Parkway Drive

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Parkway Drive

Parkway Drive bei Rock am Ring, 2018.
Allgemeine Informationen
Herkunft Byron Bay, New South Wales,
Australien
Genre(s) Metalcore
Gründung 2003
Website www.parkwaydriverock.com
Aktuelle Besetzung
Winston McCall
Luke Kilpatrick
Gitarre
Jeff Ling
Jia O’Connor (seit 2006)
Ben Gordon
Ehemalige Mitglieder
Bass
Brett Versteeg (bis 2004)
Bass
Shaun Cash (2004–2006)

Parkway Drive ist eine australische Metalcore-Band aus Byron Bay in New South Wales. Die Band gründete sich im Sommer 2003 und hat bislang sechs Studioalben veröffentlicht, von denen zwei Platz eins der australischen Albumcharts erreichten. Fünf der sechs Studioalben erhielten in Australien eine Goldene Schallplatte. 2010 und 2018 wurde die Band mit dem ARIA Music Award in der Kategorie Best Hard Rock or Heavy Metal Album ausgezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parkway Drive wurde im Sommer 2003 gegründet. Kurze Zeit später erschien eine Split-CD mit I Killed the Prom Queen, und im selben Jahr spielte die Band auf der Byron-Bay-Hardcore-Compilation What We’ve Built. 2004 wurde die erste EP Don’t Close Your Eyes bei Resist Records aus Sydney veröffentlicht. Im Mai 2005 nahmen sie mit Adam Dutkiewicz, dem Gitarristen von Killswitch Engage, ihr Debüt-Album Killing with a Smile auf. Seit August 2006 vertreibt Epitaph Records Killing with a Smile in den Vereinigten Staaten. Shaun Cash verließ Parkway Drive Ende 2006 aus familiären Gründen und blieb der Band weiterhin freundschaftlich verbunden. Als Ersatz stieß Jia O’Connor zur Band. Jia hatte vorher als Merchandise-Verkäufer für Parkway Drive gearbeitet und konnte zum Einstieg in die Band noch nicht Bass spielen.[1]

Im Jahr 2007 wurde mit Horizons das zweite Studioalbum der Band veröffentlicht. Mitte 2009 kam die DVD Parkway Drive auf den Markt. Diese enthält Livemitschnitte, ein Livekonzert und Hintergrundinfos der Band. Im April 2010 beendete die Band die Aufnahmen für ihr nächstes Album Deep Blue. Das neue Songmaterial wurde in Los Angeles mit dem Produzenten Joe Barresi (Queens of the Stone Age, Bad Religion, Tool) aufgenommen. Das Album enthält 13 Lieder und ist am 25. Juni 2010 erschienen. Auf dem Album befindet sich eine Neuaufnahme des Titels Hollow Man von der Split-CD What We’ve Built, die auf Deep Blue nur noch Hollow heißt. Marshall Lichtenwaldt, Sänger der Band The Warriors, mit denen Parkway Drive schon mehrere Touren absolvierten, hat in diesem Lied einen Gastauftritt.[2] Hollow ist jedoch eher als Fortsetzung von Hollow Man zu verstehen. Der Text ist zwar komplett verschieden, jedoch erinnert Hollow in seiner Struktur und an mehreren Stellen an das Original Hollow Man.

Im Oktober 2012 veröffentlichte Parkway Drive ihr viertes Studioalbum Atlas. Es stieg in Australien auf Platz 3 der Albumcharts ein. In Deutschland erreichte das Album mit Platz 22 seine Höchstposition. Der Videoclip Dark Days wurde am 11. September veröffentlicht.[3] Die anschließende Tour führte durch Australien, Neuseeland und Europa, darunter sechs deutsche Städte (Hamburg, Berlin, Oberhausen, Wiesbaden, München und Dresden).[4] Der Support bei der Europa-Tour waren Emmure, The Word Alive und Structures.[5]

Am 25. September 2015 erschien das Album Ire. Eine Deluxe-Version von Ire erschien am 15. Juli 2016, die neben den schon bekannten elf Liedern zwei neue Lieder (Devil’s Calling und Into the Dark) und einen Remix von A Deathless Song enthält. Nach knapp drei Jahren Pause wurde am 4. Mai 2018 das Album Reverence veröffentlicht und stieg direkt in die Top 5 der deutschen Albumcharts ein und konnte sich über mehrere Wochen dort halten. Am 27. März 2020 ist der gleichnamige Soundtrack zum vorab erschienenen Kinofilm Viva the Underdogs veröffentlicht worden. Auf diesem sind neben Live-Mitschnitten des Auftritts vom Wacken 2019 auch drei remixte Versionen vom vorherigen Album Reverence erschienenen Titeln auf deutsch zu finden.[6]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parkway Drive sind bekannt für ihre zahlreichen und harten Breakdowns, die Verwendung von Soli und den Verzicht auf den Metalcore-typischen Clean-Gesang, welcher nur in wenigen alten Songs zu finden ist und ab dem Album Killing with a Smile vollends verschwand. Auf die Frage hin, ob sie Hard- oder Metalcore spielen, sagte Sänger Winston McCall, dass der Sound eher ins Metalcore-Schema passe, er sich aber zur Hardcore-Szene zugehörig fühle und nie viel mit Metal zu tun gehabt habe. Seit dem 2015 erschienenen Album Ire hat sich der Stil der Band vom reinen Metalcore entfernt und wurde vielschichtiger.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US  AU
2005 Killing with a Smile
Epitaph Records
AU39
Gold
Gold

