Mali

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Republik Mali)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mali (Begriffsklärung) aufgeführt.
République du Mali
Republik Mali
Flagge Malis
Siegel Malis
Flagge Siegel
Wahlspruch: Un peuple, un but, une foi
(frz. für „Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube“)
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Bamako
Staatsform Republik
Regierungssystem Semipräsidentielles System
Staatsoberhaupt Präsident
Ibrahim Boubacar Keïta[1]
Regierungschef Premierminister
Modibo Keïta[2]
Fläche 1.240.192 km²
Einwohnerzahl 14.517.176[3] (Zensus 2009)
Bevölkerungsdichte 12 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt ca. 9,42 Mrd. US$ (2009), für 2011 geschätzt 10,29 Mrd. US$[4]
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner ca. 691 US$ (2009)
Human Development Index 0,407 (176.)[5]
Währung CFA-Franc BCEAO (XOF)
Unabhängigkeit 20. Juni 1960 (von Frankreich, als Teil der Mali-Föderation)
22. September 1960
Nationalhymne Pour l’Afrique et pour toi, Mali
Zeitzone UTC±0
Kfz-Kennzeichen RMM
ISO 3166 ML, MLI, 466
Internet-TLD .ml
Telefonvorwahl +223
Ägypten Tunesien Libyen Algerien Marokko Mauretanien Senegal Gambia Guinea-Bissau Guinea Sierra Leone Liberia Elfenbeinküste Ghana Togo Benin Nigeria Äquatorialguinea Kamerun Gabun Republik Kongo Angola Demokratische Republik Kongo Namibia Südafrika Lesotho Swasiland Mosambik Tansania Kenia Somalia Dschibuti Eritrea Sudan Ruanda Uganda Burundi Sambia Malawi Simbabwe Botswana Äthiopien Südsudan Zentralafrikanische Republik Tschad Niger Mali Burkina Faso Jemen Oman Vereinigte Arabische Emirate Saudi-Arabien Irak Iran Kuwait Katar Bahrain Israel Syrien Libanon Jordanien Zypern Türkei Afghanistan Turkmenistan Pakistan Griechenland Italien Malta Frankreich Portugal Madeira Spanien Kanaren Kap Verde Mauritius Réunion Mayotte Komoren Seychellen Îles Éparses Madagaskar São Tomé und Príncipe Sri Lanka Indien Indonesien Bangladesch Volksrepublik China Nepal Bhutan Myanmar Antarktika Südgeorgien (Vereinigtes Königreich) Paraguay Uruguay Argentinien Bolivien Brasilien Frankreich (Französisch-Guayana) Suriname Guyana Kolumbien Kanada Dänemark (Grönland) Island Mongolei Norwegen Schweden Finnland Irland Vereinigtes Königreich Niederlande Barbados Belgien Dänemark Schweiz Österreich Deutschland Slowenien Kroatien Tschechische Republik Slowakei Ungarn Polen Russland Litauen Lettland Estland Weißrussland Moldawien Ukraine Mazedonien Albanien Montenegro Bosnien und Herzegowina Serbien Bulgarien Rumänien Georgien Aserbaidschan Armenien Kasachstan Usbekistan Tadschikistan Kirgisistan RusslandMali on the globe (Africa centered).svg
Über dieses Bild

Mali (deutsch [ˈmaːli], französisch [maˈli], amtlich Republik Mali) ist ein Binnenstaat in Westafrika. Der 1,24 Millionen km² große Staat wird von 14,5 Millionen Menschen bevölkert. Seine Hauptstadt heißt Bamako. Der größte Teil der Bevölkerung lebt im Südteil des Landes, der von den beiden Strömen Niger und Senegal durchflossen wird. Der Norden erstreckt sich bis tief in die Sahara und ist äußerst dünn besiedelt.

Auf dem Gebiet des heutigen Mali existierten im Laufe der Geschichte drei Reiche, die den Transsaharahandel kontrollierten: das Ghana-Reich, das Mali-Reich, nach dem der moderne Staat benannt ist, und das Songhai-Reich. Im goldenen Zeitalter Malis blühten islamische Gelehrsamkeit, Mathematik, Astronomie, Literatur und Kunst. Im späten 19. Jahrhundert wurde Mali Teil der Kolonie Französisch-Sudan. Zusammen mit dem benachbarten Senegal erreichte die Mali-Föderation 1960 ihre Unabhängigkeit. Kurz danach zerbrach die Föderation und das Land erklärte sich unter seinem heutigen Namen unabhängig. Nach langer Einparteienherrschaft führte ein Militärputsch 1991 zur Verabschiedung einer neuen Verfassung und zur Etablierung eines demokratischen Mehrparteienstaates. Im Januar 2012 eskalierte der bewaffnete Konflikt in Nordmali erneut. Im Zuge dessen proklamierten die Tuareg-Rebellen die Abspaltung des Staates Azawad von Mali. Der Konflikt wurde durch den Putsch vom März 2012 und spätere Kämpfe zwischen Islamisten und den Tuareg noch verkompliziert. Angesichts der Gebietsgewinne der Islamisten begann am 11. Januar 2013 die Operation Serval, im Verlaufe derer malische und französische Truppen den Großteil des Nordens zurückeroberten. Die UN-Sicherheitskonferenz unterstützt den Friedensprozess mit der Entsendung der MINUSMA.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft, die Fischerei und in zunehmendem Maße der Bergbau. Zu den bedeutendsten Bodenschätzen gehören Gold, wovon Mali den drittgrößten Produzenten Afrikas darstellt, und Salz. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.

In kulturellen Bereichen hat Mali lange Traditionen vorzuweisen. Speziell in Musik, Tanz, Literatur und bildender Kunst führt es ein eigenständiges Kulturleben, das weit über seine Grenzen hinaus bekannt ist. Trotzdem liegt das Land im Human Development Index nur auf dem 176. Platz.[5]

Geographie[Bearbeiten]

Mali ist ein Binnenstaat im Inneren Westafrikas mit 1.240.192 Quadratkilometer Fläche, von denen 20.002 km² auf Gewässer entfallen. Es liegt in der Großlandschaft Sudan sowie im Sahel und teilt sich seine 7243 Kilometer lange Landgrenze mit sieben Nachbarstaaten; im Nordosten und Norden mit Algerien (1376 Kilometer Länge), im Nordwesten mit Mauretanien (2237 Kilometer), im Osten mit Niger (821 km) sowie im Südosten mit Burkina Faso (1000 Kilometer). An Mali grenzen außerdem Senegal (419 Kilometer) im Westen, Guinea (858 Kilometer) im Südwesten und die Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire, 532 Kilometer) im Süden.[6] Nördlich des Nigerbogens liegt die Wüste Sahara, die zwei Drittel der Landesfläche bedeckt.

Relief[Bearbeiten]

Die Bandiagara-Stufe

Die bedeutendste Landschaftsform Malis ist die Ebene. Die monotonen, weitläufigen Ebenen wie die Kaarta, der Gourma oder die Gondo-Ebene werden nur örtlich von flachen Tafelbergen oder Dünenformationen aufgelockert. Der Süden des Affolé, das Mandingo-Plateau, das Bandiagara-Plateau oder auch das Mahardates-Plateau haben Untergründe aus Sandstein, sind durch Erosion vielfältig gegliedert und erreichen Höhen zwischen 300 und 700 Metern über dem Meeresspiegel. Im Westen und Osten des Landes, etwa im Südwesten des Affolé, im Bambouk, im Adrar des Ifoghas oder auch im Vorland der Tamboura-Stufe besteht der Untergrund aus den sehr alten Gesteinen des afrikanischen Schildes, der zu Ausdruckslosigkeit und sehr breiten Tälern neigt.[7] Dünenlandschaften, seien die Dünen fossiler oder rezenter Herkunft, bedecken weite Teile des Nordens und reichen bis in den Süden, etwa in die Kaarta. Nennenswerte Dünenlandschaften sind im Hodh, im Erg von Niafunké, im Gourma, in der Gondo-Ebene, in den Ergs von Azaouad, von Erigat, von Mreyyé oder im Erg Chech anzutreffen. Während die fossilen Dünen meist parallel zueinander verlaufen, sind im Aklé Aouana chaotische und sehr mobile Dünenfelder verbreitet. Schichtstufen, die steile, hunderte Meter tief abfallende Hänge bilden, sind für Westafrika generell charakteristisch, für Mali sind die Bandiagara-Stufe, die Tamboura-Stufe oder die Affolé-Stufe zu nennen. Die wenigen Bergländer Malis sind Dolerit-Formationen, die über die Plateaus hinausragen. Dazu gehören zum Beispiel die Erhebungen von Sarakollé.[7]

Geologie und Böden[Bearbeiten]

Mali liegt zur Gänze auf dem niederafrikanischen Teil des Gondwana-Urkratons. Es dominiert die Becken- und Schwellenstruktur, wobei Mali größtenteils im Taoudenni-Becken liegt, das sich vom Niger-Binnendelta bis zur mittleren Sahara erstreckt. Die das Becken umgebenden Schwellen bestehen aus Aufwölbungen des kristallinen Urkratons, wobei dieser häufig von Sandstein überlagert ist, der zwischen Paläozoikum und Känozoikum durch mehrere Phasen der Überflutung mit Meerwasser entstanden ist. Weniger häufig sind Ablagerungen aus dem Tertiär. Da Mali, wie die gesamte Sahelzone, zur randtropischen Zone der exzessiven Flächenbildung gehört, sind weitläufige Rumpfflächen, die von Inselbergen unterbrochen werden, typisch. Auf der Oberfläche von Sedimenten haben sich verbreitet Lateritkrusten gebildet, die bis zu mehreren Metern dick sein können. Die jüngsten geologischen Formationen sind parallel in nordwestlich-südwestlicher Richtung verlaufende alte Dünen, die im Jungpleistozän entstanden, bis zu 30 m hoch sind und durch Savannenvegetation stabilisiert werden.[8][9]

Was Böden betrifft, so sind tropische Roterden am weitesten verbreitet. Sie kommen auf kristallinem Untergrund oder alten Sedimentschichten vor und sind relativ steril. Dort, wo diese Erden Lateritkrusten gebildet haben, kann nur noch ganz karge Vegetation aus Combretaceen gedeihen, in Pedimentbereichen kann sich aber Verwitterungsmaterial sammeln und bildet so taugliche Böden für den Ackerbau. Fersiallite, also rötlich-braune lessivierte Böden auf äolischen Sanden, kommen ebenfalls verbreitet vor und bilden Schichten von 2 bis 3 Meter. Sie enthalten nur wenig Humus und sind daher für Bodenzerstörung durch den Menschen sehr anfällig. Mit entsprechenden Düngereinsatz eignen sie sich aber für den Hirse- oder Baumwollanbau. In der nördlichen Sahelzone dominieren subaride Braunerden, die einerseits die selten fallenden Niederschläge gut absorbieren, jedoch für Erosion sehr anfällig sind. Dieser häufig mit Gras bewachsene Boden ist für die nomadische Weidewirtschaft von hoher Bedeutung. Die Wüstenregionen sind durch Rohböden gekennzeichnet, die durch physikalische Verwitterung entstanden sind und so gut wie gar keine organischen Anteile aufweisen. Entlang der Flüsse, speziell in den Überschwemmungsgebieten und dem Binnendelta des Niger, kommen Gleyböden und Vertisole vor. Sie weisen eine hohe Fruchtbarkeit auf, bergen aber das Risiko der Versalzung und der Spaltbildung bei Trockenheit. Sie eignen sich zum Anbau von Sorghum, Reis, Gemüse und anderen Feldfrüchten.[10][11]

Gewässer[Bearbeiten]

Der Niger bei Koulikoro

Der Niger ist der bedeutendste Fluss Westafrikas, er durchquert Mali auf einer Länge von etwa 1700 km. Er fließt aus Guinea kommend im südwestlichsten Zipfel des Landes in das Territorium von Mali ein und bildet nach Ségou ein großes Binnendelta. Bei Mopti nimmt er seinen größten Nebenfluss Bani auf, um sich kurz darauf in zwei Arme, den Bara Issa und den Issa Ber, zu zerteilen. Hier befindet sich eine etwa 100.000 km² große Schwemmebene, die von zahlreichen flachen, nur saisonal existierenden Seen bedeckt ist. Kurz vor Diré vereinigen sich die beiden Arme wieder, bei Timbuktu wendet sich der Flusslauf Richtung Osten und bei Bourem in Richtung Südosten.[12]

Der Senegal-Fluss ist der zweite wichtige Fluss der Region. Er entsteht bei Bafoulabé durch den Zusammenfluss von Bafing und Bakoye. Auf seinem Weg durch den westlichen Teil Malis nimmt der Senegal-Fluss noch das Wasser von Falémé, Karakoro und Gorgol auf.[12]

Die einzigen ganzjährig bestehenden Seen liegen beiderseits des Niger und heißen Niangay und Faguibine. Letzterer ist mit 590 km² Oberfläche in der Regenzeit der größte See des Landes. Die zahlreichen saisonalen Seen füllen sich nur in der Regenzeit mit Wasser, die bedeutendsten von ihnen heißen Debo, Fati, Teli, Korientze, Tanda, Do, Garou und Aougoundou.[12] Durch die seit den schweren Dürren der frühen 1980er Jahre abnehmenden Regenfälle und vor allem dem Bau von Staudämmen am oberen Niger trocknen jedoch auch Niangay und Faguibine neuerdings regelmäßig aus.[13][14]

Die Fischerei in den Flüssen und Seen bildet einen wichtigen Wirtschaftszweig. Die Sümpfe und Feuchtgebiete, die sich in der Regenzeit entlang des Niger bilden, bieten zahlreichen Vogelarten Lebensraum.

Als Binnenstaat hat Mali keine Meeresküste.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima Malis wird primär von der Lage des Landes am Übergangsbereich zwischen wechselfeuchter Savanne im Süden und vollarider Sahara im Norden beeinflusst. Die Wechselwirkung zwischen nordwärts wandernder innertropischer Konvergenzzone im Sommer und trockenem Nordost-Passat (Harmattan) im Winter beschert allen Regionen des Landes eine ausgeprägte Einteilung in Trocken- und Regenzeit, wobei die Trockenzeit in den Winter und die Regenzeit in den Sommer fällt. Entsprechend nehmen die Jahresniederschläge von über 1200 Millimeter im Süden auf weniger als 25 Millimeter im Norden ab. Großflächige Landwirtschaft wird aufgrund der klimatisch günstigeren Verhältnisse fast ausschließlich im Süden betrieben, während sich im Norden des Landes nur in den Oasen kleine landwirtschaftliche Nutzflächen finden lassen.[15][16]

Nicht nur die durchschnittlichen Jahresniederschläge, sondern auch die Regentage pro Jahr, die Länge der Regenzeit und die Regelmäßigkeit der Niederschläge sind im Süden weitaus günstiger als im Norden. So regnet es in Sikasso durchschnittlich an 97 Tagen im Jahr, in Bamako an 76 Tagen, in Timbuktu an 29 und in Kidal nur an 18 Tagen pro Jahr. Während in Kidal weit mehr als die Hälfte des Jahresniederschlages auf die beiden Monate Juli und August entfällt, erfreut sich der Süden einer Regenzeit, die im Mai einsetzt, im August ihren Höhepunkt hat und im Oktober abklingt. Je weiter man nach Norden vordringt, umso mehr fallen die Niederschläge in Form von kurzen, heftigen und lokal begrenzten Gewitterregen, was die Landwirtschaft noch zusätzlich erschwert, da die Feldfrüchte häufig zwischen zwei Regengüssen verdorren und die Bauern dazu zwingen, mehrere Aussaatsversuche zu unternehmen.[15][16]

Die Jahresdurchschnittstemperaturen in Mali liegen relativ unabhängig vom geographischen Breitengrad zwischen 27 °C und 30 °C. Im Norden des Landes sind die Jahresamplituden jedoch deutlich höher als im Süden, das heißt die Sommer sind heißer mit Durchschnittstemperaturen von bis zu 35 °C und die Winter kälter mit Januar-Temperaturen um die 20 °C in Gao oder Timbuktu. In Bamako hingegen bewegen sich die Durchschnittstemperaturen zwischen 25 °C im Winter und 32 °C im April. Die extremen Temperaturen werden aus den Orten am Rand der Sahara gemeldet, sie liegen nahe dem Gefrierpunkt in kalten Winternächten und nahe 50 °C im Schatten an Sommertagen; Temperatur-Amplituden von 30 °C innerhalb eines Tages sind normal.[15][16]

Die Regenmenge eines Jahres hängt maßgeblich davon ab, wie weit sich die innertropische Konvergenzzone nach Norden bewegt und wie gleichförmig sie ausgeprägt ist. Ist sie nicht stetig, sondern wellenförmig oder unterbrochen ausgeprägt, so fällt weniger Regen oder die Regenzeit beginnt später. Treten mehrere Jahre mit ungünstiger Ausprägung der innertropischen Konvergenzzone hintereinander auf, so kommt es zu einer Dürreperiode. Diese Erscheinung tritt in der Sahelzone in unregelmäßigen Abständen auf. Seit den 1960er Jahren sind Dürreperioden jedoch häufiger geworden und ein langfristiger Rückgang der Niederschläge kann nachgewiesen werden. Dies wird mit verminderter Verdunstung in den Innertropen aufgrund von Umweltzerstörung erklärt.[15][16] Für die Zukunft erwarten manche Wissenschaftler, dass die Niederschläge in Mali weiterhin abnehmen und dass die Vegetationszonen sich nach Süden verschieben. Die Auswirkungen auf Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit würden dann schwerwiegend sein.[17]

