Queens of the Stone Age

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Dieser Artikel behandelt die Band. Zum Musikalbum siehe Queens of the Stone Age (Album).
Queens of the Stone Age
Queensots-logo2.svg

Queens of the Stone Age live bei Belfort
Queens of the Stone Age live bei Belfort
Allgemeine Informationen
Herkunft Palm Desert, Kalifornien, (Vereinigte Staaten)
Genre(s) Stoner Rock, Hard Rock, Alternative Rock
Gründung 1996
Website www.qotsa.com
Gründungsmitglieder
Josh Homme
Van Conner (1996, 1998)
Victor Indrizzo (1996–1997)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Josh Homme
Gitarre, Keyboard, Gesang, Lap-Steel
Troy Van Leeuwen (seit 2002)
Schlagzeug
Jon Theodore (seit 2013)
Bass, Gesang
Michael Shuman (seit 2007)
Keyboard, Gesang, Gitarre, Perkussion
Dean Fertita (seit 2007)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Mark Lanegan (2001–2005)
Keyboard, Gesang
Natasha Shneider (2005–2006); († 2008)
Gitarre
John McBain (1997–1998)
Gitarre, Lap-Steel, Keyboard
Dave Catching (1998–2000)
Gitarre, Lap-Steel, Keyboard
Mario Lalli (1999)
Gitarre, Lap-Steel, Keyboard
Brendon McNichol (2000–2002)
Bass
Mike Johnson (1997)
Bass, Gesang
Nick Oliveri (1998–2004)
Bass
Dan Druff (2005)
Bass, Gitarre, Gesang
Alain Johannes (2005–2007)
Schlagzeug
Matt Cameron (1997)
Schlagzeug
Alfredo Hernández (1998–1999)
Schlagzeug, Perkussion
Gene Trautmann (1999–2001)
Schlagzeug, Perkussion
Nick Lucero (2000)
Schlagzeug
Dave Grohl (2002, 2012)
Schlagzeug
Joey Castillo (2002–2012)

Queens of the Stone Age ist eine 1996 von Josh Homme gegründete Band aus Palm Desert, Kalifornien, die sich grob der Alternative-Rock- bzw. der Stoner-Rock-Szene zurechnen lässt. Einziges ständiges Bandmitglied ist Josh Homme.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge und Queens of the Stone Age (1996–1999)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich Kyuss 1995 nach internen Streitigkeiten aufgelöst hatte, spielte Josh Homme als Aushilfsmusiker bei einigen befreundeten Bands (Screaming Trees, Earthlings? und Soundgarden), merkte aber bald, dass er nur mit einer neuen eigenen Band wieder glücklich werden könne. Daher gründete er 1996 mit dem Screaming Trees-Mitglied Van Conner und Session-Schlagzeuger Victor Indrizzo die Band Gamma Ray. Da es aber bereits eine Band mit demselben Namen in Deutschland gab, benannten sie sich in Queens of the Stone Age um. Dieser Name kam von Chris Goss (Masters of Reality, Freund und Produzent der Band), der meinte „god, you sound like the queens of the stone age“. Dies gefiel den Bandmitgliedern so gut, dass sie bei diesem Namen blieben. Als Bassist fungierte Nick Oliveri, der wie Homme bei Kyuss gespielt hatte.

Die ersten Lieder, die sie zusammen spielten, waren noch Überreste der letzten Kyuss-Sessions. Beim Versuch, sich musikalisch von Kyuss abzugrenzen, setzten die Musiker verstärkt auf zähen Rock, kompliziertere Gitarrenriffs und minimalistisches Schlagzeugspiel. Josh Homme bezeichnete den Stil später aufgrund des einfachen Schlagzeugs als „Robot-Rock“, Nick Oliveri aufgrund der teilweise psychedelischen Riffs als „Kokain-Pop“.

1998 erschien das selbstbetitelte, auf 3000 Kopien beschränkte Debütalbum, auf dem Homme Gitarre und Bass alleine einspielte, da Oliveri gerade mit seinem Nebenprojekt Mondo Generator beschäftigt war. Das Album wurde von Presse und Fans begeistert aufgenommen, was den Queens of the Stone Age eine zweijährige Tournee rund um die Welt ermöglichte.

