „lauteste“ werden. Vor allem werden die Gitarren und das Schlagzeugspiel intensiviert.[20] Der Sänger Page Hamilton (Helmet) und die beiden bekannten Gitarristen Daron Malakian (System of a Down, Scars on Broadway) und Tom Morello (Rage Against the Machine) liefern zudem Gastbeiträge.[21] Nachdem zuletzt Rick Rubin dreimal Musikproduzent für Linkin Park war, wird diesmal Mike Shinoda selbst das Album produzieren.[22]

Die Vorabsingle Guilty All the Same, die zusammen mit dem Rapper Rakim entstand, ist seit dem 7. März 2014 als Download erhältlich.[23] Die zweite Single Until It’s Gone wurde am 6. Mai 2014 veröffentlicht, in Deutschland ist sie seit dem 30. Mai erhältlich. Auch Wastelands und Rebellion (feat. Daron Malakian) erschienen vorzeitig.

Musikalischer Stil[Bearbeiten]

Linkin Park werden aufgrund ihres Crossovers von Rock und Metal mit Hip-Hop-Elementen und Electronica[24][25][26] häufig dem Alternative Metal[27] bzw. Alternative Rock[28] oder Nu Metal[29][25][30] zugeordnet.

Großen Raum nimmt in Linkin Parks Musik das Zusammenspiel der beiden Vokalisten Bennington und Shinoda ein. Bennington agiert dabei als Lead-Sänger, Shinoda übernimmt die Rap-Parts und tritt erstmals auf dem dritten Album Minutes to Midnight (2007) als Sänger in Erscheinung. Mit diesem Album erweiterte die Band ihre musikalische Bandbreite, nur noch auf vereinzelten Songs waren Raps zu hören.[31][32]

Auf dem 2010 folgenden A Thousand Suns nutzte Linkin Park vermehrt elektronische Drumbeats, das Album gilt als Wendepunkt der Band hin zu einem Electronica-lastigeren Ansatz.[33][34] Living Things ist ebenso elektronisch geprägt, erscheint durch weitere Einflüsse aber in Gesamtsicht wieder härter.[35][36]

Erst mit dem 2014 erschienenen The Hunting Party bewegt sich die Musik wieder mehr in Richtung Alternative Metal.[37][38]

Erfolg und Rezeption[Bearbeiten]

Seit der Jahrtausendwende hat keine andere Band mehr Albumspitzenplätze in den USA verbuchen können als Linkin Park.[24] Der von Linkin Park vollzogene steile Aufstieg ab ihrem 2000 veröffentlichten Debütalbum wurde von Fans und Kritikern oft kritisch begleitet.

Galt Hybrid Theory noch „als gelungener Drahtseilakt zwischen Kunst und Kommerz“, der die Band auch für den Mainstream interessant machte[39], so ließen wegen des „offensichtlichen Pop-Appeals und der damit einhergehenden Hysterie pubertierender weiblicher Fans“[40] bei umjubelten Auftritten bei Top of the Pops und ähnlichen Formaten Vorwürfe, die Band sei nur ein weiteres kommerzielles Produkt für den Massenmarkt, nicht lange auf sich warten.[41][39] Eine starke Präsenz in Jugendmagazinen wie der Bravo[41] führte dazu, dass der Musikgruppe schnell ein „Stigma der Boygroup des NuMetal“[40] anhaftete.

Mit Meteora brachten Linkin Park ein Album auf den Markt, das sich musikalisch kaum vom Vorgänger abhob und als „Nummer-sicher-Kopie … wie ein berechnetes Produkt“[42][43] anmutete und damit erneut „kommerziell wie nichts Gutes“[44] als auch „zu keiner Sekunde … künstlerisch wertvoll“[42] war. laut.de kategorisierte das Album als „Fastfood-Nu-Metal“, das Kritikern, die der Band Ausverkauf vorwarfen, in die Hände spiele.[43]

Mit Minutes to Midnight sei die „Anbiederung an den Pop-Mainstream dramatisch“[45] ausgefallen. Die Lieder seien „schön radio- und kinderzimmertauglich“[46] und die „bis ins kleinste Detail glattgebürsteten Tracks“ als reiner „Wegwerfartikel“ zu verstehen.[45] Spiegel Online greift den vielfach zu vernehmenden Vorwurf „Dreck, weil zu kommerziell“ bezüglich des Albums aus dem Jahr 2007 jedoch derart auf, als dass sie diesen Angriff auch schon für die beiden vorhergehenden Veröffentlichungen für begründet halten.[46] Neider werden „ihr Feindbild in Linkin Park wieder bestätigt sehen, weil Massenkompatibilität und Authentizität für viele einen Gegensatz darstellen.“[47][40]