Städte[Bearbeiten]

Blick auf Bamako

In Mali liegen einige der ältesten Städte Westafrikas. Djenné entwickelte sich vom 9. Jahrhundert durch Zuwanderung von Sarakolle aus dem zerfallenen Ghana zu einem Handelszentrum, das seinen Höhepunkt im 13. Jahrhundert erlebte und dessen Architektur bis heute für die Dörfer des Niger-Binnendeltas Vorbild steht. Das am Südrand der Sahara gelegene Timbuktu entwickelte sich ab dem 12. Jahrhundert zu einer der wichtigsten Städte der Region, die von ihrer strategischen Lage am nördlichsten Punkt des Nigerbogens profitierte.[24] Während diese alten Städte sinkende Bevölkerungszahlen vorweisen, weist Mali insgesamt eine schnelle Verstädterung auf, die die neuen urbanen Zentren rasant wachsen lässt. Neben dem allgemein hohen Bevölkerungswachstum tragen die Landflucht aufgrund sich verschlechternder ökologischer Verhältnisse, Dürre oder politischer Instabilität zu einer schnellen Urbanisierung bei. Lebten im Jahr 1965 noch 9 % der Malier in Städten, so werden es 2015 voraussichtlich etwa 41 % sein.[25]

Die mit Abstand größte Stadt des Landes ist Bamako, das von 6500 Einwohnern im Jahr 1908 auf etwa 1,3 Millionen Einwohner im Jahr 2002 gewachsen ist.[26] Die Stadt ist Regierungs- und Verwaltungszentrum des Landes und dient als Brückenkopf ins Ausland, speziell für Entwicklungshilfe. Eine grenzüberschreitende Bedeutung hat sie jedoch nicht.[27] Weitere bedeutende Städte sind Sikasso (2005: knapp 145.000 Einwohner), Ségou (105.000 Einwohner) und das Zentrum der malischen Baumwollverarbeitung Koutiala (75.000 Einwohner 1998). Durch den Zustrom von Dürreflüchtlingen sind Mopti (81.000 Einwohner 1998) und Sévaré stark gewachsen. Die Städte im Nordsahel wie Timbuktu (2005: 30.000 Einwohner) oder Gao sind von Abwanderung, vor allem junger Leute, betroffen.[28]

Flora und Vegetation[Bearbeiten]

Trockenwald mit Akazien und einem Baobab zwischen Kayes und Bamako während der Regenzeit

Die Vegetation in Mali ist das Ergebnis jahrhundertelanger menschlicher Eingriffe, so dass natürliche Vegetation nur noch in eng begrenzten Gebieten vorhanden ist.[29] Die durch Zutun des Menschen wie Beweidung, Ackerbau und Brandrodung entstandene Kulturlandschaft Malis lässt sich abhängig von der Niederschlagsmenge in vier Zonen einteilen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen ist den Pflanzen dieser Zonen ist gemeinsam, dass sie in den Monaten mit Niederschlag austreiben und in den trockenen Monaten das Laub abwerfen bzw. ihren oberirdischen Teil absterben lassen.[30]

Der Bereich der dichten bis offenen Trockenwälder, der den südlichen Landesteil einnimmt, wird durch Baumarten wie Kapokbaum, Karitébaum, Baobab oder Acacia albida charakterisiert. Alle diese Bäume werden durch den Menschen intensiv genutzt. Auf weniger günstigem Boden gedeihen Combretum-Gehölze. Horstgräser wie Hyparrhenia-, Pennisetum-, Loudetia- und Andropogon-Arten bilden die Grasschicht.[31][32] Nördlich der Trockenwälder, wo weniger als 600 mm Niederschlag pro Jahr fallen, breitet sich die sahelische Dornbaumsavanne aus. Es dominieren verschiedene Akazien-Arten, Balanites aegyptiaca oder Combretum glutinosum sowie Gräser wie Cenchrus biflorus oder Aristida mutabilis. Eragrostis tremula besiedelt häufig Flächen, die davor zum Hirseanbau gedient hatten. Eine Besonderheit der Dornbaumsavanne ist der Tigerfellbusch, wo sich Flächen mit und ohne Vegetation in Streifenform abwechseln.

Die Grenze zwischen Dornbaumsavanne zum Nordsahel liegt bei 250 bis 100 mm Jahresniederschlag. In feuchten Niederungen des Nordsahel gedeihen noch Akazien-Arten, Sträucher wie Leptadenia pyrotechnica oder die wichtigen Futterpflanzen Maerua crassifolia oder Salvadora persica.[33][34] Die Sahara beginnt dort, wo der Niederschlag 100 mm pro Jahr unterschreitet; dort treten Akazien nur noch in Wadis auf. An günstigen Standorten gedeihen hier noch Horstgräser wie Aristida pungens, Aristida longiflora oder Panicum turgidum.[35]

Fauna[Bearbeiten]

Aufgrund von Überjagung und der Ausweitung des Kulturlandes sind Wildtiere in Mali viel seltener als in anderen afrikanischen Staaten, zahlreiche Arten sind überhaupt vom Territorium Malis verschwunden. Mit Ausnahme einiger Giraffen im Grenzgebiet zu Niger und dem Flusspferd gibt es keine Großsäuger. Weitere nennenswerte Säugetiere sind verschiedene Meerkatzen-Arten, Paviane oder die Mähnenziege. Zahlreiche Vogelarten leben vor allem in Binnendelta des Niger, daneben ist es Überwinterungsgebiet für Zugvögel aus Europa. Zu den gefährdeten Vögeln Malis gehören der Strauß, Großtrappen und Perlhuhn. Unter den Reptilien, die in großer Artenvielfalt vorkommen, sind der Waran, die Puffotter und Vipern wie die Speikobra erwähnenswert. Für die Ökosysteme der Sahelzone sind Termiten von hoher Bedeutung, da sie den Boden auflockern und humusbildend wirken. Besonders auffallend sind die Bauten der Art Cubitermes fungifaber. In der Kosmologie der Dogon spielen die Füchse und die Python sebae eine wichtige Rolle. Die verschiedenen Webervögel-Arten sind gefürchtete Schädlinge in den Reisfeldern; noch gefürchteter sind jedoch Heuschreckenplagen. Die Wüstenheuschrecke, die ihre Brutgebiete im Maghreb hat, kann in Jahren mit ausreichend Niederschlag in riesigen Schwärmen über die Sahara in den Sahel wandern und natürliche Vegetation wie auch Nutzpflanzen vernichten.[36][37][38]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung Malis setzt sich aus rund 30 verschiedenen Ethnien zusammen. Sie haben verschiedene Sprachen und Kulturen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Alterspyramide Malis von 2005

Die Bevölkerung Malis gehört zu den am schnellsten wachsenden der Welt. Sie vermehrt sich jedes Jahr um 3,0 Prozent,[39] zwischen 1950 und 2014 hat sie sich von 4,6 Millionen auf 17,4 Millionen nahezu vervierfacht.[40]

Anders als in den meisten Ländern der Welt ist die Fertilität nicht gesunken, sondern verharrt von 1960 bis heute auf einem sehr hohen Niveau von über sechs Kindern pro Frau.[41] Dabei ist sie in den vergangenen Jahren leicht gesunken, von 6,8 Kindern pro Frau im Jahr 2001 über 6,6 im Jahr 2006 auf zuletzt 6,1 in 2012/13.[42] Im gleichen Zeitraum ist die Lebenserwartung bei Geburt von 29,7 Jahren (1950) auf 52,1 Jahre (2010) gestiegen.[43] Diese beiden Faktoren zusammengenommen bescheren dem Land ein Bevölkerungswachstum, für das kein Abklingen in Aussicht steht, das aber in seiner Höhe nicht mehr lange aufrechterhalten werden kann. Rein rechnerisch hätte Mali bei konstant bleibendem Wachstum im Jahre 2050 61,3 Millionen Einwohner,[40] was angesichts der ökologischen Voraussetzungen undenkbar ist. Somit befindet sich das Land auf dem Weg in ein Desaster[44] von größeren sozialen, demographischen und ökologischen Krisen.

Migration[Bearbeiten]

Für die Völker Malis haben Migration und Mobilität eine lange Tradition, viele ihrer frühen Reiche bezogen ihren Wohlstand und ihre Macht von umherziehenden Handelskarawanen.[45] Das Nomadentum gehörte bei vielen Völkern des Landes bis vor sehr kurzem noch ganz selbstverständlich zum Leben dazu. Die traditionellen Migrationsbewegungen verlaufen dabei auch über die erst vor wenigen Jahrzehnten gezogenen Grenzen hinweg.

Seit der Unabhängigkeit des Landes verlor Mali etwa 3 Millionen Bürger permanent an das Ausland.[46] Im Jahr 2010 lebten mehr als 1 Million Malier, etwa 7,6 % der Bevölkerung, außerhalb des Landes. Unter Personen mit höherer Ausbildung liegt dieser Anteil doppelt so hoch. Zu den wichtigsten Zielstaaten malischer Auswanderer gehören zunächst seine Nachbarn Elfenbeinküste, Nigeria, Niger, Burkina Faso, Senegal, aber auch Frankreich und Spanien. Im Jahr 2010 lebten 162.000 Ausländer in Mali, was 1,2 % der Bevölkerung entspricht. Sie kamen überwiegend wiederum aus den Nachbarländern und waren zu etwa 6 % Flüchtlinge.[47]

Die Gelder, die ausgewanderte Malier nach Hause zurücksenden, sind zu einem wichtigen Faktor der malischen Wirtschaft geworden. Im Jahre 2009 beliefen sich diese Überweisungen auf 400 Millionen US-Dollar, was eine Verdreifachung gegenüber 2003 bedeutet. Diese Überweisungen machen das vierfache der Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen oder nicht ganz die Hälfte der Entwicklungshilfe aus.[47]

Ethnien[Bearbeiten]

Ein Bambara-Mädchen in Mopti

Da die Grenzen Malis nicht entlang nationaler oder ethnischer Siedlungsgebiete, sondern entlang kolonialer Einflusssphären und Verwaltungsräume gezogen wurden, lebt auf dem Gebiet des Landes heute eine große Zahl an Völkern, die sich hinsichtlich Sprache, Religion und anderen anthropologischen und ethnologischen Merkmalen unterscheiden.[48] Diese Völker siedeln in der Regel nicht nur in Mali, sondern auch in den Nachbarländern. Zu beachten ist hierbei, dass die Zuordnung der Ethnien wie auch deren Bezeichnung teilweise Konstrukte aus der Kolonialzeit darstellen.[49]

Die dominierende Gruppe in Mali heißt Mande, sie macht etwa 40–45 % der Gesamtbevölkerung aus. In diese Gruppe fallen die Bambara (35 %), Malinke (5 %) und Jula (2 %). Ihr Siedlungsgebiet liegt im südwestlichen Dreieck des Landes. Zu den Sudanvölkern, die insgesamt 21 % der Gesamtbevölkerung erreichen, gehören die Soninke bzw. Sarakolle (8 %), Songhai (7 %), Dogon (5 %) und die Bozo (1 %). Die Volta-Völker sind mit etwa 12 % vertreten, sie siedeln vornehmlich nahe der Grenze zu Burkina Faso, zu dieser Gruppe gehören die Senufo (9 %), Bwa bzw. Bobo (2 %) und Mossi (1 %).[50][51]

Während alle diese Gruppen sesshaft leben und schwarzafrikanischer Herkunft sind, führen die Fulbe (10 %), die Tuareg (6 %) und die Mauren (3 %) ein nomadisches oder halbnomadisches Leben,[48] wobei durch die klimatischen Veränderungen und die kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre viele Nomaden ihr traditionelles Leben aufgeben mussten. Besonders die Tuareg sind von fortschreitender Marginalisierung bedroht.[52]

Sprachen[Bearbeiten]

In Mali werden etwa 35 Sprachen gesprochen, die zu drei verschiedenen Sprachfamilien gehören, und die ihrerseits wieder in lokale Varianten und Dialekte zerfallen. Die Sprachgrenzen verlaufen entlang der ethnischen Grenzen. Bambara ist mit etwa 4 Millionen Muttersprachlern die bedeutendste dieser Sprachen, sie gilt als Verkehrssprache nicht nur des Landes, sondern der ganzen Region, und hatte diese Rolle bereits in der Vergangenheit. Geschätzte 5 Millionen Malier sprechen Bambara heute als Zweitsprache. Senufo hat geschätzte 2 Millionen Sprecher allein in Mali, auch in den Nachbarländern ist Senufo weit verbreitet. Weitere wichtige Sprachen sind Songhai (1,5 Millionen Sprecher), Fulfulde (auch 1,5 Millionen) und Maninka (1,2 Millionen Sprecher). Im Norden Malis sind Tuareg-Sprachen und Arabisch verbreitet, die dortige Bevölkerung betrachtet Bambara als Mittel der Machtentfaltung der subsaharischen Völker und weigert sich aus diesem Grund, diese Sprache zu lernen. Tamascheq und Tamahaq haben in Mali gemeinsam etwa 800.000 Sprecher.[46][53]

Die französische Sprache wird in Mali zwar nur von einer verschwindenden Minderheit als Muttersprache gesprochen, wird aber trotzdem von der Verfassung Malis zur Amtssprache erklärt.[54] Das malische Gesetz erkennt neben Französisch 13 Sprachen als nationale Sprachen an und verbietet Diskriminierung aufgrund von Sprache. Während Parlamentsdebatten auf Französisch gehalten werden, wird in Gerichten meist in einer nationalen Sprache verhandelt. Die Unterlagen werden in jedem Fall auf Französisch angefertigt. An den Schulen wird ebenfalls meist in der Sprache der Ethnie unterrichtet, Französisch nimmt aber schon in der Grundschule breiten Raum ein. Höhere Bildung wird nur auf Französisch angeboten. Für Möglichkeit sozialer Mobilität besitzt die Sprache der früheren Kolonialmacht nach wie vor hohe Bedeutung, es wird geschätzt, dass 2,2 Millionen Malier auf Französisch kommunizieren können.[46][53]

Religionen[Bearbeiten]

Kathedrale von Bamako

Mali ist ein muslimisch geprägtes Land, je nach Quelle bekennen sich zwischen 85 %[55] und 90 %[56] der Bevölkerung des Landes zum sunnitischen Islam malikitischer Rechtsschule. Der muslimische Einfluss geht auf das 11. Jahrhundert zurück, als berberische Händler begannen, mit den Staaten in der Sudan-Zone Handel zu treiben. Für lange Zeit blieb der Islam auf die Elite der städtischen Zentren beschränkt, die Herrscherfamilien, Händler und Weisen waren zum Islam konvertiert, während die Mehrheit der Bevölkerung traditionellen Glaubenssystemen anhing. Trotzdem blühte in einigen Städten Malis im 13. Jahrhundert die islamische Gelehrsamkeit. Erst während der Kolonialperiode kam es zu Tendenzen der islamischen Staatengründung in Westafrika, etwa durch Usman dan Fodio, dem Gründer des Kalifats von Sokoto, oder Seku Amadu Bari, der den theokratischen Staat Massina gründete. Parallel dazu konvertierten viele junge Männer zum Islam, der in ihren Augen eine Alternative zur europäischen Kolonialkultur darstellte. Der Islam hat im Verlauf der Zeit zahlreiche Elemente der traditionellen Religionen aufgenommen und die mystischen Traditionen des Sufismus erfreuen sich großer Beliebtheit. Die einflussreichen religiösen Spezialisten beziehen ihr Ansehen aus ihrer Kenntnis der arabischen Schrift, des Korans, aber auch spezieller göttlicher Segnung, dem Wissen um speziell mächtige Suren aus dem Koran und anderen esoterischen Fähigkeiten. Auch der Glaube an Geister und Geisterbeschwörung ist in der Bevölkerung Malis tief verankert; während er von vielen als normaler Teil des Islam angesehen wird, bezeichnen ihn andere als Gotteslästerung und unislamisch.[57] Die Sufi-Tradition des malischen Islam wie auch der jahrhundertelange Austausch mit anderen Völkern Westafrikas haben einen Islam geprägt, der nicht für Extremismus anfällig ist. Der Wahhabismus ist in Mali zwar bereits seit den 1950er Jahren präsent, hatte jedoch bis vor kurzem nur sehr wenig Einfluss.[58]

Die häufig unter dem Begriff Animismus zusammengefassten religiösen Traditionen, die vor der Islamisierung vorherrschend waren, sind in ihrer ursprünglichen Form nur in abgelegenen Regionen des südwestlichen Teils des Landes erhalten geblieben. Sie dienen vor allem der Aufrechterhaltung der ländlichen Subsistenz-Gesellschaft und umfassen Ahnenkult, Glaube an Geister und Magie sowie die Praxis von Opfergaben und die Anwesenheit von Geheimgesellschaften. Jedes Mitglied der Gesellschaft durchläuft in seinem Leben verschiedene Phasen, wobei am Beginn jeder dieser Phasen ein Prozess der Initiation stattfindet, die von einem Aufnahmeritual in die nächste Phase abgeschlossen wird. Die religiösen Traditionen sind bei jeder der zahlreichen Ethnien des Landes verschieden.[59][60]

