Pforzheimer Zeitung

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Pforzheimer Zeitung
Pforzheimer Zeitung Logo.svg
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag J. Esslinger GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1. Oktober 1949
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2017, Mo–Sa)
33.468 Exemplare
Chefredakteur Magnus Schlecht
Herausgeber Albert Esslinger-Kiefer
Weblink www.pz-news.de

Die Pforzheimer Zeitung (Abk. PZ) ist eine in Pforzheim erscheinende Tageszeitung.

Verleger der Zeitung ist Albert Esslinger-Kiefer; nach dem Ausscheiden von Jürgen Metkemeyer als Chefredakteur leiteten Holger Knöferl (stellvertretender Chefredakteur) und Magnus Schlecht (Chef vom Dienst) interimsweise die Redaktionsgeschäfte.[1]

Seit 1. Februar 2010 ist Thomas Satinsky geschäftsführender Verleger der Pforzheimer Zeitung.

Die PZ Media GmbH & Co KG, der 51 % des Verlags gehören[2], ist als Teil der Gruppe Württembergischer Verleger an der Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH) beteiligt.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pforzheimer Zeitung ist Marktführerin in ihrem Verbreitungsgebiet, das neben der Stadt Pforzheim den Enzkreis und einige angrenzende Gemeinden, vor allem im nördlichen Landkreis Calw, umfasst. Die Pforzheimer Zeitung erscheint im Verlag J. Esslinger GmbH & Co. KG in Pforzheim. Die verkaufte Auflage beträgt 33.468 Exemplare, ein Minus von 21,3 Prozent seit 1998.[3] Einschließlich der Lokalredaktion in Mühlacker arbeiten bei der Pforzheimer Zeitung rund 40 Redakteure.

In Pforzheim und Umgebung steht die Pforzheimer Zeitung mit dem Pforzheimer Kurier, einer Lokalausgabe der in Karlsruhe erscheinenden Badischen Neuesten Nachrichten, im Wettbewerb. Im südlichen Teil ihres Verbreitungsgebiets konkurriert die PZ daneben mit Regionalausgaben des in Oberndorf am Neckar erscheinenden Schwarzwälder Boten, im südöstlichen Enzkreis mit der Leonberger Kreiszeitung, einer Lokalausgabe der Stuttgarter Zeitung, und im östlichen Enzkreis mit dem Mühlacker Tagblatt, einer Mantelausgabe der Stuttgarter Nachrichten.

Zum 1. April 2009 wurde die Ausgabe Nordschwarzwald eingestellt. Im nördlichen Landkreis Calw wird seitdem die Ausgabe der Stadt Pforzheim zugestellt. Gleichzeitig erfolgte in den betroffenen Gemeinden, mit Ausnahme von Schömberg, eine Umstellung auf Postzustellung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

General Anzeiger vom 11. Juli 1907

Eine erste Zeitung wurde 1794 in Pforzheim unter dem Titel Wöchentliche Nachrichten von und für Pforzheim gegründet.[4] 1832 änderte sie ihren Namen in Der Beobachter um. Von 1856 an erschien die Zeitung 66 Jahre lang unter dem Titel Pforzheimer Beobachter, vom 1. Januar 1858 in größerem Format und fünf Mal in der Woche. 1905 fusionierte die Zeitung mit dem Anzeigenblatt Städtisches Tagblatt zum Pforzheimer Generalanzeiger. Die Pforzheimer Neuesten Nachrichten, wie das Blatt von Oktober 1918 an hieß, mussten ihr Erscheinen in den Wirren der Inflationszeit einstellen.

Ab 1925 erschien die Zeitung wieder als Pforzheimer Rundschau, zunächst als Wochenblatt, vom Oktober 1928 an wieder täglich. In der Zeit des Nationalsozialismus erschien die Rundschau kontinuierlich, bis sie am 1. März 1943 angeblich aus Papiermangel eingestellt werden musste.

Am 29. Juli 1947 erteilten die amerikanischen Besatzungsmächten zunächst eine Lizenz zur Herausgabe einer neuen Zeitung unter dem Titel Süddeutsche Allgemeine, die wegen der Zerstörung des Druckhauses im Bombenangriff vom 23. Februar 1945 in Karlsruhe gedruckt werden musste. Die anfänglichen Lizenznehmer Johann Peter Brandenburg und Felix Richter schieden bis zum 1. Dezember 1949 wieder aus dem Verlag aus, von dem Jakob Esslinger sämtliche Anteile übernahm.[5] Bereits am 1. Oktober 1949 war die erste Ausgabe der Pforzheimer Zeitung erschienen.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pforzheimer Zeitung hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 21,3 Prozent gesunken.[6] Sie beträgt gegenwärtig 33.468 Exemplare.[7] Das entspricht einem Rückgang von 9075 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 91,1 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[8]


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] „Jürgen Metkemeyer scheidet aus“: in: pz-news.de, 30. Oktober 2009
  2. Mediendatenbank - J. Esslinger GmbH & Co KG. In: kek-online.de. 2016 [last update]. Abgerufen am 18 April 2016.
  3. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  4. Thomas Kurtz: „Von den Wöchentlichen Nachrichten zur Rundschau - Pforzheimer Zeitungsgeschichte von 1794 bis 1949“, in: Pforzheimer Zeitung, 20. Februar 2008
  5. Thomas Kurtz: „Wie Phönix aus der Asche - Der stete Aufstieg der "Pforzheimer Zeitung" von 1945 bis zur Gegenwart“, in: Pforzheimer Zeitung, 20. Februar 2008
  6. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  7. laut IVW, zweites Quartal 2017, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  8. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)