Peter Sickius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Peter Sickius (auch: Sick, Sicke; * 1530[1] in Rendsburg; † 26. April 1588 in Goldberg) war ein deutscher evangelischer Theologe und Pädagoge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sickius immatrikulierte sich im August 1551 unter dem Rektorat von Konrad Pegel an der Universität Rostock.[2] Hier absolvierte er ein Studium der philosophischen Wissenschaften und erwarb am 15. Oktober 1555 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie.[3] Am 9. Juli 1556 wechselte er an die Universität Wittenberg, wo er am 25. Juli 1556 in den Senat der philosophischen Fakultät aufgenommen wurde. 1558 ging er auf Philipp Melanchthons Vorschlag an die Universität Königsberg, wo er an der philosophischen Fakultät Vorlesungen über das Neue Testament hielt.

In dieser Eigenschaft übertrug man ihm Dekanat der Fakultät und er wurde als Vertreter derselben im Sommersemester 1563 Rektor der Hochschule. 1559 war er Inspektor der Alumnen, 1566 alleiniger Professor Theologie in Königsberg und damit verbunden Assessor am Samländischen Konsistorium. Als solcher hatte er im Wintersemester 1567/68, 1571/72 und 1573/74 erneut das Rektorat der Alma Mater übernommen. 1575 folgte er einem Ruf als Rektor des Gymnasiums in Elbing. 1579 ging er in gleicher Eigenschaft nach Brieg, wo er auf fürstlichen Befehl die Grundsätze des Gymnasiums auf Deutsch drucken lassen musste. Schließlich zog er 1583 als Nachfolger des Valentin Trotzendorfs nach Goldberg, wo er sein Leben beschloss.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De statu ecclesiae prutenicae et confessione Alberti senioris, adversus calumnis Pauli Schlichii. 1568
  • Chytraei regulas vicae
  • Oratio de vestigiis Sapientiae Dei. Königsberg: Johann Daubmann, 1573
  • Oratio de statu ecclesiarum. Königsberg, Johann Daubmann 1572

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. andere Angabe 1528
  2. Adolph Hofmeister: Die Matrikel der Universität Rostock II. (Mich. 1499 - Ost. 1611), Rostock 1891 S. 120 (Online); siehe dazu auch: Immatrikulation von Peter Sickius im Rostocker Matrikelportal
  3. Promotion zum Magister von Peter Sickius im Rostocker Matrikelportal