Christen machen nur etwa 1–5 % der Bevölkerung aus, die meisten davon bekennen sich zur katholischen Kirche und gehören den Völkern Dogon und Bobo an.[56][61][62] Der malische Staat respektiert die in der Verfassung festgeschriebene Religionsfreiheit.[56] Die malische Gesellschaft war bis zum Ausbruch der Rebellion von Respekt gegenüber Andersgläubigen geprägt. Der Erzbischof von Bamako Luc Sangaré war bis zu seinem Tod eine einflussreiche und auch von Moslems respektierte Persönlichkeit.[63] Religiöse Verfolgung hat in der neuesten Vergangenheit jedoch stark zugenommen.[64]

Bildung[Bearbeiten]

Öffentliche Schule in Kati, Region Koulikoro, Dezember 2002

Bis zum Ende der französischen Kolonialherrschaft existierte ein modernes Bildungssystem nur an wenigen Orten. Sein Ziel war vor allem die Ausbildung von Verwaltern und Übersetzern für die koloniale Administration.[65] Nach der Unabhängigkeit machte die Regierung von Modibo Keïta die Ausbildung von Fachpersonal für die Entwicklung des jungen Staates zu einer Priorität. Am Ende der 1960er Jahre besuchten immerhin ein Drittel der Jungen und ein Fünftel der Mädchen die Schule.[66] Die Diktatur ab 1968 brachte Rückschritte im Bildungssystem: Budgets wurden gekürzt, die Anzahl der Lehrer sank, die Lehrergewerkschaft war Repressalien ausgesetzt. Am Ende der 1980er Jahre konnte nur eines von fünf Kindern die Schule besuchen.[67] In den 1990er Jahren wurde Bildung wieder Priorität. In Zusammenarbeit mit der Weltbank wurde das Programm PRODEC aufgelegt, vor allen um die Qualität der Grundschulausbildung zu verbessern und allen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Das Bildungsbudget wurde aufgestockt und erreichte im Jahr 2004 einen Anteil von 30,06 % an den gesamten Staatsausgaben. Fast drei Viertel aller Kinder hatten dadurch Zugang zu Bildung.[68][69]

Das malische Schulsystem ist an jenes anderer französischsprachiger Länder angelehnt. Weniger als 2 % der Kinder besuchen Kindergärten (jardins d'enfants). Mit sechs Jahren werden die Kinder eingeschult, die Grundschule (Premier cycle) dauert sechs Jahre, daran schließt sich ein dreijähriger Second cycle an. Nach Abschluss dieses Second cycle können die Schüler ein dreijähriges Lycée besuchen.[70] Akademische Bildungseinrichtungen gibt es in Bamako und Ségou. An der Université de Bamako studierten im Jahr 2011 80.000 Studenten.[71][72]

Trotz der Fortschritte der letzten 15 Jahre sieht sich das malische Bildungssystem zahlreichen Problemen gegenüber. Finanznot bedingt schlechte Räumlichkeiten, den Mangel an Unterrichtsmaterial und an Lehrern: ein Lehrer für 66 Schüler im Jahr 2006.[73] Politische Krisen im In- und Ausland verursachen Flüchtlingsströme, die die lokalen Schulen überlasten. Der Anteil der Schüler, die die Schule vor dem Abschluss abbrechen, ist sehr hoch, und der Zugang vom Bildungssystem ist aus kulturellen und finanziellen Gründen ungleich verteilt: Mädchen haben eine viel niedrigere Chance auf Bildung als Jungen, die Landbevölkerung deutlich geringere Möglichkeiten als die Stadtbevölkerung. Heute sind 74 Prozent aller mindestens 15 Jahre alten Personen Analphabeten (auch durch den früher geringeren Anteil des Schulbesuchs).[74]

Außerhalb des formellen Bildungssystems arbeiten Koranschulen, wo die Kinder ausschließlich in arabischer Sprache und Koranversen unterwiesen werden, und wo sie sich ihren Lebensunterhalt selbst durch Betteln erwerben müssen.[75] In Médersas werden die Kinder in religiösen Fächern, aber auch in Französisch, Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet.

Gesundheit[Bearbeiten]

Das Gesundheitssystem Malis ist nur wenig entwickelt, speziell außerhalb der Hauptstadt Bamako. Es stehen pro 100 000 Einwohner nur 5 Ärzte und 24 Krankenhausbetten zur Verfügung (Stand: 1999). Bedingt durch Mangelernährung, verkeimtes Trinkwasser und schlechte Hygiene treten Infektionskrankheiten wie Malaria, Cholera und Tuberkulose regelmäßig auf.[76] Nur 43 % der Bevölkerung können bei Krankheit oder Verletzung einen Arzt aufsuchen.[77] Im Jahr 2006 wurde in der Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren eine HIV-Prävalenz von 1,3 % ermittelt, was etwa 66 000 Personen entspricht. Diese Zahl bedeutet einen Rückgang gegenüber den späten 1990er Jahren, als die HIV-Prävalenz auf bis zu 3 % geschätzt wurde.[78] Immerhin wissen fast zwei Drittel der Bevölkerung über die Übertragungswege von HIV Bescheid; trotzdem werden (vermeintlich) HIV-positive Menschen gesellschaftlich ausgegrenzt.[79]

Mali gehört zu jenen Staaten, wo die Beschneidung junger Mädchen am weitesten verbreitet ist. Im Jahr 2006 gaben 85 % der Frauen an, beschnitten zu sein. Ebenso viele Frauen gaben an, ihre Töchter beschneiden lassen zu wollen. Die Praxis ist dabei fast unabhängig von Einkommen, Ausbildungsniveau oder Religion: auch zwei Drittel der Frauen christlicher Religion sind beschnitten. Frauen der Tuareg oder Songhai sind zu weniger als einem Drittel beschnitten, während der Anteil beschnittener Frauen bei den Bambara oder Malinké bei 98 % liegt. Da der Eingriff in der Regel vor dem 5. Lebensjahr und nicht von medizinischem Fachpersonal, sondern von einer traditionellen Beschneiderin durchgeführt wird, sind Komplikationen häufig. Trotzdem ist die Beschneidung so fest in der Tradition der Völker Malis verwurzelt, dass sämtliche Initiativen zur Abschaffung der Beschneidung nur zu einem sehr geringen Rückgang dieser Praxis geführt haben.[80]

Politik[Bearbeiten]

Ibrahim Boubacar Keïta, Präsident Malis seit 4. September 2013

Mali erfreute sich bis zum Militärputsch im März 2012 an politischer Stabilität, die zwei Jahrzehnte anhielt und die das Land aufgrund regelmäßig abgehaltener Wahlen als gelungenes Beispiel einer Demokratisierung in Afrika gelten ließ.[81] Gleichzeitig blieb es aber eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Der Putsch von 2012 hat Malis Krisenanfälligkeit und seine schwerwiegenden institutionellen Schwächen offensichtlich gemacht: inadäquate Institutionen, mangelnde Aufsicht, grassierende Korruption und Veruntreuung staatlicher Mittel wie Gelder aus der Entwicklungshilfe haben die Demokratie in Mali zu einer Fassade verkommen lassen, von der nur die Eliten, nicht aber die Durchschnittsbürger profitierten.[82]

Die instabile Lage hat derweil Auswirkungen auf die Nachbarländer: Ein massiver Rückfluss von Ausländern, die in Mali beschäftigt waren, drückt auf die Arbeitsmärkte der Nachbarstaaten, und die Regierungen sahen sich veranlasst, ihre Ausgaben für Sicherheit und Rüstung zu erhöhen.[83]

Politisches System[Bearbeiten]

Das politische Leben Malis basiert auf der Verfassung, die im Jahre 1992 durch eine Volksabstimmung angenommen wurde. Das Regierungsmodell ist an jenem Frankreichs angelehnt und wird häufig als semipräsidentielle Republik bezeichnet. Es sieht eine Gewaltentrennung in Exekutive, Legislative und Judikative vor.

Die exekutive Macht liegt in den Händen des Staatspräsidenten, der alle fünf Jahre durch direkte Wahl in zwei Wahlgängen bestimmt wird.[84] Er ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte.[85] Die Amtsdauer ist auf zwei Legislaturperioden beschränkt.[86]

Der Präsident ernennt einen Premierminister als Regierungschef, der ihm seinerseits Minister vorschlägt. Der Präsident ist Vorsitzender des Ministerrates.[87] Der Ministerrat setzt die Regierungspolitik um und legt der Nationalversammlung Gesetzesvorschläge zur Abstimmung vor. Die Anzahl der Ministerien ist typischerweise hoch (24 im Jahre 2004,[88] 34 im Jahre 2013[89]), die Effizienz der Ministerien darf als niedrig bezeichnet werden.[89] Die Legislative wird durch die Nationalversammlung, das Einkammernparlament Malis, repräsentiert.[90] Die 147 Mitglieder der Nationalversammlung werden alle fünf Jahre vom Volk gewählt.[91] Der Parlamentspräsident wird für die gesamte Mandatsperiode gewählt, alle anderen Ämter im Parlament (die acht Vizepräsidenten, die acht Parlamentssekretäre und die zwei Quästoren) werden jährlich neu vergeben.[92] Die Regierung muss sich dem Parlament gegenüber verantworten,[93] der Präsident hat jedoch die Vollmacht, das Parlament aufzulösen.[94]

Die Verfassung sieht eine unabhängige Judikative vor,[95] in der Praxis hat die Regierung jedoch erheblichen Einfluss auf das Justizsystem, weil sie Richter ernennen und beaufsichtigen darf. Die höchsten Instanzen sind das Verfassungsgericht und der oberste Gerichtshof.[88][96][97]

Nordmali-Konflikt[Bearbeiten]

Konflikte zwischen den Nomaden der Sahara, die vor allem aus Tuareg und arabischen Stämmen bestehen, reichen sehr weit in die Geschichte Westafrikas zurück. Die hellhäutigen Nomaden fielen regelmäßig in die Dörfer der dunkelhäutigen sesshaften Bauern ein, um Nahrungsmittel, Vieh und Sklaven zu erbeuten. Die französischen Kolonialherren brachten die Nomaden nicht unter ihre Kontrolle, die Abschaffung der Sklaverei im Jahre 1904 betraf die Tuareg nicht. Ein latenter Rassengegensatz wurde somit von den Franzosen sogar noch angestachelt.[98][99]

Als sich die Unabhängigkeit Französisch-Westafrikas anbahnte, gehörten die Tuareg zu den Gegnern der Loslösung von Frankreich: aus ihrem Blickwinkel war die französische Herrschaft gegenüber der Herrschaft dunkelhäutiger Afrikaner - ihrer früheren Sklaven - das kleinere Übel. Die Politik der ersten Regierung Malis versuchte, die Tuareg sesshaft zu machen, zu Landwirtschaft zu bewegen, ihnen die Bambara beizubringen und so Teil des Nationalstaates Mali zu machen. Diese Versuche schlugen fehl. Nachdem der erste Tuareg-Aufstand von 1957 sich noch gegen die französische Kolonialregierung gerichtet hatte, kam es 1962 zu einem Aufstand, der Zölle auf Viehexporte und damit die Bedrohung der Lebensgrundlage der Nomaden zur Ursache hatte. Dieser Aufstand wurde mit großer Brutalität gegen Zivilisten von Seiten der malischen Armee bekämpft und erst beendet, als Algerien klar gemacht hatte, keine Aufständischen auf seinem Territorium dulden zu wollen. In den 1970er und 1980er Jahren wurde die Wirtschaft der Nomaden durch anhaltende Trockenheit größtenteils zerstört, sie verloren etwa 80 % ihrer Tiere. Viele Tuareg mussten ihr nomadisches Dasein aufgeben und zogen in die Städte, wo sie als Händler tätig waren, oder verdingten sich bei ausländischen Armeen als Söldner. Die Regierung von Diktator Traoré ignorierte indes die Not und die vielen Toten in den Lagern der Nomaden.[100]

„Die Flamme des Friedens“ – Denkmal zur Erinnerung an den Friedensschluss zwischen dem Staat Mali und den Tuareg, 1996

Vor diesem Hintergrund kam es 1990 zum neuerlichen Aufstand der Tuareg, der zunächst nationalistische, später ethnische Hintergründe hatte. Das malische Militär war zu schwach, diesen Aufstand zu beenden, was nicht zuletzt zum Sturz des Diktators Moussa Traoré führte. Die neue Regierung verhandelte mit algerischer Vermittlung den Nationalen Pakt, der 1992 unterzeichnet, aber von beiden Seiten nie umgesetzt wurde. Die Gewalt und die Flüchtlingsströme endeten nicht. Die Erkenntnis, dass der Konflikt nicht militärisch zu lösen war, gab Anschub für ein ziviles Programm zur Konfliktbeendung, in dessen Folge ab etwa 1995 die Gewalt abflaute, die Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehrten und Kämpfer in das zivile Leben eingebunden wurden. Am 27. März 1996 wurde unter Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste in Timbuktu die Flamme des Friedens entzündet und 3000 Waffen verbrannt.[101]

Seit 2006 haben die Angriffe von Aufständischen im Norden Malis eine neue Qualität. Die nationalistischen oder ethnischen Motive haben Rivalitäten zwischen Schmugglerbanden Platz gemacht. Die malische Regierung nutzte mit Erfolg die Uneinigkeit der Nomaden, um im Jahr 2009 die Tuareg mit Hilfe von arabischen Milizen zu besiegen.[102]

Der Krieg in Mali der Jahre 2012 und 2013 begann als vierte Tuareg-Rebellion. Sie wurde von der 2011 gegründeten MNLA, einem Sammelbecken von mehreren Tuareg-Gruppen, angeführt. Aus Libyen zurückgekehrte Tuareg, die neben militärischer Ausbildung auch schwere Waffen mitgebracht hatten, waren weitere Treiber dieser Rebellion. Die ersten Kämpfe brachen am 17. Januar 2012 östlich von Gao aus und erreichten mit der äußerst brutalen Ermordung von 80 Soldaten der malischen Armee bei Aguelhok einen vorläufigen tragischen Höhepunkt.[103] Innerhalb kurzer Zeit brach in Nordmali die politische und militärische Staatsmacht zusammen, nicht zuletzt deshalb, weil im Rahmen der Friedensbemühungen viele einflussreiche Posten an Tuareg vergeben worden waren. Diese liefen zur MNLA über und nahmen dabei auch die von den USA an die malische Armee gelieferte Ausrüstung mit. Bereits zu Beginn der MNLA-Rebellion waren Elemente der islamistischen Organisationen MUJAO, al-Qaida im Maghreb und Ansar Dine unter den Kämpfern. Im Juni begannen die Islamisten jedoch, die MNLA zu bekämpfen und die Scharia in dem von ihnen gehaltenen Gebiet namens Azawad einzuführen. Die Ausdehnung des eroberten Territoriums über den Norden hinaus und die Drohung, ganz Mali zu erobern, führte schließlich zur Intervention des Westens in Form der Opération Serval. Während die Islamisten mit beachtlicher Effizienz aus den Städten vertrieben wurden, sind die Ursachen, die den Konflikt verursacht haben, nach wie vor latent. Schlechte Regierungsführung, Schmuggel, Korruption und die tiefe Kluft zwischen den hellhäutigen Nomaden und den dunkelhäutigen Bewohnern des Südens werden für die nächsten Jahrzehnte Mali, seine Nachbarstaaten und die internationale Gemeinschaft vor große Herausforderungen stellen.[104]

Parteienlandschaft[Bearbeiten]

Die zahlreichen politischen Parteien sind von zentraler Bedeutung für das politische Geschehen in Mali. Es existieren momentan über 160 Parteien, von denen jedoch nur 12 im Parlament vertreten sind. Die wichtigste Partei ist der von Präsident Keïta geführte Rassemblement pour le Mali (RPM), die das Parteienbündnis Le Mali d'abord anführt und damit das Parlament dominiert. Weitere bedeutende Parteien sind die mit der RPM verbündete ADEMA und die Oppositionspartei Union pour la république et la démocratie (URD).[105]

Parteien sind in Mali kein Zusammenschluss von Menschen mit gleicher politischer oder ideologischer Gesinnung, sondern Vehikel von Patriarchen, die eine Gruppe von Klienten um sich scharen. Verschwindet die Führungsfigur, geht meist auch die Partei unter; die Hürden, zu einer anderen Partei zu wechseln, sind niedrig. Obwohl einschlägige Vorschriften existieren, ist das Gebaren der Parteien absolut intransparent. Es werden keine Mitgliederlisten geführt, es existiert keine Buchhaltung, Spenden werden bar angenommen, Spenderverzeichnisse werden nicht aufgestellt und Einfluss auf politische Entscheidungen wird zwecks Finanzierung von Wahlkämpfen verkauft. Klare Programme lassen alle malischen Parteien vermissen. Bei Wahlen ist Stimmenkauf durch die Parteien ein häufig praktizierter Vorgang; angesichts der weit verbreiteten Armut sind Wähler bereit, für die Zahlung von wenigen Euro einer Partei ihre Stimme zu geben. Die Wahlbeteiligung ist chronisch niedrig; in fast keinem Land Afrikas beteiligt sich ein so niedriger Anteil der Bevölkerung an Wahlen wie in Mali.[106][107]

Korruption und Kriminalität[Bearbeiten]

Die weit verbreitete Korruption hat maßgeblich zum Kollaps der staatlichen Ordnung Malis im Jahr 2012 beigetragen. Zahlreiche Quellen geben übereinstimmend an, dass die Korruption bereits in den Jahren der Militärdiktatur ein Problem war jedoch während der Demokratie schlimmer geworden ist. Ihre Bekämpfung wird zu den wichtigen innenpolitischen Themen der kommenden Jahre gehören.

