PLAGE

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PLAGE ist ein Apronym und bezeichnet die Salzburger Plattform gegen Atomgefahren. Die Mitglieder der PLAGE nennen sich „PLAGEgeister“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die PLAGE wurde am 20. Mai 1986, kurz nach der Katastrophe von Tschernobyl (26. April 1986), als Salzburger Plattform gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf gegründet. Bis 1987 wurden 120.000 Salzburger Unterschriften gegen die Wiederaufarbeitungsanlage gesammelt (insgesamt knapp 900.000 Einwendungen, davon aus Österreich 453.000). Im Frühjahr 1989 fiel die Entscheidung, dass die Wiederaufbereitungsanlage nicht gebaut wird. Nach dem WAA-Aus 1989 wurde die Plattform umbenannt in Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE).

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987 erhielt die PLAGE den Umweltpreis des Landes Salzburg.
  • 1988 und 1999 sammelte PLAGE 400.000 Unterschriften gegen das Kernkraftwerk Temelín.
  • 1990 spendete die PLAGE medizinische Geräte und Medikamente im Wert von über 2 Mio. Schillinge für die Opfer von Tschernobyl.
  • 1991 wurde die PLAGE mit dem Konrad-Lorenz-Preis ausgezeichnet.
  • 1991 entstand das längste Transparent der Welt gegen das AKW Temelín. Das 10,6 km lange Zeichen des Widerstandes wurde von Týn nach Temelín abgerollt. 1993 erfolgte der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.
  • 1997 entdeckte PLAGEgeist Thomas Neff radioaktiv strahlende Tachometerscheiben in Lokomotiven der ÖBB. Durch sein konsequentes Handeln erreichte er zusammen mit den ÖBB die Umstellung auf ungefährliche Tachometerscheiben und die Sanierung der „strahlenden“ Arbeitsplätze. ÖBB-Belegschaft und Neff erhielten dafür den Umweltpreis des Landes Oberösterreich 1998.
Der Zaun des Anstoßes am Mozartplatz in Salzburg ()
  • 2000 "Zaun des Anstoßes" bzw. "Wackersdorf-Widerstand-DenkMal" auf dem Mozartplatz in Salzburg [1][2][3]
    Das 2,5 m hohe „Wackersdorf-DenkMal“ in dem Originalteile des berüchtigten „Bauzauns“ um die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf verarbeitet sind, wurde von einem Oberpfälzer entworfen und von zwei Mitarbeitern des Salzburger Bauhofes konstruiert (DenkMal-Kosten ca. 5.500 €). Am 20. Juli 2000 (Festspieleröffung) wurde es zwischen Mozartsteg und Mozartplatz enthüllt. Anwesend waren u. a. Hans Schuierer (ehem. Landrat von Schwandorf), Josef Reschen (ehem. Bürgermeister von Salzburg) und Bürgermeister Heinz Schaden. Ministerpräsident Edmund Stoiber war eingeladen.
    „Der Zaun des Anstoßes“ ist den mündigen Bürgerinnen und Bürgern, aktiven Politikern, Persönlichkeiten von Robert Jungk bis Erzbischof Karl Berg und dem „Unbekannten Chaoten“ gewidmet.
  • 2021 Veröffentlichung der plage Analyse 2021, die sich kritisch mit EURATOM auseinandersetzt.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wackersdorfdenkmal (Memento des Originals vom 10. Mai 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.plage.cc – (PLAGE – Plattform gegen Atomgefahren Salzburg)
  2. Das WAAhnMal (Memento des Originals vom 2. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.plage.cc (PDF; 5,1 MB) – (PLAGE-News, 12. Juli 2000)
  3. Wackersdorfdenkmal - (PLAGE)
  4. Julia Bohnert: plage Analyse 2021. (PDF) EURATOM. Eine Sonderwirtschaftszone für die Atomenergie. Im Schatten der Öffentlichkeit. In: www.plage.at. PLAGE, Juli 2021, S. 28, abgerufen am 15. Juli 2021.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]