Petrihaus

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Petrihaus

Das Petrihaus wurde um 1720 als Fachwerkhaus am Ufer der Nidda in Rödelheim errichtet und liegt heute direkt gegenüber dem Brentanopark auf der anderen Seite des Flusses. 1819 erwarb es der Kaufmann und Bankier Georg Brentano von dem Bäckermeister Johannes Petri für 1.150 Gulden und baute es 1820 in einen romantisch-klassizistischen, pseudo-schweizerischen Stil um. Er nutzte das Haus als persönliches Refugium und richtete sich im ersten Stock einen Salon, ein Arbeits- und ein Schlafzimmer ein.

Die Dichterin Bettina von Arnim, eine Tochter von Peter Anton Brentano und seiner Frau Maximiliane, traf sich im Petrihaus mit Freunden und anderen Schriftstellern.

Das Petrihaus ist Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz und wurde 2003 vollständig restauriert, eine Arbeit, die auch den Hessischen Denkmalschutzpreis im Jahre 2002 erhielt. Direkt neben dem Petrihaus steht der Ginkgo in Rödelheim, mit einem Alter von rund 260 Jahren das älteste Exemplar der aus Asien stammenden Baum-Art Ginkgo biloba in Deutschland und als Naturdenkmal geschützt.

Im ersten Stock des Petrihauses ist heute ein Brentano-Museum eingerichtet. Das Erdgeschoss wird für öffentliche und private Veranstaltungen genutzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Petrihaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heike Kaiser: Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main. Nachträge. Limitierte Sonderauflage. Henrich, Frankfurt am Main 2000, S. 22 (Eintrag Petrihaus).
  • Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Petrihäuschen In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen

Koordinaten: 50° 7′ 26,3″ N, 8° 36′ 51″ O