Korruption kommt in Mali in vielen verschiedenen Formen vor. Von den Bürgern werden regelmäßig Schmiergeldzahlungen für staatliche Leistungen verlangt, die eigentlich kostenlos oder zu festgelegten Preisen erbracht werden sollen. Lukrative Posten in Regierung oder Verwaltung werden routinemäßig verkauft oder an Parteigänger von einflussreichen Politikern vergeben, selbst wenn Kriterien für die Besetzung der betreffenden Posten gröblich verletzt werden. Die Veruntreuung von staatlichen Geldern oder auch Geldern aus der Entwicklungshilfe grassiert zu einem so schamlosen Ausmaß, dass diverse ausländische Geldgeber ihre Programme vorübergehend auf Eis legten oder beendeten.[108] Bei staatlichen Projekten verlangen korrupte Beamte vom Auftragnehmer regelmäßig Kick-backs. Regierungsbehörden stellen gegen entsprechende Zahlung gefälschte Papiere aus, darunter auch Diplomatenpässe. Korrupte Beamte in Kommunalverwaltungen betrügen Bürger beim Kauf von Land, Doktoren, die bei staatlichen Krankenhäusern angestellt sind und dort ihr Gehalt beziehen, arbeiten in Wirklichkeit in privaten Spitälern. Staatliche Institutionen und ganze Ministerien entziehen sich jahrelang der Auditierung. Seit 2003 existiert in Mali das Amt eines Vérificateur général, der direkt dem Staatspräsidenten untersteht und über die ordnungsgemäße Verwendung von staatlichen Mitteln wachen soll. Der Vérificateur général trug in seinem Bericht Hinweise auf Veruntreuung von 479 Millionen US-Dollar zusammen und empfahl strafrechtliches Vorgehen gegen mehrere hochrangige Politiker. Weiterführende Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft, geschweige denn Verhaftungen, wurden jedoch von Präsident Amadou Toumani Touré persönlich verhindert.[109]

Die Politik Malis ist mit der organisierten Kriminalität, vor allem dem Schmuggel und der Lösegelderpressung, auf mehrfache Weise verbunden. Der Transsaharahandel mit Nordafrika hat eine jahrhundertelange Tradition, seit den 1960er Jahren wurden in Algerien und Libyen subventionierte Güter aus dem Land sowie Zigaretten und Vieh in das Land geschmuggelt. Seit den frühen 2000er Jahren werden vermehrt Drogen durch Mali transportiert, die auf dem Weg von Südamerika und Marokko nach Europa und in den Nahen Osten sind. Auch Waffen, speziell seit dem Zusammenbruch Libyens, und Menschen, vor allem Frauen, gehören zu den einträglichsten Schmuggelgütern. Die Regierung Malis hat Milizen arabischen Hintergrundes erlaubt, am Schmuggelgeschäft und den damit verbundenen beträchtlichen Gewinnen teilzuhaben, um damit den Kampf gegen Tuareg-Rebellen, die ihrerseits auch am Schmuggel beteiligt sind, zu finanzieren. Es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass auch hochrangige Politiker in Bamako am Schmuggel durch die Sahara verdienen, wenngleich direkte Beweise fehlen.[110][111][112]

Das Geschäft der Lösegelderpressung wird vor allem von AQIM und seinen Splitterorganisationen betrieben. Zwischen 2003 und 2014 wurden mehrfach westliche Ausländer in Mali oder den Grenzregionen der Anrainerstaaten entführt, die Lösegeldzahlungen für die betreffenden Bürger spülten je nach Quelle zwischen 40 und 70 Millionen US-Dollar in die Kassen der Terroristen. Politiker der Sahel-Staaten, die sich als Vermittler zwischen Entführern und ausländischen Regierungen anbieten, bekommen in der Regel einen Anteil des Lösegeldes. Da sich die Geschäfte der Schmuggler und Erpresser ergänzen, sind sie Allianzen und Symbiosen mit häufig wechselnder Intensität eingegangen, die die Grenzen zwischen Unabhängigkeitskämpfern, Terroristen und Kriminellen verschwimmen lässt. Um die Kontrolle über Nordmali zurückzuerlangen, werden Mali und die internationale Gemeinschaft bis zu einem gewissen Grad mit Kriminellen zusammenarbeiten und ihnen gleichzeitig den Nährboden entziehen müssen.[110][111][113]

Menschenrechte[Bearbeiten]

Während des Krieges in Nordmali wurden von Seiten der Rebellen, Islamisten, diverser Milizen und der staatlichen Sicherheitskräfte grobe Verletzungen der Menschenrechte begangen; auch seit Vertreibung der Rebellen aus den Städten Nordmalis werden Menschenrechte immer wieder verletzt. Den Rebellen und Islamisten wird konkret vorgeworfen, Gefangene hingerichtet zu haben, sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu verüben und in den beherrschten Gebieten mittelalterlich anmutende Körperstrafen wie Auspeitschungen, Steinigungen oder Amputationen zu vollziehen. Nach wie vor werden Ausländer zum Zweck der Lösegelderpressung entführt und zuweilen ermordet. Die Rebellen wie auch der Regierung nahestehende Milizen werden beschuldigt, Kindersoldaten rekrutiert und eingesetzt zu haben.[114]

Der Armee und anderen staatlichen Sicherheitsorganen wird vorgeworfen, im Zuge der Kampfhandlungen Flüchtlingslager und Zivilisten beschossen, willkürlich Menschen verhaftet und misshandelt zu haben, denen Verbindungen zu den Rebellen nachgesagt wurden. Speziell im Zusammenhang mit dem Militärputsch von 2012 kam es zu willkürlichen Verhaftungen und auch zu Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren.[114]

Streitkräfte[Bearbeiten]

In den frühen 1990er Jahren, am Ende der Militärdiktatur, hatte Mali eine der stärksten Armeen Westafrikas. Die beiden demokratisch legitimierten Präsidenten gaben der wirtschaftlichen Entwicklung dem Militär gegenüber Vorrang und verzichteten -auf den Ankauf teurer moderner Rüstungsgüter. Vor dem Putsch von 2012 betrug das jährliche Budget für Verteidigung nur 174 Millionen US-Dollar.[115] Gleichzeitig breiteten sich Korruption und Misswirtschaft auch im Militär aus:- Favoritismus und Postenkauf führten zu einer hohen Anzahl von Offizieren, deren hohe Gehälter große Teile des Budgets für Landesverteigung verschlangen. Die vorhandene Ausrüstung wurde nicht unterhalten, Gelder für den Neukauf von Material und für die Soldzahlungan an die Soldaten wurden teils veruntreut. Speziell in Nordmali begannen Teile der Armeeführung, mit Schmugglern und auch mit AQIM zu kolludieren.[116]

Die Unterstützung, die die malische Armee im Rahmen der Pan-Sahel-Initiative und danach der Trans-Saharan Counterterrorism Initiative erhielt, blieb weitgehend wirkungslos. Diese beiden Programme wurden von den USA aufgelegt, um die Sicherheitslage in der Sahara zu verbessern und zu vermeiden, dass ein Rückzugsgebiet für Terroristen und Kriminelle entsteht. Das Geld und die Informationen wurden von den Empfängerstaaten, nicht nur von Mali, zur Bekämpfung von innenpolitischen Gegnern benutzt. Die Ignoranz der Armeeführung gegenüber den Soldaten im Feld, den Verwundeten und den Hinterbliebenen der Gefallenen führten zu sehr schlechter Motivation der Truppen. Somit hatten die Rebellen, als sie im März und April 2012 den Norden Malis einnahmen, leichtes Spiel mit den malischen Soldaten, viele der von den USA teuer ausgebildeten Offiziere liefen in den ersten Tagen der Kämpfe zu den Aufständischen über.[117][118] Auch die Leichtigkeit, mit der die Putschisten um Amadou Sanogo zum Präsidentenpalast vordringen konnten, zeugt von der herrschenden Unprofessionalität im Militär.

Die malische Armee wird zur Zeit neu aufgebaut und restrukturiert. Zu diesem Zweck wurde die African-led International Support Mission to Mali in die 11.200 Mann starke Friedensmission United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali überführt, deren Aufgabe es ist, die aus der Hand der Extremisten befreiten Gebiete langfristig zu sichern und zu befrieden; eine 1000 Mann starke Paralleltruppe soll derweil die terroristischen Gruppen bekämpfen. Die Ausbildungsmission der Europäischen Union hat parallel dazu begonnen, 3000 malische Soldaten auszubilden.[119] Die Stärke von MINUSMA ist jedoch nach wie vor nicht auf dem notwendigen Niveau, sowohl was Personal als auch was Ausrüstung anbelangt. Ob Mali im Zuge dieser Missionen eine korruptionsfreie, sich dem Gesetz unterordnende Landesverteidigung erhält, wird nicht zuletzt davon abhängen, ob die lokalen Entscheidungsträger gewillt sind, ihre Privilegien und damit verbundenen Zusatzeinkünfte abzugeben.[120]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Malis
Bamako Timbuktu Kidal Gao Mopti Ségou Kayes Sikasso Koulikoro Senegal Guinea Elfenbeinküste Burkina Faso Mauretanien Algerien Niger Benin Togo Nigeria Ghana Sierra Leone Marokko
Die Regionen und der Hauptstadtdistrikt Malis
Das Dorf Telly am Felsen von Bandiagara

Der Staat gliedert sich in acht Regionen und den Hauptstadtdistrikt. Diese teilen sich in 49 Kreise und 703 Gemeinden. Die Regionen sind jeweils nach ihren Hauptstädten benannt.

Region Hauptstadt Fläche Einwohner (2009)
Bamako (Hauptstadtdistrikt) 245 km² 1.809.106
Gao Gao 170.572 km² 544.120
Kayes Kayes 197.760 km² 1.996.812
Kidal Kidal 151.450 km² 67.638
Koulikoro Koulikoro 89.833 km² 2.418.305
Mopti Mopti 88.752 km² 2.037.330
Ségou Ségou 64.947 km² 2.336.255
Sikasso Sikasso 70.280 km² 2.625.919
Timbuktu Timbuktu 408.977 km² 681.691

Geschichte[Bearbeiten]

Vorkoloniale Periode[Bearbeiten]

Mutmaßliche Ausdehnung des Malireiches im 13. Jahrhundert
Hauptartikel: Geschichte Malis

Felsmalereien belegen die Besiedlung Malis seit dem Paläolithikum. Man weiß, dass der Handel über die Sahara mit Nordafrika bereits vor mehr als 2000 Jahren hohe Bedeutung hatte und den Handelsorten am Südrand der Sahara zu Wohlstand verhalf. Um 300 v. Chr. blühte die Jenne-Jeno-Kultur, sie ist durch archäologische Funde dokumentiert.[45]

Zwischen dem 4. und 11. Jahrhundert dominierte das Ghana-Reich der Soninke die Region zwischen Senegal und Niger. Sein Zentrum lag in der Nähe des heutigen Néma, es fiel 1076 durch eine Invasion der Almoraviden. Zwei Jahrhunderte später erreichte das Mali-Reich der Malinke die Hegemonie über die Region, sein Zentrum lag am Oberlauf des Niger. Das Mali-Reich wurde durch die Aufzeichnungen des Ibn Batuta, aber auch durch die Pilgerfahrt seines sagenhaft reichen Herrschers Mansa Musa berühmt. Seinem Niedergang im 15. Jahrhundert folgt das Songhaireich mit Zentrum in Gao, das Städten wie Djenné und Timbuktu zur Blüte verhalf, unter anderem mit universitätsähnlichen Bildungseinrichtungen.[121] Das Songhai-Reich wurde zunächst durch eine marokkanische Invasion am Ende des 16. Jahrhunderts mit der Eroberung von Timbuktu und Gao geschwächt und es entstanden zahlreiche kleine Staaten. Ab dem 17. Jahrhundert bauten Bambara Herrschaftszentren entlang des Niger um Ségou auf (Reich von Bambara). Im Gebiet des Massina entstand das Massina-Reich der Fulbe. Ende des 18. Jahrhunderts übernahmen Herrscher des Volkes der Tukulor (andere Bezeichnung: Toucouleur) die Macht im nahezu gesamten heutigen Staatsgebiet Malis.[121][122]

Koloniale Periode[Bearbeiten]

Die sieben Kolonien, die um 1936 Französisch-Westafrika bildeten

In den 1880er Jahren begann die französische Kolonialarmee, beginnend vom Westen das heutige Mali unter ihre Kontrolle zu bringen. Vor dem Hintergrund der britischen Konkurrenz um Westafrika versuchten sie, mit militärischen und diplomatischen Mitteln ihren Einfluss auf die gesamte Sahelzone auszudehnen. Sie trafen dabei auf Kollaborateure wie auch auf militärisch organisierte Rivalen, vor allem in Ségou und in der Person von Samory Touré, der selbst ein Reich aufbauen wollte. Bis 1899 eroberte Frankreich das gesamte heutige Mali, wenngleich es die Nomaden in der Sahara nie unter Kontrolle bringen konnte. Im Jahre 1893 wurde Louis Albert Grodet erster Gouverneur der Kolonie Französisch-Sudan. Bamako wurde Hauptstadt der Kolonie und 1904 wurde die Bahnlinie nach Dakar fertig gestellt. Die Region blieb für die Franzosen aber von untergeordneter Bedeutung, es lieferte vor allem Soldaten, die in den beiden Weltkriegen auf französischer Seite kämpften.[46][123]

Bereits seit den 1930er Jahren gab es Intellektuelle, die für die Unabhängigkeit der Kolonie eintraten. Es entstanden die Parteien PSP und US-RDA, wobei letztere stärker antikolonialistisch auftrat. Nachdem 1956 allen Bürgern der Kolonien das Wahlrecht zugestanden wurde und nachdem die französische Verfassung von 1958 den Kolonien volle innere Autonomie erlaubte, vereinigten sich die Kolonien Senegal und Französisch-Sudan am 4. April 1956 und erklärten sich als Mali-Föderation am 20. Juni 1960 unabhängig.[124] Aufgrund von Differenzen zwischen den führenden Politikern der beiden Landesteile Modibo Keïta und Léopold Sédar Senghor zerbrach die Föderation bereits am 20. August desselben Jahres. Am 22. September 1960 erklärte die frühere Kolonie Französisch-Sudan formell ihre Selbständigkeit unter dem Namen Republik Mali.[46][124]

Unabhängigkeit[Bearbeiten]

Nach der Unabhängigkeit wurde Mali ein Einparteienstaat unter Präsident Keïta, dessen Macht sich auf die US-RDA stützte. Er vertrat eine sozialistisch orientierte Politik, die auf Zentralisierung und Mobilisierung der Massen durch die Parteistrukturen abzielte. Ohne mit Frankreich zu brechen wurde eine engere Zusammenarbeit mit den Ostblockstaaten gesucht. Das Regime Keïtas wurde aufgrund schlechter wirtschaftlicher Lage und wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung immer repressiver.[125] Am 19. November 1968 putschte sich eine Gruppe junger Militärs um Moussa Traoré an die Macht. Zu ihrer Machtbasis wurde die Einheitspartei UDPM. Sie setzte die sozialistische Politik Keïta im Großen und Ganzen fort, begann aber ab der Mitte der 1970er Jahre verstärkt, den Anschluss an die westlichen Industriestaaten zu suchen. In die Ära Traorés fielen zwei verheerende Dürren, die Unruhen von 1980 und zu allem Überfluss verstrickte sich der ohnehin schon schwache malische Staat zweimal in bewaffnete Grenzkonflikte mit dem Nachbarstaat Burkina Faso. Im Norden revoltierten die Tuareg.[46][126]

Touré wurde wiederum durch einen Staatsstreich am 26. März 1991 gestürzt. Im Jahr 1992 fanden die ersten freien Wahlen in der Geschichte des Landes statt, die der Geschichtsprofessor Alpha Oumar Konaré (ADEMA-PASJ) gewann. Nach zwei Amtsperioden folgte Konaré der Putschist von 1991, Amadou Toumani Touré im Amt nach. In dieser Phase wurden mit ausländischer Unterstützung bedeutende Reformen in Verwaltung und Justiz durchgeführt. Wenngleich Mali in der Folge als gelungenes Beispiel für die Demokratisierung in Afrika gelobt wurde, blieb die Staatsverwaltung ineffizient, korrupt und die Armut hoch. Beide Präsidenten versäumten es auch, eine Lösung für die Tuareg-Frage zu finden.