Rated R und Songs for the Deaf (2000–2004)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2000 erschien das zweite Album Rated R mit der äußerst erfolgreichen Single Feel Good Hit of the Summer (in Kooperation mit Rob Halford von Judas Priest), deren Text ausschließlich aus einer Aufzählung von Drogen besteht.

Noch 2001 begann die Band, verstärkt durch Mark Lanegan am Mikrofon, ihr nächstes Album Songs for the Deaf einzuspielen, welches 2002, inzwischen mit Dave Grohl (Foo Fighters und ehemals Nirvana) am Schlagzeug, veröffentlicht wurde. Das mittlerweile dritte Album und die erste Single No One Knows wurden weltweit, sowohl von den Fans als auch von der Musikpresse, begeistert aufgenommen. Grohl verließ die Band allerdings unmittelbar nach dem Ende der Aufnahmen und dem Dreh für das erste Video wieder.

Dean Fertita mit Queens of the Stone Age beim Eurockéennes de Belfort 2011

Am 11. und 12. Februar 2004 wurde bekannt, dass sich Nick Oliveri „nach mehreren Vorfällen in den letzten 18 Monaten, nach denen keine Zusammenarbeit der beiden Hauptmitglieder mehr möglich sei“ (Management der Band) von den Queens of the Stone Age getrennt hat. Einige Zeit später gab Homme in einem Interview bekannt, er habe Oliveri aus der Band geworfen, weil ihm Gerüchte zu Ohren gekommen waren, dass der Bassist gegenüber seiner (Olivieris) Frau regelmäßig handgreiflich geworden sei, was Olivieri nicht habe entkräften können.

Lullabies to Paralyze und Era Vulgaris (2005–2010)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2005 versöhnten sich Josh Homme und Nick Oliveri zwar, gingen aber musikalisch weiterhin getrennte Wege. Auch Mark Lanegan hatte die Band zwischenzeitlich verlassen, um sich wieder verstärkt um seine Solokarriere zu kümmern, war jedoch auch auf dem Album Lullabies to Paralyze, welches im März 2005 in die Läden kam, noch auf einigen Titeln zu hören. Auch auf dem Album Era Vulgaris, erschienen am 8. Juni 2007, setzte die Band die Tradition der vielen Gastauftritte fort und arbeitete mit Mark Lanegan, Trent Reznor von den Nine Inch Nails und Julian Casablancas von The Strokes zusammen.

Das bereits im Jahre 2000 herausgebrachte Album Rated R wurde am 6. August 2010 als Doppel-CD wiederveröffentlicht. Das Re-Release enthält neben dem regulären Album auch eine zweite CD, auf der sich B-Seiten und Live-Aufnahmen befinden.[1][2][3]

Am 7. März 2011 wurde das selbstbetitelte Album als remasterte Version inklusive dreier Bonus-Tracks wiederveröffentlicht.[4]

…Like Clockwork (2011–2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2011 gab der Leadsänger Josh Homme bekannt, dass sie aktiv an einem Studioalbum arbeiteten und dieses „im frühen 2012“ veröffentlichen würden.[5] Später wurde diese Angabe genauer spezifiziert, das Album sollte im Juni erscheinen.[6]

Am 6. November 2012 wurde bekannt, dass Joey Castillo die Band verlassen hatte und dass sein Vorgänger Dave Grohl wie bereits 2002 als Studio-Schlagzeuger fungieren würde, touren sollte jedoch Jon Theodore, Mitglied der Bands Life Couch, One Day as a Lion sowie ehemals The Mars Volta.[7] Außerdem sollten unter anderem Trent Reznor und Elton John auf dem Album mitwirken.[8] …Like Clockwork erschien schließlich am 31. Mai 2013.[9] Nach einer zweijährigen Tournee kündigte die Band 2015 an, eine Auszeit zu nehmen [10].

