Philipp Schiemann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Philipp Schiemann (* 1969 in Düsseldorf) ist ein deutscher Schriftsteller und Musiker. Er ist der Sohn des Malers Friedrich Schiemann (1918–1991) und der Goldschmiedemeisterin Bettina Schiemann–Cürten (1941–2001).

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp Schiemann veröffentlichte als Autor von 1995 bis heute zahlreiche Prosa- und Lyrikbände sowie vier Hörbücher. Zwischen 1996 und 2005 führte er ausgedehnte Lesereisen durch Deutschland, Gastauftritte in Schweden, Österreich, der Schweiz, Tschechien und den USA durch. Im Deutschland der späten Neunzigerjahre galt Schiemann als das Enfant terrible der alternativen Literaturszene, das mit krassen Texten und markanten Auftritten von sich reden machte. Häufig trat er zusammen mit anderen Autoren auf, darunter Jan Off, Johannes Finke und Stanley Deschle. Diverse seiner Lesungen sind auf Spoken Word-Tonträgern erschienen, darunter die Doppel-CD I'm a poet, wovon eine CD von Schiemann erstellte Aufnahmen privater Vorlesungen diverser Beat-Literaten aus der San Francisco Bay Area enthält, darunter Lawrence Ferlinghetti und Joanne Kyger. Mit wechselnden Gastmusikern wie z. B. Jeff Dahl betrieb Schiemann zwischen 1989 und 2000 als Sänger und Texter das Bandprojekt Conscious, mit dem zahlreiche Studioaufnahmen im Eigenverlag entstanden.[1]

Ab 2003 kamen Auftragsarbeiten zu seiner bisherigen Arbeit hinzu, die sich thematisch mit Westafrika und den dort heimischen Naturreligionen befassten. Im Jahr 2019 entstanden mehrere Bildbände zusammen mit dem Ethnologen und Fotografen Henning Christoph, mit dem Schiemann zu Recherchezwecken Ghana, Togo, Benin und North Carolina bereiste. Die von Schiemann dazu verfassten Texte wurden ins Niederländische, Englische, Französische, Portugiesische und Spanische übersetzt. Schiemann ist zudem als Grafiker und Mediengestalter tätig. Eine Ausstellung seiner aktuellen künstlerischen Arbeiten mit analog-digitalen Mischtechniken fand zuletzt Ende 2019 in Leipzig statt. Er ist Vater einer Tochter (* 1998).

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Voodoo Rainbow, Bildband, Könemann, Köln, 2019, zusammen mit Henning Christoph und Markus Matzel, ISBN 978-3-7419-2478-1.
  • African Secrets, Bildband, Könemann, Köln, 2019, zusammen mit Henning Christoph und Markus Matzel, ISBN 978-3-7419-2477-4.
  • Rockstar 5.0 – Deutschlandtournee, Erzählung. Hardcover DIN A5, Eigenverlag in limitierter Auflage, 2018
  • Mami Wata. Die afrikanische Loreley. Eine Annäherung an die traditionelle Religion Westafrikas. Eigenverlag in limitierter Auflage, 2017
  • Gnadenlos, Gedichte und Kurzprosa 2007–2012, Grupello, Düsseldorf 2013. ISBN 978-3-89978-187-8
  • Die Ghana-Briefe: Aufzeichnungen aus einem westafrikanischen Land, Edition selene, Wien 2004, ISBN 3-85266-231-1
  • Über Kunst: Roman, Grupello, Düsseldorf 2001. ISBN 3-933749-65-4
  • Gedichte, Killroy Media, Asperg 2001, ISBN 3-931140-33-4
  • Suicide City, Killroy Media, Asperg 1999, ISBN 3-931140-21-0
  • Pussylecken, Herr Schneider!, Andre Henze, Berlin 1997, ISBN 3-930545-14-4

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spoken Word[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Conscious – Cum Shots, 4 Track Maxi-CD, Eigenverlag, 1993
  • Conscious – Life Is Big, 15 Track CD-Album, Eigenverlag, 1994
  • Conscious – Sick Love, 6 Track Maxi-Vinyl in blau und gelb inklusive limitiertem Poster, Eigenverlag, 1995
  • Conscious – Blue Movie, 13 Track Album, Eigenverlag, 1996/97
  • Conscious – Love Is A Dog From Hell, 16 Track CD-Album mit bis dato unveröffentlichten Stücken von 2000, limitiert auf 333 Stück, handsigniert und nummeriert, Eigenverlag, 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://soundcloud.com/user-113785780
  2. Philipp Schiemann in: Kulturamt Landeshauptstadt Düsseldorf