Putsch 2012 und danach[Bearbeiten]

Der Nordmali-Konflikt wurde akut, nachdem zahlreiche schwer bewaffnete Söldner und Islamisten aus dem Krieg in Libyen nach Mali kamen und sich mit den Tuareg-Rebellen verbündeten. Im Januar 2012 griffen Tuareg-Verbände das malische Militär im Nordosten des Landes an, drei Monate später hatten sie den gesamten Norden unter ihre Kontrolle gebracht und erklärten das von ihnen beherrschte Gebiet für unabhängig.[46][127] Die Armee Malis hatte den Rebellen nichts entgegenzusetzen, immerhin besaß es die Kraft, den Präsidenten aus dem Amt zu putschen: Mit der Begründung der Unfähigkeit der Regierung, den seit Mitte Januar 2012 andauernden Aufstand der Tuareg-Rebellen der Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad (MNLA) in der Region Azawad im Norden des Landes unter Kontrolle zu bekommen, wurde die Regierung von einer Gruppe niederrangiger Offiziere um Hauptmann Amadou Sanogo für gestürzt und Präsident Amadou Toumani Touré für abgesetzt erklärt.[128][129] Der UN-Sicherheitsrat, die Afrikanische Union und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verurteilten den Staatsstreich und belegten die Militärjunta mit Sanktionen; Entwicklungshilfe wurde vorübergehend eingestellt.[130] Demgegenüber nahm die Bevölkerung den Putsch gelassen hin, es kam sogar zu Solidaritätskundgebungen mit den Putschisten.

Unterdessen nahmen die Tuareg-Rebellen der MNLA im Norden des Landes alle Städte der Region Azawad ein und erklärten am 6. April 2012 die einseitige Unabhängigkeit des Azawad.[131] Zwischen Januar und Juli 2012 flüchteten über 250.000 Malier infolge der politischen Instabilität, der unsicheren Lage und des mangelhaften Zugangs zu Nahrungsmitteln und Wasser in die Nachbarländer Burkina Faso, Mauretanien und Niger. Außerdem gab es im selben Zeitraum rund 105.000 Binnenflüchtlinge im Norden und rund 69.000 Binnenflüchtlinge im Süden Malis.[132]

Erst im Dezember 2012 stimmten die Vereinten Nationen einer Resolution zu, die den Weg zu einer militärischen Intervention des Westens in Mali frei machte. Als sich die Rebellen im Januar 2013 aufmachten, auch den Süden des Landes zu erobern, bat Übergangspräsident Dioncounda Traoré die frühere Kolonialmacht Frankreich um Hilfe. Mit der Operation Serval konnten die Islamisten schnell besiegt und das Kommando an afrikanische Truppen zurück übertragen werden.[46] Die mehrmals verschobene Präsidentschaftswahl in Mali 2013 gewann der frühere Premierminister Ibrahim Boubacar Keïta;[133] er gilt als Kandidat der Oligarchie, die auch vor dem Putsch die Macht innehatte. Gleichzeitig bleibt die Lage speziell im Norden instabil, es kommt immer wieder zu Anschlägen von islamistischer Seite, während die Minderheiten der Mauren und Tuareg Vergeltung von Seiten der schwarzafrikanischen Bevölkerungsmehrheit ausgesetzt sind.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Mali ist ein Entwicklungsland, dessen Wirtschaft hauptsächlich auf Landwirtschaft, Bergbau sowie dem Export von Rohstoffen beruht und stark von Entwicklungshilfe abhängig ist. Nach der Unabhängigkeit des Landes schuf die Regierung einige staatliche Unternehmen in Wirtschaftszweigen, die sie für strategisch wichtig hielt. Die Ineffizienz, Unbeweglichkeit und Korruptionsanfälligkeit dieser Staatsunternehmen, aber auch die schlechte Infrastruktur und das äußerst niedrige Ausbildungsniveau der Menschen behinderten und behindern das Wachstum der Wirtschaft. In den 1980er Jahren hatte die Politik der Regierung das Land in eine Wirtschaftskrise manövriert, die zur Schrumpfung der Wirtschaft und auch der landwirtschaftlichen Produktion führte. Die Geber von Entwicklungshilfe zwangen die Regierung zu Reformen, die zum Rückzug des Staates aus zahlreichen Sektoren und zu Dezentralisierung führte. Wenngleich diese Reformen von zahlreichen Beobachtern kritisiert wurden, so hat sich die malische Wirtschaft seitdem sehr dynamisch entwickelt.[134] Trotz des hohen Bevölkerungswachstums ist auch das BIP pro Kopf gewachsen, von 269 US-Dollar im Jahr 2001[135] auf 670 US-Dollar im Jahr 2013.[136] Das kaufkraftbereinigte BIP pro Kopf beträgt immerhin 1500 US-Dollar.[137]

Armut und fehlende Ernährungssicherheit sind jedoch drängende Probleme. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung Malis lebt unerhalb der nationalen Armutsgrenze, die in Mali bei einem Einkommen von 0,86 US-Dollar pro Tag und Person liegt.[138] Vor dem neuerlichen Ausbruch des Nordmali-Konflikts waren etwa 15 % der Kinder akut mangelernährt. Die seit Jahren tendenziell abnehmenden Niederschläge führen immer wieder zu Nahrungsmittelknappheit, wodurch Unterstützung durch das Ausland notwendig wird.[139]

Die kriegerischen Auseinandersetzungen haben zu einem vollständigen Erliegen des Tourismus geführt, so dass speziell in der Sahara kaum mehr eine legale Einkommensquelle existiert.[111]

Mali hat keine eigene Währung, sondern ist seit 1984 Mitglied der CFA-Franc-Zone; der davor 1962 eingeführte Mali-Franc wurde abgeschafft; somit hat die malische Regierung keine Hohheit über Währungs-, Zins- und Wechselkurspolitik. Der CFA-Franc ist mit einem festen Wechselkurs an den Euro gebunden und voll konvertibel. Dies erlaubt den Mitgliedsländern, Glaubwürdigkeit, Geldwertstabilität und damit niedrige Inflation zu importieren; die Vorteile eines effizienteren Handels mit den EU-Staaten werden jedoch durch allerlei Handelshemmnisse auf beiden Seiten zunichte gemacht.[140]

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft stellt den Hauptwirtschaftszweig des Landes dar

Die Landwirtschaft ist Malis wichtigster Wirtschaftszweig. Sie erbringt etwas weniger als 40% der Wirtschaftsleistung des Landes, beschäftigt aber 70 bis 80 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung. Der Anteil der Landwirtschaft an der Wirtschaftsleistung ist indes rückläufig: In den 1970er Jahren steuerte sie noch etwa 65% des BIP bei.[141] Traditionellerweise war jede Ethnie des Sahels auf die Herstellung eines landwirtschaftlichen Produktes spezialisiert, wie die Fulbe auf Viehzucht und Molkereiprodukte, die Bozo und Somono auf getrockneten Fisch, die Bambara auf Hirse und Baumwolle. Die Produkte wurden zwischen den Ethnien gehandelt, wodurch eine gegenseitige Abhängigkeit entstand. Dies führte zum seit etwa 1000 v. Chr. dauernden relativ friedlichen Zusammenleben von Ethnien, die sich potentiell feindselig gegenüberstehen könnten.[142]

Wenngleich aufgrund klimatischer Umstände nur ein kleiner Teil der Landesfläche genutzt werden kann, hat die Landwirtschaft ein großes Potential. Speziell in den Gebieten entlang der Flüsse Niger und Senegal sowie südlich der 600 Millimeter Isolinie ist Ackerbau als Überflutungs- bzw. Bewässerungs- oder als Regenfeldbau möglich. Zu den Hauptanbauprodukten gehören Erdnuss, Mais, Sorghum sowie Baumwolle. Im Dogonland ist zudem die Produktion von Zwiebelmasse bedeutsam und in der Region um Bamako, Bananenanbau.[143] Das größte künstlich bewässerte Gebiet ist das Office du Niger, wo auf 100.000 Hektar Reis und Zuckerrohr angebaut werden. Es gibt Pläne, diese Fläche bis 2018 zu verdoppeln.[144]

Bergbau und Rohstoffe[Bearbeiten]

Obwohl der Goldreichtum Malis bereits im Altertum legendär war, ist Bergbau in Mali ein relativ junger Wirtschaftszweig. Die ersten Exploration wurden in den 1980er Jahren durchgeführt, in den 1990er Jahren begann die stürmische Entwicklung der Goldgewinnung.[145] Heute ist Mali der drittgrößte Goldproduzent Afrikas nach Südafrika und Ghana, jährlich werden bis zu 50 Tonnen Gold gewonnen (10 % davon von zahlreichen nicht-industriellen Goldschürfern);[146] die Reserven werden auf 800 Tonnen geschätzt. Neben Gold lagern weitere Rohstoffe in Mali, dazu gehören geschätzte 20 Millionen Tonnen Phosphate, 40 Millionen Tonnen Kalk, 53 Millionen Tonnen Steinsalz, 1,2 Milliarden Tonnen Bauxit, 2 Milliarden Tonnen Eisenerz, 10 Millionen Tonnen Mangan, 10 Milliarden Tonnen Ölschiefer, 60 Millionen Tonnen Marmor, 5000 Tonnen Uran und 1,7 Millionen Tonnen Blei und Zink.[145] Aufgrund schlechter Infrastruktur und Energieversorgung sind diese Rohstoffe bislang zwar geologisch erfasst, aber nicht erschlossen.[146] Die Dominanz des Goldbergbaus wird durch die Anzahl der erteilten Lizenzen demonstriert: im Jahr 2011 gab es 251 Explorationslizenzen und neun Abbaulizenzen für Gold, jedoch nur 32 Explorationslizenzen und zwei Abbaulizenzen für alle anderen Rohstoffe gemeinsam.[147] Der Gold Abbau steuert 25 % des Staatshaushaltes und 7 % des Bruttoinlandsproduktes bei.[148] Die wichtigsten Minen selbst wie Sadiola, Yatela, Morila oder Syama gehören mehrheitlich ausländischen Gesellschaften wie Anglogold Ashanti, Iamgold oder Randgold Resources,[149] lediglich das Unternehmen Wassoul’Or, Betreiber der Kodieran-Goldmine, ist überwiegend in malischem Besitz.[150]

Den Minenbetreibern wird vorgeworfen, Umwelt und Lebensgrundlage der Bevölkerung zu zerstören, Arbeitskräfte auszubeuten, den Dorfgemeinschaften jedoch keine Vorteile zu bringen.[151] In der Tat haben alle Bergbauunternehmen gemeinsam weniger als 10.000 Arbeitsplätze geschaffen.[152] Vor diesem Hintergrund ist die Ankündigung zu sehen, dass eine Änderung des Bergbaugesetzes den Staatsanteil erhöhen und das Mitspracherecht der lokalen Gemeindeverwaltungen ausdehnen soll. Die Einrichtung einer Bergbauschule soll Mali helfen, seine Bergbauindustrie zu diversifizieren.[146]

Handwerk, Industrie, Dienstleistungen[Bearbeiten]

Mali hat nur wenig Industrie. Während unmittelbar nach der Unabhängigkeit einige größere staatliche Unternehmen zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte aufgebaut wurden (Textilien, Zigaretten, Gemüsekonserven), gibt es heute nur kleine und einige mittelgroße Verarbeitungsbetriebe v.a. für Nahrungsmittel[153] und Baustoffe. Die Investitionsquote in der Industrie ist im Gegensatz zu der im Bergbau seit langer Zeit rückläufig. 2007 erzeugte die Industrie Waren im Wert von 1,52 Milliarden US-Dollar, das sind 24,2 % des Bruttoinlandprodukts.[154]

Der Handels- und Dienstleistungssektor hat in den letzten Jahren durch den Tourismus einen gewissen Aufschwung erfahren, der jedoch durch Entführungen und den militärischen Konflikt in den Jahren seit 2011 gestoppt wurde.

Außenhandel[Bearbeiten]

Typischerweise importiert Mali deutlich mehr, als es exportiert. Das sich daraus ergebende Leistungsbilanzdefizit schwankte in den letzten Jahren zwischen 7,3% (2009) und 12,2% (2008) des BIP,[155] wobei es in den letzten Jahren dank hoher Gold- und Baumwollpreise tendenziell geschrumpft ist. Kapitalzuflüsse aus dem Ausland, vor allem in der Form von Entwicklungshilfe und Überweisungen der Malier im Ausland, sorgen dafür, dass die Zahlungsbilanz nicht so stark negativ ist wie die Leistungsbilanz - im Jahr 2012 betrug sie etwa 1% des BIP.[156]

Mali exportierte 2010 nach UN-Angaben Waren im Wert von 1.996 Mio. US$ (knapp 2,0 Mrd. $). Als Abnehmerland an der Spitze lag Südafrika (1.139 Mio. $) vor der Schweiz (242 Mio. $) und Italien (120 Mio. $). Nach Frankreich gingen Erzeugnisse im Wert von 23 Mio. $. Deutschland nahm Waren im Wert von 4 Mio. $ ab (2011: 2,2 Mio. Euro, davon entfielen 1,8 Mio. Euro auf landwirtschaftliche Produkte).

Von den Gesamtausfuhren Malis entfielen 2010 80,5 % (1.583 Mio. $) auf Gold. Weitere 8,5 % stellten Erzeugnisse aus Baumwolle (167 Mio. $).

Mali importierte 2010 Waren im Wert von 4.704 Mio. US$ (4,7 Mrd. $). Größtes Lieferland war Senegal (639 Mio. $) vor Frankreich (630 Mio. $), Benin (468 Mio. $) und China (467 Mio. $). Die deutschen Lieferungen hatten einen Umfang von 111 Mio. $. (2011 beliefen sie sich auf 80,2 Mio. €, davon entfielen 28,8 Mio. Euro auf Textilien.)[157]

Strukturell gesehen entfielen 26,0 % der Gesamteinfuhren Malis im Jahr 2010 auf Erdölprodukte. Ebenfalls 26,0 % stellten „Maschinen und Fahrzeuge“, darunter Maschinen (528 Mio. $), Kfz (319 Mio. $), Elektrotechnik (163 Mio. $) und Elektronische Erzeugnisse (117 Mio. $). Chemische Erzeugnisse hielten mit 694 Mio. $ einen Anteil von 14,8 % der malischen Gesamtbezüge aus dem Ausland.

Staatshaushalt[Bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 1,8 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 1,5 Milliarden US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 3,4 Prozent des BIP.[158] Die Auslandsschulden betrugen 2011 3,54 Milliarden US-Dollar.[159]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in Prozent des BIP) folgender Bereiche:

Infrastruktur[Bearbeiten]

Mali investiert jedes Jahr etwa 6 % seines BIP in Infrastruktur wie Verkehrseinrichtungen, Telekommunikation, Wasser- und Energieversorgung. Weitere 4 bis 5 % werden für Betrieb und Erhaltung aufgebracht. Mittelfristig werden jedoch deutlich höhere Investitionen notwendig sein, um zukünftig eine positive Entwicklung des Lebensstandards für die Bevölkerung abzusichern, vor allem im Energie- und Wassersektor.[161]

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenszene in Mali

Das Straßennetz Malis umfasste im Jahr 2000 etwa 18.560 km Straße, davon 4450 km befestigt.[162] Auf 1000 km² Land entfallen somit nur 27,9 km Straße, was auf die dünne Besiedlung weiter Teile des Landes zurückzuführen ist, aber auch die schlechte Anbindung des Landes illustriert: nur 17 % der Landbevölkerung haben eine Straße in 2 km Entfernung ihres Wohnorts.

Die Regierung hat in den letzten Jahren Priorität auf den Ausbau des Fernstraßennetzes gelegt, um die Transportrouten für den Außenhandel zu diversifizieren. Die größten Städte des Landes sind daher alle untereinander verbunden und der Zustand der Straßen ist im Allgemeinen gut. Mit durchschnittlich 550 Fahrzeugen pro Tag ist die Verkehrsdichte sehr gering. Etwa die Hälfte der Straßen sind aus strategischen Erwägungen befestigt, obwohl sie wenig Verkehr aufweisen. Entsprechend sind die Unterhaltskosten sehr hoch.[163] Der öffentliche Fernverkehr wird von privaten Autobuslinien abgewickelt, deren Linienbusse von Kleinbussen und – wenn auch in abnehmendem Maße – Sammeltaxis konkurrenziert werden.[164]

Mali verfügt über eine einzige, 584 km lange Bahnlinie, die von Bamako westlich in Richtung der senegalesischen Grenze verläuft und dort über weitere 644 km zum Hafen von Dakar führt. Obwohl diese Linie das Potenzial hat, zur Hauptroute für Malis Außenhandel zu werden, ist sie in technisch schlechtem Zustand, denn Gleise wie Fahrzeuge stammen teils noch aus der Kolonialperiode und sind stark erneuerungsbedürftig, was zu häufigen Entgleisungen oder anderen Betriebsunterbrechungen führt. Selbst im afrikanischen Kontext sind die Indikatoren schlecht. Seit 2003 wird der Betrieb vom kanadischen Unternehmen Transrail geführt, das die Situation jedoch nicht verbessern konnte und mittlerweile selbst in großen finanziellen Nöten steckt. Aus diesem Grund beabsichtigen die beiden involvierten Regierungen, die Konzession zu restrukturieren.[165] Der in den frühen 2000er Jahren geplante Bau einer Bahnstrecke von Bamako nach Guinea wurde fallen gelassen.[162][166]

Pinasse zum Personentransport auf dem Niger

Im Bereich des Nigers unterhalb von Bamako spielt die Schifffahrt eine gewisse Bedeutung. Traditionelle Pinassen bieten Personen- und Güterbeförderung an und werden auch rege angenommen.

