Peter Ernst von Podewils

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Peter Ernst von Podewils (* 1690; † 28. November 1755 in Berlin) war ein preußischer Offizier, zuletzt Oberst und Kommandant der Zitadelle Friedrichsburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Ernst entstammte dem namhaften, in Pommern schlossgesessenen Adelsgeschlecht derer von Podewils. Sein Vater war Melchior Ernst von Podewils. Er war mit Margarete Marie von Manteuffel († 1730), Tochter des Gerdt von Manteuffel (1644–1722), Erbherr auf Herr auf Brutzen, Buslar, Jeseritz sowie 1/2 Sanskow und der Sophie Marianne von der Goltz, vermählt. Aus der Ehe gingen mehrere Kinder hervor, darunter der preußische Generalmajor Friedrich Wilhelm von Podewils (1723–1784).

Podewils war Gutsbesitzer in Pommern. So war er Erbherr auf Schwartow im Fürstentum Cammin, das sich bereits seit jedenfalls 1523 in Familienbesitz befand.[1] 1738 veräußerte er das Gut an Margaretha Sabine von Manteuffel († 1749), Ehefrau des späteren preußischen Generalmajors und Erbherrn auf Petershagen Moritz von Galbrecht. Dafür brachte er 1744 Anteile des ebenfalls vormals langjährigen Familiengutes Klein Reichow an sich.

Podewils diente ebenfalls in der Preußischen Armee. Nachdem er im Infanterieregiment „von Kleist“ Nr. 26 bis zu der Stelle eines Majors avancierte, wurde er im Mai 1741 Obristlieutenant und im Mai 1745 Oberst und Kommandeur dieses Regiments. Im Mai 1748 trug ihm der König die Stelle des Kommandanten der Zitadelle Friedrichsburg bei Königsberg auf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. II. Teil, 2. Band: Beschreibung der zu dem Gerichtsbezirk der Königl. Landeskollegien in Köslin gehörigen Kreise. Stettin 1784, S. 598 u. 663
  • Michael Ranft: Neue genealogisch-historische Nachrichten von den vornehmsten Begebenheiten, welche sich an den europäischen Höfen zugetragen. Leipzig 1756, Band 48, S. 2075–2076

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manfred Vollack: Das Kolberger Land. Seine Städte und Dörfer. Ein pommersches Heimatbuch. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1999, ISBN 3-88042-784-4, S. 222.