(1 Wo.)AU
Erstveröffentlichung: 12. September 2005
Verkäufe: + 35.000[7]
2007 Horizons
Epitaph Records
AU6
Gold
Gold

(3 Wo.)AU
Erstveröffentlichung: 6. Oktober 2007
Verkäufe: + 35.000[7]
2010 Deep Blue
Epitaph Records
DE46
(1 Wo.)DE
AT68
(1 Wo.)AT
CH84
(1 Wo.)CH
US39
(2 Wo.)US
AU2
Gold
Gold

(6 Wo.)AU
Erstveröffentlichung: 25. Juni 2010
Verkäufe: + 35.000[7]
2012 Atlas
Epitaph Records
DE22
(2 Wo.)DE
AT33
(1 Wo.)AT
CH57
(1 Wo.)CH
UK48
(2 Wo.)UK
US32
(2 Wo.)US
AU3
Gold
Gold

(4 Wo.)AU
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 2012
Verkäufe: + 75.000[7]
2015 Ire
Epitaph Records
DE8
(2 Wo.)DE
AT11
(1 Wo.)AT
CH12
(1 Wo.)CH
UK23
(1 Wo.)UK
US29
(2 Wo.)US
AU1
Gold
Gold

(4 Wo.)AU
Erstveröffentlichung: 25. September 2015
Verkäufe: + 35.000[7]
2018 Reverence
Epitaph Records
DE3
(11 Wo.)DE
AT6
(8 Wo.)AT
CH3
(6 Wo.)CH
UK14
(1 Wo.)UK
US35
(1 Wo.)US
AU1
Gold
Gold

(8 Wo.)AU
Erstveröffentlichung: 4. Mai 2018
Verkäufe: + 35.000[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AIR Awards
Jahr Kategorie für Resultat
2010 Best Independent Hard Rock or Punk Album Deep Blue Gewonnen
2013 Best Independent Hard Rock or Punk Album Atlas Nominiert
2021 Best Independent Heavy Album or EP Viva the Underdogs Nominiert
ARIA Music Awards
Jahr Kategorie für Resultat
2010 Best Hard Rock or Heavy Metal Album Deep Blue Gewonnen[9]
2016 Best Hard Rock or Heavy Metal Album Ire Nominiert[10]
2018 Best Hard Rock or Heavy Metal Album Reverence Gewonnen[11]
2020 Best Hard Rock or Heavy Metal Album Viva the Underdogs Nominiert[12]
J Awards
Jahr Kategorie für Resultat
2012 Australian Album of the Year Atlas Nominiert[13]
2015 Australian Album of the Year Ire Nominiert[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Parkway Drive – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.allschools.de/tag/parkway-drive
  2. http://www.laut.de/Parkway-Drive/Deep-Blue-(Album)
  3. http://www.metalunderground.com/news/details.cfm?newsid=84367
  4. FestivalsUnited.com: Parkway Drive Tour 2012. Abgerufen am 24. März 2020.
  5. http://www.metal-hammer.de/live/praesentationen/article329383/tour-des-monats-november-2012-parkway-drive-support.html
  6. Parkway Drive mit neuem Live-Album; Winston singt jetzt auf deutsch. In: MoreCore.de. 23. Januar 2020, abgerufen am 25. Januar 2020 (deutsch).
  7. a b c d e wookubus: Parkway Drive’s “Ire” Goes Gold In Australia. The PRP, abgerufen am 6. März 2021 (englisch).
  8. ARIA TITLE ACCREDITATIONS REPORT. ARIA, abgerufen am 22. Juni 2022 (englisch).
  9. Past Winners 2010. ARIA, abgerufen am 1. Januar 2022 (englisch).
  10. Bernard Zuel: ARIA Award nominations have a hairy surprise among the Flumes and Avalanches. The Age, abgerufen am 1. Januar 2022 (englisch).
  11. Past Winners 2018. ARIA, abgerufen am 1. Januar 2022 (englisch).
  12. 2020 ARIA Awards nominees announced. ARIA, abgerufen am 1. Januar 2022 (englisch).
  13. 2012 Nominiations. ABC, abgerufen am 1. Januar 2022 (englisch).
  14. Emmy Mack: Triple J Announce 2015 J Awards Nominees. Musicfeeds, abgerufen am 1. Januar 2022 (englisch).