Das charakteristische Zusammenspiel der beiden Sänger sei im Laufe der Jahre zu einem formelhaften „einer schreit, einer rappt“ verkommen: „Linkin Park haben tatsächlich genau ein Songwriting-Konzept. … Wenn Chester Bennington über grausig altbackene Akkordfolgen brüllt ist Refrain, wenn Mike Shinoda rappt ist langweilig, weil es meistens immer noch nach Abzählreimen klingt. Das war bei Hybrid Theory auch schon so, ließ aber dennoch eine sehr bewegende weil tiefgreifende Emotionalität erspüren – oder wenigstens vermuten.“ Selbst gelungenere Songs kämen nicht über die Ebene des Zitats anderer bedeutender Bands hinaus.[47]

Visions erklärte den Erfolg der Band hierdurch, dass Linkin Park die Band sei, die die Bedürfnisse ihrer Fans immer am zuverlässigsten erfülle. Der Radiorock der Band sei geprägt von den „härtesten weichen Gitarren der Welt“.[48]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Linkin Park wurde eine Vielzahl von Musikauszeichnungen verliehen, eine kleine Auswahl soll im Folgenden angeführt werden:

  • Echo
    • 2002: für „beste internationale Band“
    • 2008: für „beste internationale Band“
    • 2011: für „beste Gruppe Rock/Alternative international“
    • 2013: für „beste Gruppe Rock/Alternative international“
  • MTV EMA
    • 2002: für Best Rock
    • 2002: für Best Group
    • 2004: für Best Rock
    • 2007: für Best Band
    • 2009: für Best World Stage Live-Performance[49]
    • 2010: für Bester Live-Act
    • 2011: für Best Rock
    • 2012: für Best Rock
    • 2013: für Best World Stage
    • 2014: für Best Rock
  • MTV Video Music Award
    • 2002: für Best Rock Video (In the End)
    • 2003: für Best Rock Video (Somewhere I Belong)
    • 2004: für Viewer´s Choice Award (Breaking the Habit)
    • 2008: für Best Rock Video (Shadow of the Day)
  • Grammy
    • 2002: für Best Hardrock (Crawling)
    • 2006: für Numb/Encore als Best Rap/Sung Collaboration mit Jay-Z
  • World Music Award
    • 2002: Best Selling Rock Group
    • 2003: Best Selling Rock Group
    • 2007: Best Selling Rock Group
  • MTV Video Music Awards Japan 2005 als Best Group Video (Breaking the Habit) und Best Collaboration Video (Numb/Encore)
  • SoundScan/Billboard als Bestverkaufende Band des Jahrzehnts

Music for Relief[Bearbeiten]

Hauptartikel: Music for Relief

Music for Relief ist eine 2004 von Linkin Park ins Leben gerufene Hilfsorganisation. MFR wird auch von namhaften Bands und Musikern wie zum Beispiel KoRn oder Jay-Z unterstützt.

Bandmitglieder[Bearbeiten]

Chester Bennington[Bearbeiten]

Hauptartikel: Chester Bennington
Chester Bennington beim MTV Asia Aid im Jahr 2005

Chester Charles Bennington wurde am 20. März 1976 in Phoenix (Arizona) geboren. Bennington stieß 1998 zu Linkin Park, als sie noch Xero hießen, nachdem er zuvor bei Grey Daze gesungen hatte. Er gab daraufhin seinen Job als Kellner auf, um sich vollkommen auf die Band konzentrieren zu können.

Chester Bennington ist heute das Aushängeschild von Linkin Park und hat viele insbesondere jugendliche Fans.

Mike Shinoda[Bearbeiten]

Hauptartikel: Mike Shinoda
Mike Shinoda während eines Interviews 2006

Mike Shinoda wurde am 11. Februar 1977 in Agoura Hills (Kalifornien) geboren. Sein vollständiger Name ist Michael Kenji Shinoda, seine Spitznamen „Shinnizle“ und „The Glue“. Shinodas Mutter ist Amerikanerin , sein Vater ist japanischer Abstammung. Nach dem Besuch der heimischen Highschool und des College absolvierte Shinoda ein „Illustration and Graphic Design“-Studium am Art Center College of Design in Pasadena, USA, um anschließend als Grafiker tätig zu sein. Shinoda hat mit The Shinoda Imprint seine eigene kleine Plattenfirma.

