Peter R. Pawlik

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Peter Rolf Pawlik (* 5. April 1946 in Wilhelmshaven) ist ein deutscher Architekt, Historiker und Buchautor.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der mittleren Reife an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Wilhelmshaven absolvierte er von 1963 bis 1965 eine zweieinhalbjährige Maurerlehre mit Auszeichnung und dem Abschluss als Facharbeiter bei Firma Peter Bauwens. Seinen Wehrdienst absolvierte er im Panzergrenadierbataillon in Varel, letzter Dienstgrad: Leutnant der Reserve. Von 1968 bis 1971 studierte er Hochbau an der Staatlichen Ingenieurakademie in Oldenburg mit dem Abschluss Ing. Grad. Er wechselte danach an die Technische Universität Berlin, wo er Architektur und Städtebau studierte um sich dann dem Schwerpunkt Krankenhausbau am gleichnamigen Institut zuzuwenden. Dort schloss er auch 1974 seine Diplomprüfung bei Peter Poelzig und Franz Labryga ab. Während seines Studiums arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros in Deutschland und in der Schweiz.

Anschließend war er als Architekt im Berliner Büro von Georgije Nedeljkov tätig (Krankenhausbau, Medizintechnik, Wettbewerbe). Von 1977 bis 1982 leitete er als Bürochef das Berliner Büro des Planungsring Dr. Jüchser.

1984 wurde er am Institut für Krankenhausbau der TU Berlin mit dem Thema „Analyse der in der BRD geltenden und in Vorbereitung befindlichen Krankenhausbauverordnungen“ zum Dr.-Ing. promoviert. Seit 1983 arbeitete er als selbstständiger Architekt, zunächst als Partner im Planungsring Dr. Jüchser und Dr. Pawlik und seit 1989 im Planungsring Dr. Pawlik. Er hat mit seinem Büro ca. 100 Projekte realisiert, davon mehr als die Hälfte Krankenhausprojekte. Er hat regelmäßig Vorträge im In- und Ausland gehalten und war Dozent für Krankenhausbau an der Hochschule der Diakonie. Pawlik war 16 Jahre Vorstandsmitglied der AKG-Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen und 9 Jahre deren Vorstandsvorsitzender. Er ist Vorstandsmitglied in der DGKG-Deutsche Gesellschaft für Krankenhausgeschichte e. V. und Deutscher Delegierter in der UIA-Public Health Group. Als Buchautor hat er drei Architektenmonografien verfasst (Hermann Distel, Ernst Kopp und Moshe Zarhy), einige Bücher und zahlreiche deutsch- und englischsprachige Aufsätze zu Architektur- und medizinhistorischen Themen.

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof
  • Behring Krankenhaus Berlin-Zehlendorf (mit Gottfried Böhm)
  • Altmarkklinikum Salzwedel
  • St. Marienstift Magdeburg
  • DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein
  • Elisabeth Diakonissen- und Krankenhaus
  • Hotel am See Rheinsberg
  • Hôpital Régional de Sikasso, Republik Mali

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Analyse der in der Bundesrepublik Deutschland geltenden und in Vorbereitung befindlichen Krankenhausbauverordnungen. Darstellung von Kostenkonsequenzen. Dissertation, TU Berlin 1984, ISBN 3-7983-1029-7.
  • Von Bergedorf nach Germania: Hermann Distel (1875–1945). Ein Architektenleben in bewegter Zeit. Murken-Altrogge, Herzogenrath 2009, ISBN 978-3-935791-32-8.
  • Von Saarow nach Alexandria: Ernst Kopp (1890–1962). Die Umwege eines bedeutenden Krankenhaus-Baumeisters. Murken-Altrogge, Herzogenrath 2013, ISBN 978-3-935791-45-8.
  • Moshe Zarhy: Health Facilities in Israel. Dom Publishers, Berlin 2014, ISBN 978-3-86922-340-7.
  • mit Axel Hinrich Murken: Grüße aus dem Krankenhaus. Postkarten von Berliner Krankenhäusern. Bilder und Texte zur Entwicklung des Berliner Krankenhauswesens von der Gründer- bis zur Nachkriegszeit. Murken-Altrogge, Herzogenrath 2017, ISBN 978-3-935791-49-6.
  • mit Irene Krause: Beelitz-Heilstätten: Heilpalast – Lost Place – Neue Stadt. Geymüller Verlag für Architektur, Aachen 2020, ISBN 978-3-943164-52-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]