Der Luftverkehr spielt in Mali eine sehr untergeordnete Rolle, weil die Preise für den Großteil der Bevölkerung nicht erschwinglich sind. Der größte Flughafen des Landes, Bamako, zählte im Jahr 2000 etwa 200.000 Passagiere, die wichtigsten Flugziele sind Dakar und Paris. Alle anderen Flughäfen, wovon die größten in Kayes, Timbuktu und Mopti sind, zusammen haben nicht einmal 30.000 Fluggäste jährlich. Die nationale Fluglinie Air Mali hat den Betrieb bereits mehrmals, zuletzt 2003 und 2012, eingestellt. Wenngleich die malischen Fluglinien ihr Fluggerät in den vergangenen Jahren erneuert haben, so bleiben bedeutende Sicherheitsdefizite zu lösen.[167][168]

Telekommunikation[Bearbeiten]

Im Jahre 2002 gab es in Mali etwa 56.600 Telefonanschlüsse, davon 80 % in der Hauptstadt Bamako. Der Standard galt als niedrig und unzuverlässig.[86] Vor diesem Hintergrund hat die Mobiltelefonie einen idealen Wachstumsmarkt gefunden. Seit im Jahr 1998 der Telekommunikationsmarkt liberalisiert und eine Aufsichtsbehörde geschaffen wurde, ist die Branche rasant gewachsen und bietet dabei den Kunden niedrige Preise, wenngleich es im Land nur zwei Betreiber gibt. Die Zahl der Mobilfunkkunden Malis ist von etwa 10.000 im Jahr 2000 auf 2,5 Millionen im Jahr 2007 in die Höhe geschnellt.[169] Mali ist über zwei Korridore mit je zwei Links an das internationale Unterseekabel South Atlantic 3 angeschlossen: über Bamako-Dakar und Bamako-Abidjan.[170] Der Anteil der Internet-Nutzer ist in Mali von praktisch null im Jahre 2000 auf etwa 6 % der Gesamtbevölkerung im Jahre 2007 gestiegen. Dies ist jedoch auch im afrikanischen Kontext eine sehr niedrige Quote. Der Gebrauch von Telekommunikations-Dienstleistungen ist weitgehend ein städtisches Privileg. Die Versorgung des Landes ist markant schlechter; etwa 12 % der Malier wohnen in so dünn besiedelten Gebieten, dass sie ohne Subvention nie in den Genuss solcher Services kommen werden.[171]

Energie- und Wasserversorgung[Bearbeiten]

Elektrische Energie wird in Mali zu 55-60 % aus Wasserkraft gewonnen, der Rest wird in Ölkraftwerken generiert. Da in Mali keine fossilen Energieträger gefördert werden und importierte Erdölprodukte aufgrund der langen Transportwege deutlich teurer sind als im Rest der Welt, stellt der hohe Anteil des Öls an der Elektrizitätsgewinnung eine schwere Bürde für die malische Wirtschaft dar. Als Resultat daraus zählen die Energiepreise Malis zu den höchsten der Welt, und selbst diese hohen Preise erlauben es Energie du Mali nicht, seine Kosten zu decken. Im Jahre 2009 hatten weniger als 20 % der Malier einen Stromanschluss, wobei es in der Stadt immerhin fast 50 % der Bevölkerung waren, aber weniger als 5 % auf dem Land.[172] Seit der Inbetriebnahme des Wasserkraftwerkes Manantali im Jahr 2003 hat sich die Zuverlässigkeit des malischen Stromnetzes bereits stark verbessert und die Anzahl und Dauer der Stromausfälle ist teils deutlich niedriger als in anderen westafrikanischen Staaten. Der Anteil elektrischer Energie, der durch die Verbraucher selbst mit Generatoren erzeugt wird, lag 2007 bei vergleichsweise niedrigen 16 %.[173]

Die Nachfrage nach elektrischer Energie steigt jährlich um etwa 10 %. Dies stellt die Erzeuger vor große Herausforderungen: das Wasserkraft-Potenzial ist niedrig, und das Netz ist noch nicht an jenes der Nachbarländer angeschlossen. Der Import elektrischer Energie, etwa aus Guinea oder der Elfenbeinküste, würde zwar die Kosten drastisch senken, bedingt aber hohe Investitionen in die Infrastruktur.[174] Somit sind die Erhöhung der Kapazität, der Anschluss wichtiger Bergbau- und Baumwollregionen sowie auch die Senkung der Übertragungsverluste von derzeit 25 % mitentscheidend für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der malischen Wirtschaft.[175]

In den letzten 20 Jahren wurden große Anstrengungen unternommen, die Wasserversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Vor allem durch den Bau von Brunnen hatten im Jahr 2007 60 % der Malier Zugang zu sicherem Wasser, während es 1987 nur 30 % waren. Dies gelang trotz gleichzeitigem starken Bevölkerungswachstum. Parallel dazu schrumpfte der Anteil der Menschen ohne Zugang zu Latrinen auf 20 %, was deutlich weniger ist als in den Nachbarländern.[176] Weitere Anstrengungen werden jedoch vonnöten sein: Energie du Mali kann auch bei der Wasserversorgung seine Kosten nicht decken, das Bevölkerungswachstum und die schnelle Urbanisierung bringt die Infrastruktur an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit und die Qualität des Zugangs zu Wasser ist auf dem Land nach wie vor deutlich schlechter als in der Stadt.[177]

Kultur[Bearbeiten]

Die Kultur Malis besitzt einen großen Reichtum an Mythen und Traditionen wie Musik und rituelle Tänze, mit abstrakten Mustern bedruckte Stoffe oder kunstvolle Holzmasken. Sie ist dabei durch die Vermischung des Islam mit vorislamischen religiösen Praktiken gekennzeichnet. Die Musik, die sowohl der Unterhaltung als auch der Belehrung dient, nimmt hier einen ganz bedeutenden Platz ein, die Mythen, Epen und Geschichten wurden in Liedform überliefert. Aus dieser Kunst ist die heute international sehr erfolgreiche malische Popmusik entstanden. Das Schmiedehandwerk und die Holzschnitzerei sind Handwerksformen, die besonderes Ansehen genießen.

Musik und Tanz[Bearbeiten]

Oumou Sangaré

Musik, Tanz, Sprache und Aufführung sind in der malischen Gesellschaft tief verwurzelt. Sie bilden in der Ansicht der Malier eine Einheit, und Maliern ist nicht eingängig, warum diese vier Elemente voneinander getrennt werden sollen. Dabei hat jede Ethnie ihre eigenen Musiktraditionen. Die Pflege des musikalischen Erbes der einzelnen Völker unterlag einer speziellen gesellschaftlichen Gruppe, die in Südmali Jeli heißt. Die Jeli waren mit einer einflussreichen Familie durch Patronage verbunden und bekamen als Gegenleistung für ihre Dienste als Lobsänger, Berater, Vermittler und Kenner der mündlich vermittelten Geschichte Geschenke für ihren eigenen Lebensunterhalt. Bestimmte Gesangs- oder Rezitierformen sowie Instrumente waren dabei ausschließlich den männlichen bzw. weiblichen Jeli vorbehalten. Die Tradition der Jeli gibt es auch heute noch; kein Politiker kann es wagen, einen Jeli für seinen Lobgesang nicht großzügig zu belohnen, selbst wenn der betreffende Jeli gar nicht um die Lobpreisung gebeten worden war.[178]

Aus der Jeli-Tradition heraus stammen viele der zahlreichen Stars der malischen Popmusik, die seit den 1960er Jahren international bekannt geworden ist. Zu diesen Stars sind Boubacar Traoré, der für seinen Wüstenblues bekannte Ali Farka Touré,[179] Habib Koité und Salif Keïta zu zählen, wobei letzterer keine Jeli-Herkunft aufweisen kann und somit wie kein anderer für neue soziale Mobilität steht. Weitere bekannte malische Musiker sind Rokia Traoré oder das blinde Pop-Duo Amadou & Mariam. Eine Besonderheit Malis ist der hohe Anteil an Sängerinnen. Sie prägen wie die in der Tradition der Wassoulou-Musik stehende Oumou Sangaré oder die beiden Jeli-Sängerinnen Ami Koita und Kandia Kouyaté ebenfalls die populäre Musik des Landes.[180] Malische Musiker pflegen nicht zuletzt einen lebhaften internationalen Austausch, dazu gehören Projekte wie Afrocubism, das kubanische und malische Musik kombiniert, die CD Talking Timbuktu, die Ali Farka Touré mit Ry Cooder eingespielt hat oder die Platte Songhai, die unter Beteiligung von Toumani Diabaté malische Musik mit Flamenco kombiniert.

Häufig verwendete Instrumente sind Kora – eine Stegharfe der Mandinka – sowie die Spießlaute Ngoni, das Stabspiel Balafon, die Bechertrommel Djembé, die tief klingende Röhrentrommel Dununba, die einsaitige Laute Gurkel (auch djerkel) und die einsaitige Fiedel Njarka.[181]

Die Tuareg haben ihre eigenen Musiktraditionen, zum Teil aber ähnliche Instrumente. Die einsaitige Fidel Imzad ist den Tuaregfrauen vorbehalten, beide Geschlechter spielen die dreisaitige Zupflaute Tahardent und die Mörsertrommel Tendé. Die Tuareg-Band Tinariwen wurde 1982 gegründet. Sie nutzt elektrisch verstärkte Instrumente und ist auch in Europa bekannt.[182]

Klassische Musik europäischen Zuschnitts spielt in Mali keine Rolle.

Theater und Tanztheater[Bearbeiten]

In Mali gibt es, abhängig von Region und ethnischer Zugehörigkeit, eine unüberschaubare Menge von traditionellen Theaterformen, die sich bezüglich Form, Figuren und Handlungen unterscheiden. Theater wird in der Regel von jungen Männern aufgeführt, die sich in Rhetorik, Parodie, Komödie und satirischer Imitation üben und damit Lebensumstände wie Politik, Regierung oder Generationenkonflikte aufs Korn nehmen. Das Publikum ist dabei integraler Bestandteil der Aufführung. Dessen spontane Reaktion entscheidet, ob die Rhetorik des Wortführers als gekonnt und witzig oder aber als unverschämt gilt. Puppentheater und Maskeraden gibt es ebenso in vielen Formen. Auch diese Art von Aufführung vereint Theater, Musik, Tanz und Rhetorik. Die Puppen können Stereotype aus der Gesellschaft oder auch Geister darstellen, während bei den Maskeraden die Darsteller zur Gänze unter teils riesigen Masken verschwinden.[183]

In den Jahren kurz vor und nach der Unabhängigkeit Malis rief die Regierung mehrere Theater-, Puppentheater- und Tanzensembles ins Leben. Diese Ensembles nahmen an Wettbewerben teil und spielten vor den Gästen der jeweiligen Regierungen. Im Jahre 1964 wurde ein nationales Kulturinstitut gegründet, dessen Tätigkeit zu einer gewissen Standardisierung der Theater- und Tanzformen führte, aber auch die Kulturen Nordostmalis zu Gunsten jener des Südens marginalisierte. Seit sich der Staat als Sponsor von professionellen Theatergruppen zurückgezogen hat, greifen Entwicklungshilfeorganisationen gern auf das Medium Theater zurück. Sie hoffen, durch die Verwendung dieser traditionellen Kulturforum die malische Bevölkerung besser mit ihrem Anliegen zu erreichen.[184]

Literatur[Bearbeiten]

Manuskript von Nasir al-Din Abu al-Abbas Ahmad ibn al-Hajj al-Amin al-Tawathi al-Ghalawi’s Kashf al-Ghummah fi Nafa al-Ummah aus der Mamma-Haidara-Bibliothek zu Timbuktu

Das literarische Leben Malis ist durch die Begegnung von traditionellen, mündlich übertragenen Texten, arabisch-muslimischer Literatur, französischer Kolonialvergangenheit und modernem, zeitgenössischen Literaturschaffen geprägt.

Die mündlich übertragene Literatur ist bis heute lebendig und viele Malier halten sie für ausdrucksstärker als schriftlich festgehaltene Texte. Darbietungen derartiger Überlieferungen schaffen hohe emotionale Anteilnahme unter der Zuhörerschaft. Inhalte der mündlichen Überlieferungen sind kulturelle Werte und soziale Normen in Form von Sprichwörtern und Fabeln, aber auch Berichte von historischen Ereignissen oder Heldenepen, deren historische Authentizität umstritten ist.[185] Aufzeichnungen arabischer Reisender und Historiker von El Bekri (11. Jahrhundert) bis Leo Africanus (16. Jahrhundert) sind bis heute erhalten und bilden die Grundlage für die heutige Geschichtsschreibung der Region; die Manuskripte von Timbuktu sind weltberühmt geworden. Später wurden religiöse, exegetische und pädagogische Texte in lokalen Sprachen, aber arabischer Schrift verfasst. Diese Ajamiyya genannte Literatur hatte, wenngleich die arabische Schrift zur Wiedergabe afrikanischer Sprachen schlecht geeignet war, eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung des Islam im heutigen Mali.[186]

Unter der französischen Kolonialherrschaft verlangte die Politik der kulturellen Assimilierung, dass sämtliche literarische Tätigkeit in französischer Sprache sein müsse, und dass sie dem Geschmack der französischen Kultur zu entsprechen habe. Moderne Literatur existiert in Mali deshalb fast ausschließlich in französischer Sprache. Die ersten bedeutenden modernen Schriftsteller waren deshalb in Frankreich ausgebildete Kolonialbeamte, die den politischen Unabhängigkeitskampf unterstützten. Dazu gehören der zum Vater der frankophonen malischen Literatur erklärte Fily Dabo Sissoko, der Historiker Amadou Hampâté Bâ oder Aoua Keita, deren Autobiografie tiefgründige Einblicke in die Lage der Frauen während der Kolonialzeit erlaubt.[187]

Nach Erlangen der Unabhängigkeit war literarischer Erfolg an politische Aktivität geknüpft. In dieser Zeit arbeiteten Seydou Badian Kouyaté, Yambo Ouologuem, der mit der angeblich glorreichen afrikanischen Vergangenheit abrechnete, Massa Makan Diabate oder Ibrahima Aya. Alle diese verfolgten das Ziel, mittels Literatur die malischen Mitbürger aufzuklären.[188] Seit der Einführung des Mehrparteiensystems haben sich die Schriftsteller von politischen Themen abgewandt. Zu den bedeutenden zeitgenössischen Schriftstellern Malis gehören Aicha Fofana, Aida Mady Diallo, Habib Dembélé, Ismaïla Samba Traoré, Moussa Konaté oder M’Bamakan Soucko.[189]

Architektur[Bearbeiten]

Lehmarchitektur im Dogon-Land
Grabmal von Askia

Die Architektur der verschiedenen Völker Malis hängt von deren Lebensform ab: während nomadische oder halbnomadische Völker in Zelten aus mit Tierhäuten bespannten Holzgerüsten wohnen, ist unter den sesshaften Völkern die Lehmarchitektur am weitesten verbreitet. Dies liegt einerseits daran, dass Holz und Lehm die in der Region am leichtesten verfügbaren Baustoffe sind, andererseits ist diese Bauweise am besten an das Klima der Sahelzone angepasst. Während der Stunden mit sehr hoher Sonneneinstrahlung schirmt der Lehm den Innenraum des Hauses ab und hält ihn kühl, während der kalten Nächte oder auch während des Harmattan geben die Lehmwände die während des Tages aufgenommene Wärme ab. Die Belüftung ist durch die Eingänge und Rauchabzugsöffnungen gewährleistet. Die meist fensterlosen Häuser dienen nur zum Schlafen, Kochen und Lagern von Lebensmitteln und anderem Material. Gearbeitet und gelebt wird außerhalb der Häuser, die runden oder eckigen Grundriss sowie flache Dächer oder Grashauben haben können. Die Struktur der Dörfer reicht von sehr kompakt, wo sie einige Dutzend Familien beherbergen und vom Weide- und Ackerland umgeben sind, bis zu einzeln in der trockenen Ebene stehenden Rundhäuschen mit Grasdach.[190][191][192]

Moscheen sind die wichtigsten religiösen Gebäude Malis, und auch sie werden aus Lehm gebaut. Vor allem die Moscheen älteren Datums sind aus massivem Lehm, in dem horizontale hölzerne Träger verankert sind. Diese Träger dienen als Gerüste für die häufig notwendigen Reparaturarbeiten. Beispiele für diese Architektur vor sind die Djinger-ber-Moschee und die Sankóre-Moschee von Timbuktu, sowie das Mausoleum für Askia Muhammed in Gao. Die Moschee von Djenné ist deutlich jüngeren Datums und unterscheidet sich von den älteren hinsichtlich der Symmetrie des Bauwerkes, der Integration der Minarette in die Fassade und der Verwendung der Oberflächenstruktur des Lehms als Gestaltungselement. Da die Lehmbauweise wenig witterungsbeständig ist, kommt die Bevölkerung der betreffenden Orte einmal im Jahr zusammen, um nach der Regenzeit eine frische Schicht Lehm auf die Oberfläche der Moscheen aufzutragen.[190]

