Petten

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Karte von Petten.
Energieforschungszentrum nördlich von Petten

Petten ist ein niederländisches Dorf in Nordholland mit ca. 1500 Einwohnern. Es liegt in der Gemeinde Schagen (bis Ende 2012 Zijpe) hinter dem Deich „Pettemer Zeewering“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. November 1421 wurde das Dorf durch die „Sint-Elisabethsvloed“ zerstört, daraufhin wurde es weiter landeinwärts wieder aufgebaut, wo es im 17. Jahrhundert durch eine weitere Sturmflut erneut zerstört wurde. 1943 wurde Petten durch deutsche Truppen gesprengt, nach Kriegsende durch die Bewohner wieder aufgebaut. Zum Gedenken an dieses Ereignis steht in der Stadtmitte eine Säule aus den Steinen der zerstörten Kirche.

Internationale Bedeutung hat das niederländische Energieforschungszentrum ECN (das eigentlich näher an der Nachbargemeinde St. Maartenszee liegt, aber dennoch zu Petten zählt). Es besteht seit 1955 und ist auch Sitz des Instituts für Energie der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission.

Touristisch bietet Petten seinen Besuchern zahlreiche Möglichkeiten, wie Seefischerei von den Buhnen, Strandzugang für Rollstuhlfahrer sowie weitläufige Rad- und Wanderwege am Deich und durch die umliegenden Dünen. Seit 2015 besitzt die Gemeinde Petten einen deutlich vergrößerten Strandbereich, der sich bis dahin nur in Richtung Norden erstreckte.

Hondsbossche Dünen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der südlich von Petten gelegene Deich „Hondsbossche und Pettemer Zeewering“ war durch Asphalt und Steinwerk stark befestigt, sodass der davor liegende Strand unattraktiv und wenig nutzbar war. Mit dem Projekt „Kust op Kracht“ schuf Rijkswaterstaat, die zuständige Behörde für Wasserbau und Küstenschutz, die Hondsbossche Dünen, die bis an die Schoorlser Dünen reichen.[1] Mit 35 Millionen Kubikmetern Sand entstand ein neuer acht Kilometer und 250 Meter breiter Dünen- und Strandstreifen mit Fahrradwegen und Aussichtsdünen. Mit der Sandvorlagerung vergrößerte sich das Gemeindegebiet von Petten und erreichte das ehemalige Dorfzentrum, das vor Jahrhunderten bei einer Sturmflut verloren ging. Zur Erinnerung wurde an der Stelle der Dorfkirche am Strand eine Gruppe von Stelen aus Holz aufgestellt. Im Informationszentrum zum Küstenschutz „zand tegen zee“ wird die Historie und die Baumaßnahme in Wort und Bild dem Besucher nahegebracht.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Petten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abschluss des Projekts „kust op kracht“ im März 2015 auf rijkswaterstaat.nl (niederländisch).
  2. Informationszentrum "zand tegen zee" in Petten

Koordinaten: 52° 46′ N, 4° 40′ O