Brad Delson[Bearbeiten]

Brad Delson live auf der Projekt Revolution Tour 2007
Hauptartikel: Brad Delson

Bradford „Brad“ Phillip Delson wurde am 1. Dezember 1977 in Agoura Hills (Kalifornien) geboren; er wird oft „Big Bad Brad“ oder kurz „BBB“ gerufen. Unter diesem Pseudonym schreibt er auch Autogramme.

Als Markenzeichen in der Band gelten seine voluminösen Kopfhörer, die er bei jedem Konzert trägt.

Delson ist – wie auch Rob Bourdon – gläubiger Jude. Delson ist seit September 2003 verheiratet.

Rob Bourdon[Bearbeiten]

Rob Bourdon während der Tour zu Meteora

Rob Bourdon wurde am 20. Januar 1979 in Calabasas (Kalifornien) unter seinem vollen Namen Robert Gregory Bourdon geboren.

Zum Schlagzeug kam Rob Bourdon aufgrund seiner Begeisterung nach einem Aerosmith-Konzert, das er aus nächster Nähe betrachten durfte. Nebenbei beschäftigt sich Rob Bourdon privat auch mit dem Klavier. Den ersten Kontakt zu einem seiner heutigen Bandmitglieder hatte er mit Brad Delson, mit welchem er schon in der Band Relative Degree zusammen spielte.

Das Rolling Stone Magazine setze Bourdon 2007 auf Platz 3 der Besten Schlagzeuger aller Zeiten.

David „Phoenix“ Farrell[Bearbeiten]

David Farrell (r., Vordergrund) und Joe Hahn (l., Hintergrund) live in Stockholm 2007

David Michael Farrell wurde am 8. Februar 1977 in Plymouth (Massachusetts) geboren, im Alter von fünf Jahren zog er nach Mission Viejo in Kalifornien, wo er später auf die anderen Bandmitglieder traf. Sehr häufig wird Farrells Spitzname „Phoenix“ benutzt.

Farrell spielt bei Linkin Park den Bass, beschäftigt sich in seiner Freizeit aber auch mit Violine, Cello und Gitarre. Seine ersten musikalischen Schritte unternahm er auf der Gitarre, welche ihm von seiner Mutter näher gebracht wurde. Rob Bourdon lernte David Farrell im Rahmen seiner ersten Band Tasty Snax kennen.

Auf dem ersten vollen Album Hybrid Theory ist Farrell nicht zu hören und auch auf der CD-Hülle nicht zu sehen, da er zu dieser Zeit sein Studium beendete. Nach einer Tour mit Tasty Snax und der Veröffentlichung des ersten Albums wurde er allerdings wieder Teil der Band und komplettierte sie somit.

David Farrell ist seit dem 28. Dezember 2002 verheiratet. Er konvertierte vom Katholizismus zum Protestantismus.

Joseph „Joe“ Hahn[Bearbeiten]

Joseph Hahn wurde am 15. März 1977 in Glendale (Kalifornien) geboren, seine Eltern stammen aus Korea. Meist wird er nur „Joe“ genannt, in seiner Funktion als Produzent tritt er als „Mr. Hahn“, auf dem Album Reanimation auch als „Chairman Hahn“ in Erscheinung.

Hahn ist in der Band als DJ tätig und sowohl für Samples als auch Scratches zuständig.

Er führt Regie bei fast allen Videoclips der Band (u. a. In the End, Somewhere I Belong, Numb, Breaking the Habit, What I’ve Done, Shadow of the Day, New Divide, The Catalyst und Burn It Down) und steuerte Spezialeffekte für Akte X und die Dune-Serie bei. Mit der Literaturverfilmung Mall, nach dem gleichnamigen Roman von Eric Bogosian, debütierte er 2014 als Regisseur mit einem Langspielfilm.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Linkin Park/Diskografie

Literatur[Bearbeiten]

  • Billy Dancer: Linkin Park: The Unauthorised Biography in Words and Pictures. Chrome Dreams, 2001, ISBN 9781842401590
  • Steve Baltin, David Fricke, Greg Watermann: From the Inside: Linkin Park’s Meteora. Bradson Press, 2004, ISBN 9780960357413