Festungsartige Bauwerke, die Tata genannt werden, ebenfalls aus Lehm bestehen und der Bevölkerung Schutz bei kriegerischen Auseinandersetzungen oder vor Sklavenjägern boten, stammen vom Ende des 19. Jahrhunderts und sind heute noch teilweise erhalten. Jedoch selbst das Tata von Sikasso, dass in den 1870er Jahren neun Monate lang der Belagerung von Samori Touré trotzte und somit eigentlich ein Baudenkmal sein sollte, wird nicht unterhalten oder geschützt, zerfällt langsam und dient der lokalen Bevölkerung als Quelle für Baumaterial. Vestibüle aus Lehm haben eine große historische und kulturelle Bedeutung; sie symbolisieren meist die Kontinuität eines bedeutenden Familienclans oder haben rituelle Funktionen, wie das Kamablon von Kangaba, das angeblich auf Sundiata Keïta im 13. Jahrhundert zurückgeht und in einer Zeremonie alle sieben Jahre neu überdacht wird. Es gehört seit wenigen Jahren zum UNESCO-Welterbe.[190]

Französische Kolonialarchitektur entstand vor allem in den Städten Kayes, Kita, Bamako und Ségou. Es handelt sich meist um sehr solide, dreistöckige Gebäude mit großen Veranden und Bogengängen, die eine ausreichende Belüftung sicherstellten. Diese Gebäude befinden sich heute häufig in schlechtem Zustand, obwohl sie Einrichtungen der malischen Regierung beherbergen.[190]

Küche[Bearbeiten]

Die Hauptnahrungsmittel in Mali sind die Getreide Hirse, Sorghum, Reis, Fonio und Mais. Dabei wird Reis in Mali angebaut oder importiert, er ist auf dem Land nur zu besonderen Anlässen auf dem Teller, jedoch fast zur Hälfte in der Stadt. Das Getreide wird zum Frühstück als Brei, womöglich mit Milch und Zucker, zubereitet und in wohlhabenden Haushalten um Brot ergänzt. Zum Mittag- und Abendessen werden Hirse oder Reis zusammen mit einer schweren Sauce aus Öl, Gemüse und oder Baobab-Blättern gegessen. Fleisch und Fisch findet sich nur bei den reichsten Maliern regelmäßig in dieser Sauce. Sie hat in Mali einen so hohen Stellenwert, dass ihre Qualität als Maßstab gesehen wird, wie sehr eine Frau ihren Mann liebt. Das Saucen-Geld ist auch das Synonym für den Betrag, den die Frau von ihrem Mann für das Bestreiten des Haushaltes bekommt, er nimmt in alltäglichen Gesprächen wie auch in malischen Seifenopern breiten Raum ein.[193] Das Kochen ist traditionell ausschließliche Aufgabe der Frauen. Sie richten das Getreide und die Sauce in großen Schalen. Gegessen wird in Gruppen, nach Geschlechtern getrennt, auf dem Boden sitzend und mit den Fingern.[194]

Das Essen ist eine Angelegenheit, die zu Hause stattfindet. Es wird nach Möglichkeit soviel gekocht, dass man überraschend eintreffende Gäste bewirten kann. Es ist inakzeptabel, in der Gegenwart anderer zu essen, ohne diese zum Essen einzuladen. Restaurants sind in Mali eine Einrichtung, die erst in der französischen Kolonialzeit eingeführt wurde.

Während zu den Mahlzeiten Wasser getrunken wird, ist starker Grüntee mit viel Zucker das Getränk, das zu Genusszwecken konsumiert wird. Kaffee und Schwarztee sind nicht sehr verbreitet.[195] Süßgetränke wie Jenjenbere, Dableni oder westliche Softdrinks werden nur an speziellen Anlässen getrunken. Bier und andere alkoholische Getränke verzehrt man religiös bedingt äußerst selten und nur zu speziellen gesellschaftlichen Anlässen. Regelmäßiger oder exzessiver Alkoholkonsum ist gesellschaftlich geächtet.[196]

Bekleidung[Bearbeiten]

Eine Frau der Peul in traditioneller Tracht

Der Bekleidungsstil, wie er heute in Mali gepflegt wird, ist das Ergebnis von tiefgreifenden Veränderungen in den letzten 150 Jahren, die durch Kolonisierung und Islamisierung hervorgerufen wurden.

Frauen bevorzugen die Poncho-artige Robe namens Dloki-Ba, die aus bedrucktem oder besticktem Stoff hergestellt sein kann. Sofern es die finanziellen Gegebenheiten erlauben, wählt die Frau exquisiten importierten Stoff und lässt ihn selbst nach ihrem persönlichen Geschmack färben. Der combinaison genannte Zweiteiler aus einem zwei Meter langen, um die Hüfte gewundenen Tuch und einer Bluse ist ebenfalls sehr verbreitet. Die Kopfbedeckung signalisiert, dass eine Frau verheiratet ist. Abhängig von Geschmack und Modebewusstsein ihrer Trägerin kann dieses Bekleidungsstück spektakulär und farbenfroh ausfallen. Westliche Kleidung wird in der Regel nur von einigen jungen unverheirateten Stadtbewohnerinnen getragen. Für jeden Kleidungsstil gilt, dass er der Frau zu Selbstachtung verhelfen soll, indem er den Körper und seine Konturen verdeckt.[197]

Die am meisten verbreitete Kleidung für Männer wird Pipau genannt, es handelt sich um ein einteiliges, Kaftan-artiges Gewand, das den Körper bis zu den Füßen verdeckt. In Kombination mit einer Kappe und eventuell einem Bart betont er die muslimische Identität seines Trägers. Einflussreiche Personen tragen häufig eine reich verzierte dreiteilige Kombination aus weit geschnittener Hose, Hemd und Überwurf, der wiederum Dloki-ba oder Grand Boubou genannt wird. Westliche Kleidung wird nur von Mitgliedern der gebildeten, städtischen Elite getragen.[198]

Kino[Bearbeiten]

Bereits seit der Kolonialperiode hat Mali einige Regisseure hervorgebracht, die mit ihren Filmen das Land, sein reiches kulturelles und historisches Erbe sowie das komplexe soziale Gefüge Malis international bekannt machten. Der 1940 in Bamako geborene Souleymane Cissé landete für seinen Film «Den muso» im Gefängnis, sein Streifen «Yeelen» wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Der 1945 in San geborene und in Frankreich ausgebildete Cheick Oumar Sissoko gewann für «Guimba», «Le Genèse» und die Verfilmung eines Romans von Aminata Sow Fall namens «Battù» ebenfalls mehrere Preise.[199] Der Regisseur Abderrahmane Sissako legte mit "Bamako" (2006) und "Timbuktu" (2014) zwei international beachtete Filme vor.[200]

Medien[Bearbeiten]

Die erste Zeitung des Landes war Le Soudanais, der von der französischen Kolonialverwaltung für das französischsprachige Publikum, also in Mali lebende Franzosen und die afrikanische Elite aufgelegt wurde. Zeitungen wie L’Essor wurden von der Unabhängigkeitsbewegung herausgegeben. Nach der Unabhängigkeit wurden L’Essor und die Presseagentur Agence Malienne de Presse zum Sprachrohr der Regierung. Seit 1992 ist die Pressefreiheit in der Verfassung verankert und Publikationen wie Le Républicain, Les Echos, Nouvel Horizon oder Info Matin sind entstanden. Ihre Verbreitung ist jedoch auf das kleine Segment der lesekundigen Stadtbewohner, die sich den Erwerb von Zeitungen leisten können, beschränkt. Selbst in Bamako mit seinen rund zwei Millionen Einwohnern erreichen die größten Zeitungen nur eine Auflage von 3500 Exemplaren.[201]

Radio gibt es in Mali seit der Gründung von Radio Soudan 1957. Bis zum Beginn der 1990er Jahre war der Empfang nur in den Städten möglich, das Medium diente vor allem der Bildung und der Verbreitung der Regierungspolitik. Gesendet wurde fast ausschließlich auf Französisch und Bambara. Seit 1992 ist ein starkes Wachstum an lokalen Radiostationen zu beobachten: im Jahre 2011 waren mehr als 150 Stationen auf Sendung, die meisten davon auf Lokalsprachen und mit lokalen Inhalten. Die finanziellen und technischen Beschränkungen bedingen jedoch ein niedriges Qualitätsniveau.[202] Es gibt zwei nationale Programme, Chaine Nationale und Chaine 2.

Das malische Fernsehen existiert seit 1983 als die Radiodiffusion Télévision du Mali seine Programmausstrahlungen begann. Bis heute ist das Fernsehen im Landesinneren nur in urbanen Gebieten empfangbar, abgesehen von den populären Musikshows und Seifenopern gibt es kaum im Land produzierte Inhalte.[203] Einige Rundfunk-/TV-Stationen sind inzwischen auch über Audio-/Video-Stream über das Internet zu empfangen.[204] ORTM (bis 1993 RTM) ist das landesweite Programm Malis. TM2 sendet seit 31. Dezember 2011 und ist das zweite Programm. Es richtet sich vorwiegend an Frauen und Kinder. ORTM ist in Europa über Eutelsat 7A auf 7°Ost frei empfangbar.

Die Medienlandschaft in Mali gilt als relativ frei. Freedom House führt Mali in der Liste der Staaten mit freier Presse[205] und damit unter anderem vor Italien, wo die Medien nur als „teilweise frei“ gewertet werden. Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen listet in der Rangliste Pressefreiheit 2008 Mali noch vor der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich.

Sport[Bearbeiten]

Das Nationale Olympische Komitee Comité National Olympique et Sportif du Mali (CNOSM), das 1963 vom IOC anerkannt wurde, entsandte 17 Sportler zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking; zwei Leichtathleten, zwei Schwimmer, einen Taekwondokämpfer sowie die Basketballnationalmannschaft der Damen.