Villains (ab 2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des Jahres 2017 wurde durch Troy Sanders, der durch die Band Gone Is Gone mit Queens of the Stone Age verbunden ist, bekannt, dass im Laufe des Jahres ein neues Album erscheinen soll [11]. Das Album erscheint am 25. August des gleichen Jahres mit dem Albumtitel Villains.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[12] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1998 Queens of the Stone Age 75
(1 Wo.)
80
(1 Wo.)
48
(1 Wo.)
122
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. September 1998
(Wiederveröffentlichung: 7. März 2011)
2000 Rated R 72
(1 Wo.)
54
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Juni 2000
2002 Songs for the Deaf 9
(11 Wo.)
19
(10 Wo.)
20
(12 Wo.)
4
(39 Wo.)
17
(51 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. August 2002
2005 Lullabies to Paralyze 8
(10 Wo.)
5
(11 Wo.)
4
(13 Wo.)
4
(9 Wo.)
5
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. März 2005
2007 Era Vulgaris 5
(7 Wo.)
4
(10 Wo.)
4
(9 Wo.)
7
(4 Wo.)
14
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Juni 2007
2013 … Like Clockwork 7
(13 Wo.)
3
(13 Wo.)
2
(21 Wo.)
2
(18 Wo.)
1
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Juni 2013
2017 Villains




Erstveröffentlichung: 25. August 2017

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[12] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2005 Over the Years and Through the Woods 100
(1 Wo.)
186
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. November 2005

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
1997 Kyuss/Queens of the Stone Age Erstveröffentlichung: 5. Dezember 1997
1998 The Split CD Erstveröffentlichung: 18. September 1998
2004 Stone Age Complication Erstveröffentlichung: 4. Oktober 2004

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1996: Gamma Ray
  • 2013: iTunes Festival: London 2013 – EP
  • 2013: ...Like Cologne

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[12] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2000 The Lost Art of Keeping a Secret
Rated R
31
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. August 2000
2002 No One Knows
Songs for the Deaf
15
(8 Wo.)
51
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. November 2002
2003 Go with the Flow
Songs for the Deaf
21
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. April 2003
First It Giveth
Songs for the Deaf
33
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. August 2003
2005 Little Sister
Lullabies to Paralyze
65
(6 Wo.)
18
(7 Wo.)
88
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 2005
In My Head
Lullabies to Paralyze
44
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Juni 2005
2007 Sick, Sick, Sick
Era Vulgaris
77
(2 Wo.)
65
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Mai 2007
3's & 7's
Era Vulgaris
19
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Juni 2007
Make It wit Chu
Era Vulgaris
90
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 2007

Weitere Songs:

  • 1997: 18 AD
  • 1998: If Only
  • 1998: I Was a Teenage Hand Model
  • 2000: Feel Good Hit of the Summer
  • 2000: Never Say Never
  • 2000: Infinity
  • 2001: Back to Dungaree High
  • 2001: Monsters in the Parasol
  • 2002: Millionaire
  • 2002: Who'll Be the Next in Line
  • 2005: Everybody Knows That You're Insane
  • 2006: Burn the Witch
  • 2007: You Know What You Did
  • 2007: The Fun Machine Took a Shit & Died
  • 2011: How to Handle a Rope (A Lesson in the Lariat)
  • 2012: Outlaw Blues
  • 2013: The Vampyre of Time and Memory
  • 2013: If I Had a Tail
  • 2013: My God Is the Sun
  • 2013: I Sat by the Ocean
  • 2014: ...Like Cologne

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joel McIver: No One Knows – Die Story der Queens of the Stone Age. Bosworth Music, 2006, ISBN 978-3-86543-219-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Queens of the Stone Age – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Queens Of The Stone Age: Rated R – Deluxe Edition. universal-music.de
  2. Rated R Reissued in Two-CD Deluxe Edition With B-Sides and Reading Festival Concert. qotsa.com
  3. Queens Of The Stone Age announce ‘Rated R’ reissue release date. nme.com
  4. Domino and Rekords Rekords join forces. Domino Record Co.
  5. nme.com
  6. Queens Of The Stone Age - Neues Album im Juni. visions.de. Abgerufen am 23. März 2013.
  7. News: Queens Of The Stone Age – Schlagzeugposten besetzt. visions.de. 28. März 2013. Abgerufen am 28. März 2013.
  8. Visions 240 S. 12
  9. qotsa.com
  10. Stoner-Rocker legen Pause ein. laut.de. 20. März 2015. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  11. Queens Of The Stone Age bescheren uns dieses Jahr endlich ein neues Album. musikexpress.de. 11. Januar 2017. Abgerufen am 24. Juli 2017.
  12. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US