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Linkin Park – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLinkin Park: Biography. allmusic, abgerufen am 21. August 2009 (englisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLinkin Park: Biography. allmusic, abgerufen am 21. August 2009 (englisch).
  3. http://www.monstersandcritics.de/artikel/201036/article_181811.php/CD-Kritik-A-Thousand-Suns-Alternative-Rock-Elektro-von-Linkin-Park hier mal Electropop (oder Techno)
  4. Laut.de: collision course
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMinutes to Midnight review. RollingStone.com, abgerufen am 5. August 2009.
  6. musicforrelief.org
  7. LINKIN PARK: New Album Title, Release Date Announced. blabbermouth.net, 8. Juli 2010, abgerufen am 12. August 2015 (englisch).
  8. Wretches And Kings Release (Memento vom 6. September 2010 im Internet Archive)
  9. Waiting For The End – zweite Single
  10. Rick Rubin über das fünfte Studioalbum
  11. Interview von Rolling Stone
  12. Warner Music Group: Burn It Down am 16. April 2012 als Downloadsingle
  13. Mike Shinoda über Burn It Down und Living Things
  14. Bericht des NME
  15. Linkin Park Celebrates Release of New Album with Cinema Concert Event
  16. focus.de: „Recharged“: Die Social-Media-Könige von Linkin Park treten zur Seite 23. Oktober 2013 (abgerufen am 26. Oktober 2013)
  17. spin.com: Hear Linkin Park and Steve Aoki's 'A Light That Never Comes' on Facebook 12. September 2013 (abgerufen am 22. September 2013)
  18. Deutsche Musikdatenbank, 16. Mai 2014
  19. A Response to „Rock Music Sucks Now and It’s Depressing“ by Linkin Park’s Mike Shinoda http://pigeonsandplanes.com/ 9. September 2013 (abgerufen am 5. März 2014)
  20. Interview mit Chester Bennington (YouTube)
  21. altwire.net: First Impressions of Linkin Park’s “The Hunting Party”
  22. First Linkin Park 2014 Studio Update mikeshinoda.com 3. Februar 2014 (abgerufen am 5. März 2014)
  23. Guilty All the Same iTunes (Memento vom 25. Juli 2014 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2014
  24. a b SWR3: Living Things ist das fünfte US-Nr.-1-Album für Linkin Park, 7. Juli 2012, abgerufen am 26. Juli 2015.
  25. a b Linkin Park at about.com, 11. July 2010
  26. allmusic.com: Biography Linkin Park, abgerufen am 2. August 2015
  27. Linkin Park hits the X in January, 15. November 2010
  28. Linkin Park Biography on Yahoo! Music, 14. June 2013
  29. Linkin Park review at Popmatters, 26. August 2010
  30. Top Ten Nu-Metal Bands, 10. September 2004
  31. Linkin Park – Minutes To Midnight, abgerufen am 27. Januar 2008
  32. metacritic.com: Minutes To Midnight, abgerufen am 27. Januar 2008
  33. Linkin Park – A Thousand Suns, 17. September 2010
  34. Linkin Park – A Thousand Suns2. Januar 2012
  35. Review: Linkin Park – LIVING THINGS, abgerufen am 2. June 2013
  36. Linkin Park: 'Our last album was bonkers'21. März 2012
  37. Linkin Park – The Hunting Party, 19. June 2014
  38. Linkin Park, 'The Hunting Party' - Album review, abgerufen am 14. Juni 2014
  39. a b Plattentests.de: „Linkin Park – Reanimation“, Juli 2002
  40. a b c sallys.net: „Linkin Park – Don't mess with the Masses“, März 2007 (Memento vom 21. Juni 2010 im Internet Archive)
  41. a b fan-lexikon.de: „Linkin Park“, Stand 2007
  42. a b Amazon.de: Review zu Meteora von Boris Kaiser
  43. a b laut.de: Linkin Park – Meteora
  44. Plattenreview zu „Minutes to Midnight“ auf allschools.net (Memento vom 6. April 2008 im Internet Archive)
  45. a b cdstarts.de: Plattenkritik „Minutes to Midnight“, Mai 2007
  46. a b spiegel.de: „Abgehört“ vom 15. Mai 2007
  47. a b FOCUS online: Plattenkritik: Linkin Park – „Living Things: Die unerträgliche Seichtigkeit des Schrei’ns“, 23. Juni 2012, abgerufen am 26. Juli 2015.
  48. Daniel Gerhardt: Linkin Park - Living Things. In: VISIONS, Ausgabe 233, August 2012, S. 96.
  49. MTV Europe Music Awards: Beyoncé räumt ab. spiegel.de, 5. November 2009, abgerufen am 12. August 2015.