Nationalsport von Mali ist Fußball, der nationale Verband ist die Fédération Malienne de Football (FMF), die mit der Unabhängigkeit 1960 gegründet und 1962 Mitglied des Weltverbandes FIFA wurde. Größte Erfolge der Nationalmannschaft waren der zweite Platz bei der Afrikameisterschaft 1972, der dritte Platz bei der Afrikameisterschaft 2012 und 2013 sowie die drei Halbfinalteilnahmen 1994, 2002 und 2004. Um die Malische Meisterschaft kämpfen jedes Jahr 14 Vereine, von denen der größte Teil aus Bamako stammt. Erfolgreichster Spieler der Vergangenheit ist Salif Keïta, der in Frankreich bei AS Saint-Étienne und Olympique Marseille spielte. Der in Mali geborene Jean Tigana wurde mit der französischen Nationalmannschaft 1984 Europameister. Bekannte Auslandsprofis sind Seydou Keita (AS Rom) und Mohamed Sissoko (Levante UD). Die U-20-Nationalmannschaft erreichte bei der U-20-WM 1999 den dritten Platz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Krings: Sahelländer. WBG-Länderkunden, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X.
  • Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5.
  • Rolf Hofmeier, Andreas Mehler: Afrika-Jahrbuch 2003. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Afrika südlich der Sahara. Vs-Verlag, 2004.
  • Rolf Vollertsen: Wohin die Tropfen fallen oder „Bissimila, ce koroba!“ – Notizen aus und über Mali. Nürnberg 1993.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Mali – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Mali – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Mali – Reiseführer
 Wikimedia-Atlas: Mali – geographische und historische Karten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. zeit.de
  2. http://www.rfi.fr/afrique/20150108-mali-modibo-keita-nomme-premier-ministre/ Mali: Modibo Keita nommé premier ministre. rfi.fr vom 8. Januar 2015 (französisch), abgerufen am 12. Januar 2015.
  3. Vorläufige Ergebnisse des Zensus 2009 (Memento vom 18. Januar 2012 im Internet Archive)
  4. Auswärtiges Amt — Mali
  5. a b Human Development Report Office: Mali – Country Profile: Human Development Indicators, abgerufen am 23. Oktober 2014.
  6. Mali. In: Central Intelligence Agency (Hrsg.): The World Factbook 2009. Washington 2009, ISSN 1553-8133
  7. a b Hans Karl Barth: Mali. Eine geographische Landeskunde. Darmstadt 1986, ISBN 3-534-08157-9, S. 121–123.
  8. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 16–17.
  9. Hans Karl Barth: Mali. Eine geographische Landeskunde. Darmstadt 1986, ISBN 3-534-08157-9, S. 111–121.
  10. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 20–21.
  11. Hans Karl Barth: Mali. Eine geographische Landeskunde. Darmstadt 1986, ISBN 3-534-08157-9, S. 131–141.
  12. a b c John F. McCoy (Hrsg.): Geo Data — The World Geographical Encyclopedia. Farmington Hills 2003, ISBN 0-7876-5581-3, S. 341.
  13. O Hamerlynck, Chiramba T, Pardo M: Gestion des écosystèmes du Faguibine (Mali) pour le bien‐être humain : adaptation aux changements climatiques et apaisement des conflits. United Nations Environment Program 2009, S. 21.
  14. Leo Zwarts, Kone Bakary: People in the Inner Niger Delta. (PDF; 8,3 MB) In: Leo Zwarts, Pieter van Beukering, Kone Bakary u. a.: ''The Niger, a lifeline: Effective water management in the Upper Niger Basin., Veenwouden 2005, ISBN 90-807150-6-9, S. 85.
  15. a b c d Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 21–24.
  16. a b c d Hans Karl Barth: Mali. Eine geographische Landeskunde. Darmstadt 1986, ISBN 3-534-08157-9, S. 47–68.
  17. Wieteke Aster Holthuijzen: Dry, hot and brutal: Climate change and desertification in the Sahel of Mali, Journal of Sustainable Development in Africa, Vol.13, No.7, 2012, S. 255.
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWorld Meteorological Organization: World Weather Information Service – Sikasso. Abgerufen am 1. November 2013.
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHong Kong Observatory: Climatological Information for Sikasso, Mali. Abgerufen am 1. November 2013.
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWorld Meteorological Organization: World Weather Information Service – Bamako. Abgerufen am 1. November 2013.
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHong Kong Observatory: Climatological Information for Bamako, Mali. Abgerufen am 1. November 2013.
  22. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWorld Meteorological Organization: World Weather Information Service – Tombouctou. Abgerufen am 1. November 2013.
  23. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHong Kong Observatory: Climatological Information for Tombouctou, Mali. Abgerufen am 1. November 2013.
  24. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 83–85.
  25. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 86, S. 95.
  26. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 96.
  27. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 98.
  28. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 85, S. 101–102.
  29. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 26.
  30. Hans Karl Barth: Mali. Eine geographische Landeskunde. Darmstadt 1986, ISBN 3-534-08157-9, S. 93.
  31. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 27.
  32. Hans Karl Barth: Mali. Eine geographische Landeskunde. Darmstadt 1986, ISBN 3-534-08157-9, S. 96.
  33. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 28–29.
  34. Hans Karl Barth: Mali. Eine geographische Landeskunde. Darmstadt 1986, ISBN 3-534-08157-9, S. 102–103.
  35. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 29.
  36. Thomas Krings: Sahelländer, Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 29–31.
  37. Wolfgang Lauber (Hrsg.): Architektur der Dogon: Traditioneller Lehmbau in Mali. Prestel, München u. a. 1998, ISBN 3-7913-1914-0, S. 18.
  38. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 77–78.
  39. Population growth. African Development Bank Group, abgerufen am 9. März 2014.
  40. a b World Population Prospects: The 2010 Revision (Updated: 28 June 2011) - Mali - Total population, both sexes combined, as of 1 July (thousands). African Development Bank Group, abgerufen am 9. März 2014.
  41. World Development Indicators (WDI), October 2013. African Development Bank Group, abgerufen am 9. März 2014.
  42. The DHS Program - Demographic and Health Surfers, May 2014. USAID, abgerufen am 8. August 2014.
  43. World Population Prospects: The 2010 Revision (Updated: 28 June 2011) - Life expectancy at birth for both sexes combined (years) - Medium. African Development Bank Group, abgerufen am 9. März 2014.
  44.  Reiner Klingholz: Absage an den Untergang. In: Die Zeit. Nr. 7, 6. Februar 2014, S. 34.
  45. a b Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 9.
  46. a b c d e f g h Jacques Leclerc: L'aménagement linguistique dans le monde - Mali. Université Laval Québec, 28. März 2013, abgerufen am 9. März 2014.
  47. a b  Weltbank: Migration and Remittances Factbook 2011. 2 Auflage. Washington DC 2011, ISBN 978-0-8213-8218-9, S. 172.
  48. a b Hans Karl Barth: Mali. Eine geographische Landeskunde. Darmstadt 1986, ISBN 3-534-08157-9, S. 197.
  49. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 46.
  50. Hans Karl Barth: Mali. Eine geographische Landeskunde. Darmstadt 1986, ISBN 3-534-08157-9, S. 197–203.
  51. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 46–47.
  52. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 36–37.
  53. a b Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 7.
  54. Artikel 25 der Verfassung Malis
  55. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 24, S. 27.
  56. a b c Library of Congress, Federal Research Division: Mali country profile. (PDF; 138 kB) S. 7, Januar 2005 (besucht am 14. Juli 2013)
  57. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 31.
  58.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 35–36.
  59. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 32–35.
  60. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 49–51.
  61. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 24.
  62. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 53.
  63. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 31–32.
  64. Open Doors USA: World Watch List Mali, besucht am 14. Juli 2013.
  65. Elmouloud Yattara und Boubacar Séga Diallo: Une histoire du Mali - Le Mali colonial
  66. Véronique Hertrich und Seydou Keïta: Questions de population au Mali
  67. Alioune Sall: Quelle école au Mali? Textes fondamentaux 1962–1994. Sodifi, Bamako 1994 zitiert von Véronique Hertrich und Seydou Keïta: Question de population au Mali.
  68. Afribone: La Banque mondiale accorde une enveloppe d’environ 17,5 milliards de F FCA au Mali, pour l’éducation. 4. September 2006.
  69. Rapport de la Banque mondiale sur le Programme d’investissement du secteur de l’éducation (PISE), zitiert in Moussa Touré, Système éducatif malien : des progrès réalisés selon la Banque mondiale. In: Le Soir de Bamako. vom 8. August 2005.
  70. Communiqué des Ministerrates vom 7. April 2010.
  71. Gouvernement du Mali: Communiqué du Conseil des ministres du 28 Septembre 2011. In: Journal du Mali. vom 29. September 2011 (Archiv)
  72. Assemblée nationale: feu vert pour la modification du code du travail et l’éclatement de l’Université de Bamako, in: L'Essor vom 9. Dezember 2011.
  73. Annuaire national des statistiques scolaires de l’enseignement fondamental (2005–2006) publié en août 2006 par le ministère de l’Éducation nationale zitiert von Yaya Sangaré: École publique de Filamana : deux maîtres pour six classes In: Les Échos. vom 16. Oktober 2006.
  74. Marie Boltz, Ronan Le Saout, Paul Piveteau, Gabriel Smagghue, Mathias Kuepie: Impact des capitaux économique et culturel des familles sur la scolarisation des enfants au Mali. CEPS/INSTEAD, Publications of ERDI, 2009, Afrilux n°6.
  75. Salimata Fofana: Lutte contre la mendicité à Bamako : des ONG s’attaquent au phénomène. In: Le Reflet. vom 12. Mai 2003 (Archiv)
  76. Library of Congress, Federal Research Division: Mali country profile. (PDF; 138 kB) S. 7–8, Januar 2005 (besucht am 14. Juli 2013)
  77. Cheick H.T. Simpara, Dr. Mamadou Diop, Yann Derriennic et Dr Soumaïla Mariko: Maladies, Dépenses de Santé et Sources de Financement. In: Cellule de Planification et de Statistique du Ministère de la Santé (CPS/MS), Direction Nationale de la Statistique et de l'Informatique du Ministère de l'Économie, de l'Industrie et du Commerce (DNSI/MEIC) et Macro International Inc: Mali: Enquête Démographique et de Santé (EDSM-IV). (PDF 4,4MB), Calverton MD und Bamako 2007, S. 312.
  78. Cheick H.T. Simpara, Dr. Mamadou Diop, Yann Derriennic et Dr Soumaïla Mariko: Maladies, Dépenses de Santé et Sources de Financement. In: Cellule de Planification et de Statistique du Ministère de la Santé (CPS/MS), Direction Nationale de la Statistique et de l'Informatique du Ministère de l'Économie, de l'Industrie et du Commerce (DNSI/MEIC) et Macro International Inc: Mali: Enquête Démographique et de Santé (EDSM-IV) (PDF 4,4MB), Calverton MD und Bamako 2007, S. 241, 242, 250.
  79. Dr Idrissa Cissé et Dr Soumaïla Mariko VIH/SIDA et infections sexuellement transmissibles. In: Cellule de Planification et de Statistique du Ministère de la Santé (CPS/MS), Direction Nationale de la Statistique et de l'Informatique du Ministère de l'Économie, de l'Industrie et du Commerce (DNSI/MEIC) et Macro International Inc: Mali: Enquête Démographique et de Santé (EDSM-IV) (PDF 4,4MB), Calverton MD und Bamako 2007, S. 206, 212.
  80. Dr. Fanta Siby, Dr. Mamadou Diop et Dr. Soumaïla Mariko: Excision. In: Cellule de Planification et de Statistique du Ministère de la Santé (CPS/MS), Direction Nationale de la Statistique et de l'Informatique du Ministère de l'Économie, de l'Industrie et du Commerce (DNSI/MEIC) et Macro International Inc: Mali: Enquête Démographique et de Santé (EDSM-IV) (PDF 4,4MB), Calverton MD und Bamako 2007, S. 286, 291, 294, 303.
  81. African Developmant Bank Group: 2013-2014 - Mali Transitional Support Strategy (PDF 1,1MB), S. 1, März 2013, besucht am 1. Juli 2014.
  82.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 77–78.
  83. African Developmant Bank Group: 2013-2014 - Mali Transitional Support Strategy (PDF 1,1MB), S. 2, März 2013, besucht am 1. Juli 2014.
  84. Paragraph 30 der Verfassung Malis
  85. Paragraph 44 der Verfassung Malis
  86. a b Library of Congress, Federal Research Division: Mali country profile. (PDF; 138 kB) S. 14, Januar 2005 (besucht am 14. Juli 2013)
  87. Paragraph 39 der Verfassung Malis
  88. a b Library of Congress, Federal Research Division: Mali country profile. (PDF; 138 kB) S. 15, Januar 2005 (besucht am 14. Juli 2013)
  89. a b Kai-Uwe Seebörger: Mali: Staat. Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH, abgerufen am 9. März 2014.
  90. Paragraph 59 der Verfassung Malis
  91. Paragraph 61 der Verfassung Malis
  92. L'assamblée nationale. Primature - portail officiel du gouvernement, abgerufen am 6. April 2014.
  93. Paragraph 54 der Verfassung Malis
  94. Paragraph 42 der Verfassung Malis
  95. Paragraph 81 der Verfassung Malis
  96. Paragraph 83 der Verfassung Malis
  97. Paragraph 85 der Verfassung Malis
  98.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 17–22.
  99.  Stefan Brüne: Problemregion Mali Nord. Ein entwicklungspolitischer Rückblick. In: Stefan Brüne, Hans-Georg Ehrhart, Heinz-Gerhard Justenhoven (Hrsg.): Frankreich, Deutschland und die EU in Mali. Nomos, Baden-Baden und Münster 2015, ISBN 978-3-402-11696-8, S. 68ff.
  100.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 25–27.
  101.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 96–105.
  102.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 105-108.
  103.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 176.
  104.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 226.
  105. Kai-Uwe Seebörger: Mali: Staat. Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH, abgerufen am 3. Mai 2015.
  106. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKlaus-Peter Treydte, Abdourhamane Dicko, Salabary Doumbia: Politische Parteien und Parteiensystem in Mali. Friedrich-Ebert-Stiftung, Juli 2005, abgerufen am 3. Mai 2015.
  107.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 80–82.
  108. Dazu gehört z.B. der Global Fund: Andrew Hurst: Global Fund suspends two malaria grants, terminates TB grant to Mali. The Global Fund, 7. Dezember 2010, abgerufen am 3. Mai 2015.
  109.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 79–89.
  110. a b  Winrich Kühne: West Africa and the Sahel in the Grip of Organized Crime and International Terrorism : Why the UN, EU and Germany Should Prepare for a Long Stay. In: Stefan Brüne, Hans-Georg Ehrhart, Heinz-Gerhard Justenhoven (Hrsg.): Frankreich, Deutschland und die EU in Mali. Nomos, Baden-Baden und Münster 2015, ISBN 978-3-402-11696-8, S. 116ff.
  111. a b c Wolfram Lacher: Organized Crime and Conflict in the Sahel-Sahara Region. Carnegie Endowment, 13. September 2012, abgerufen am 3. Mai 2015.
  112.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency -in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 147-150.
  113. Erin Foster-Bowser, Angelia Sanders: Security threats in the Sahel and beyond: AQIM, Boko Haram and al Shabaab. NATO Civil-Military Fusion Centre, April 2012, S. 2.
  114. a b Amnesty International: Amnesty Report 2013 - Mali, besucht am 09. Mai 2015.
  115. Dona J. Stewart: What is next for Mali? The roots of conflict and challenges to stability. Strategic Studies Institute 2013, ISBN 978-1-58487-602-1, S. 58.
  116.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham 2014, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 91–92.
  117.  Winrich Kühne: West Africa and the Sahel in the Grip of Organized Crime and International Terrorism : Why the UN, EU and Germany Should Prepare for a Long Stay. In: Stefan Brüne, Hans-Georg Ehrhart, Heinz-Gerhard Justenhoven (Hrsg.): Frankreich, Deutschland und die EU in Mali. Nomos, Baden-Baden und Münster 2015, ISBN 978-3-402-11696-8, S. 128.
  118.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 136.
  119. African Developmant Bank Group: 2013-2014 - Mali Transitional Support Strategy (PDF 1,1MB), März 2013, S. 2, besucht am 1. Juli 2014.
  120.  Winrich Kühne: West Africa and the Sahel in the Grip of Organized Crime and International Terrorism : Why the UN, EU and Germany Should Prepare for a Long Stay. In: Frankreich, Deutschland und die EU in Mali / Stefan Brüne, Hans-Georg Ehrhart, Heinz-Gerhard Justenhoven [Hrsg.]. Nomos, Baden-Baden und Münster 2015, ISBN 978-3-402-11696-8, S. 125–129.
  121. a b Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 10–11.
  122. Kai-Uwe Seebörger: Mali: Besonderheiten der Landesgeschichte. Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH, abgerufen am 9. März 2014.
  123. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 11–13.
  124. a b Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 15.
  125. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 16–17.
  126. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 17–19.
  127. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 19–21.
  128. DerStandard — Putschisten übernehmen Macht und verhängen Ausgangssperre. Abgerufen am 22. März 2012.
  129. FOCUS Online: Präsidentenpalast in Hand von Putschisten. Meuternde Soldaten in Mali stürzen Regierung. Abgerufen am 22. März 2012.
  130. ZEIT Online: Regierungssturz. UN-Sicherheitsrat verurteilt Militärputsch in Mali. Abgerufen am 23. März 2012.
  131. Tuareg rufen eigenen Staat in Nord-Mali aus. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 6. April 2012, abgerufen am 6. April 2012 (deutsch).
  132. OCHA (Hrsg.): La crise au Sahel. Bulletin Humanitaire Spécial. Nr. 3 / 13. August 2012 (Online-Version; PDF; 370 kB), S. 2.
  133. faz.net
  134. Joe Dewbre und Adeline Borot de Battisti: Progrès agricole au Cameroun, au Ghana et au Mali. Comprendre les causes et maintenir la dynamique, OSZE 2008, S. 13-14
  135. Library of Congress, Federal Research Division: Mali country profile. (PDF; 138 kB) S. 9, Januar 2005 (besucht am 14. Juli 2013)
  136. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Mali, April 2015, besucht am 17. Mai 2015.
  137. United Nations Development Project: Mali: HDI values and rank changes in the 2014 Human Development Report, besucht am 17. Mai 2015.
  138. Cheick H.T. Simpara, Dr. Mamadou Diop, Yann Derriennic et Dr Soumaïla Mariko: Maladies, Dépenses de Santé et Sources de Financement. In: Cellule de Planification et de Statistique du Ministère de la Santé (CPS/MS), Direction Nationale de la Statistique et de l'Informatique du Ministère de l'Économie, de l'Industrie et du Commerce (DNSI/MEIC) et Macro International Inc: Mali: Enquête Démographique et de Santé (EDSM-IV) (PDF 4,4MB), Calverton MD und Bamako 2007, S. 307.
  139. World Food Programme: 8 Fakten über den Hunger in Mali, 22. Mai 2013, besucht am 17. Mai 2015.
  140. Martin Hallet: The role of the euro in Sub-Saharan Africa and in the CFA franc zone, European Economic Paper 347, November 2008
  141. Joe Dewbre und Adeline Borot de Battisti: Progrès agricole au Cameroun, au Ghana et au Mali. Comprendre les causes et maintenir la dynamique, OSZE 2008, S. 15-16
  142.  Stephen A. Harmon: Terror and Insurgency in the Sahara-Sahel Region. Ashgate, Farnham, ISBN 978-1-4094-5475-5, S. 27.
  143. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 129.
  144. Germany Trade and Invest: Aktuelle Trends aus West- und Zentralafrika - Landtechnik, 27. Februar 2015, besucht am 09. Mai 2015.
  145. a b Moore Stephens LLP: Réconciliation des flux de paiements effectués par les entreprises extractives et des revenus perçus par l'état pour l'année 2011 (PDF 1,7 MB), Initiative pour la transparence dans les industries extractives, Dezember 2013, abgerufen am 6. April 2014, S. 18.
  146. a b c Staatsanteil an Bergbauprojekten erhöhen. Germany Trade and Invest, 27. Januar 2012, abgerufen am 6. April 2014.
  147. Moore Stephens LLP: Réconciliation des flux de paiements effectués par les entreprises extractives et des revenus perçus par l'état pour l'année 2011 (PDF 1,7 MB), Initiative pour la transparence dans les industries extractives, Dezember 2013, abgerufen am 6. April 2014, S. 19–20.
  148. Moore Stephens LLP: Réconciliation des flux de paiements effectués par les entreprises extractives et des revenus perçus par l'état pour l'année 2011 (PDF 1,7 MB), Initiative pour la transparence dans les industries extractives, Dezember 2013, abgerufen am 6. April 2014, S. 23.
  149. Gold Mining in Mali - Overview. MBendi Information Service, abgerufen am 6. April 2014.
  150. Wassoul’Or SA. Pearl Gold AG, abgerufen am 6. April 2014.
  151. Exploitation aurifère : Le Mali profite t-il de son or ? Le Journal du Mali, 6. Oktober 2010, abgerufen am 6. April 2014.
  152. Moore Stephens LLP: Réconciliation des flux de paiements effectués par les entreprises extractives et des revenus perçus par l'état pour l'année 2011 (PDF 1,7 MB), Initiative pour la transparence dans les industries extractives, Dezember 2013, abgerufen am 6. April 2014, S. 24.
  153. Hans-Heinrich Bass: Mali’s Agro-Industry: A SWOT-Analysis. In: Institute for Transport and Development, Annual Report 2011/2012 (PDF; 4,6 MB), S. 36–47.
  154. http://www.factfish.com/de/statistik-land/mali/industrie,%20wertsch%C3%B6pfung,%20j%C3%A4hrliches%20wachstum Zugriff 22. Januar 2013.
  155. African Developmant Bank Group: 2013-2014 - Mali Transitional Support Strategy (PDF 1,1MB), März 2013, Annex 8, besucht am 1. Juli 2014.
  156. African Developmant Bank Group: 2013-2014 - Mali Transitional Support Strategy (PDF 1,1MB), März 2013, S. 3, besucht am 1. Juli 2014.
  157. http://www.een-bayern.de/een/inhalte/Unser-Service-fuer-Sie/Auslandsmarkterschliessung/Laender/Afrika/Mali/Export-Import-Statistik-Mali.jsp Zugriff 4. Februar 2013.
  158. a b c The World Factbook
  159. ipicture.de
  160. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4.
  161. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 43.
  162. a b Library of Congress, Federal Research Division: Mali country profile. (PDF; 138 kB) S. 13, Januar 2005 (besucht am 14. Juli 2013)
  163. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 10–15.
  164. Guide Routard: Transports Mali, besucht am 17. Juli 2013.
  165. Germany Trade and Invest: Dakar-Bamako Railway Improvement Project, 18. Juni 2014, besucht am 09. Mai 2015.
  166. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 15–16.
  167. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 16–17.
  168. Library of Congress, Federal Research Division: Mali country profile. (PDF; 138 kB) S. 13–14, Januar 2005 (besucht am 14. Juli 2013)
  169. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 33.
  170. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 35.
  171. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 37.
  172. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 25.
  173. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 26.
  174. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 28.
  175. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 29.
  176. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 19.
  177. Cecilia M. Briceño-Garmendia, Carolina Dominguez und Nataliya Pushak: Mali's Infrastructure: A Continental Perspective (PDF; 1,5 MB), Weltbank, Juni 2011, S. 23.
  178. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 164.
  179. Biografie s (englisch), abgerufen am 7. Februar 2013.
  180. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 171.
  181. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 160.
  182. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 174.
  183. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 175.
  184. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 177–179.
  185. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 44–47.
  186. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 47–49.
  187. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 50–52.
  188. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 52–54.
  189. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 55–57.
  190. a b c d Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali, Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 75–81.
  191. Wolfgang Lauber (Hrsg.): Architektur der Dogon: Traditioneller Lehmbau in Mali. Prestel, München u. a. 1998, ISBN 3-7913-1914-0, S. 36–38.
  192. Thomas Krings: Sahelländer. Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 106–109.
  193. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 87–88.
  194. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 91–92.
  195. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 88–89.
  196. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 90–91.
  197. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 97–101.
  198. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 96–97.
  199. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5., S. 73–74.
  200. Gaston Kirsche: Die Herrschaft der Sharia. In Abderrahmane Sissakos Film »Timbuktu« brechen Islamisten in den Alltag einer toleranten Stadt ein. Das Leben auf den Straßen erstickt in Angst. In: Jungle World Nr. 49, 4. Dezember 2014
  201. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 57–58.
  202. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 58–61.
  203. Dorothea E. Schulz: Culture and Customs of Mali. Santa Barbara 2012, ISBN 978-0-313-35912-5, S. 59–60.
  204. maliweb.net
  205. Weltkarte mit Einschätzung der Pressefreiheit von freedomhouse.org (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)

17-4.3666666666667Koordinaten: 17° N, 4° W