Philipp Schiemann

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Philipp Schiemann (* 1969 in Düsseldorf) ist ein deutscher Schriftsteller, Musiker und Mediengestalter. Er ist der Sohn des Malers Friedrich Schiemann (1918–1991) und der Goldschmiedemeisterin Bettina Schiemann-Cürten (1941–2001).

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp Schiemann veröffentlichte als Autor seit 1995 zahlreiche Prosa-, Lyrik- und Hörbücher. Zwischen 1996 und 2005 führte er ausgedehnte Lesereisen durch Deutschland, Gastauftritte in Schweden, Österreich, der Schweiz, Tschechien und den USA durch. Im Deutschland der späten Neunzigerjahre galt Schiemann als das Enfant terrible der alternativen Literaturszene, das mit krassen Texten und markanten Auftritten von sich reden machte. Häufig trat er zusammen mit anderen Autoren auf, darunter Jan Off, Johannes Finke und Stanley Deschle. Diverse seiner Lesungen sind auf Spoken-Word-Tonträgern erschienen, darunter die Doppel-CD I'm a poet, wovon eine CD von Schiemann erstellte Aufnahmen privater Vorlesungen diverser Beat-Literaten aus der San Francisco Bay Area enthält, darunter Lawrence Ferlinghetti und Joanne Kyger. Mit wechselnden Gastmusikern wie z. B. Jeff Dahl betrieb Schiemann zwischen 1989 und 2000 als Sänger und Texter das Bandprojekt Conscious, mit dem zahlreiche Studioaufnahmen im Eigenverlag entstanden.[1]

Ab 2003 kamen Auftragstexte zu seiner bisherigen Arbeit hinzu, die sich thematisch mit Westafrika und den dort heimischen Naturreligionen befassten. Die in den 2010er Jahren entstandenen Texte aus diesem Bereich wurden bei Könemann publiziert und ins Niederländische, Englische, Französische, Portugiesische und Spanische übersetzt. Seit Anfang 2019 ist Schiemann zudem gelernter Mediengestalter mit Schwerpunkt Print und spezialisiert auf analog-digitale Mischtechniken, die er zuletzt in Leipzig ausstellte (Galerie Viering, "Afrikas Geister"). Er ist Vater einer Tochter (* 1998).

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgesuchte Texte 1992–2020, Prosa und Lyrik aus drei Jahrzehnten, DIY Leipzig, 2020.
  • Rockstar 5.0 (Extended Version), Erzählung, Killroy Media, Ludwigsburg, 2020, ISBN 978-3931140281.
  • Voodoo Rainbow, Bildband, Könemann, Köln, 2020, zusammen mit Henning Christoph und Markus Matzel, ISBN 978-3-7419-2478-1.
  • Soul Of Africa, Bildband, Könemann, Köln, 2020, zusammen mit Henning Christoph und Markus Matzel, ISBN 978-3741924767.
  • African Secrets, Bildband, Könemann, Köln, 2019, zusammen mit Henning Christoph und Markus Matzel, ISBN 978-3-7419-2477-4.
  • Rockstar 5.0 – Deutschlandtournee, Erzählung. Hardcover DIN A5, Eigenverlag in limitierter Auflage, 2018
  • Mami Wata. Die afrikanische Loreley. Eine Annäherung an die traditionelle Religion Westafrikas. Eigenverlag in limitierter Auflage, 2017
  • Gnadenlos, Gedichte und Kurzprosa 2007–2012, Grupello, Düsseldorf 2013. ISBN 978-3-89978-187-8
  • Die Ghana-Briefe: Aufzeichnungen aus einem westafrikanischen Land, Edition selene, Wien 2004, ISBN 3-85266-231-1
  • Über Kunst: Roman, Grupello, Düsseldorf 2001. ISBN 3-933749-65-4
  • Gedichte, Killroy Media, Asperg 2001, ISBN 3-931140-33-4
  • Suicide City, Killroy Media, Asperg 1999, ISBN 3-931140-21-0
  • Pussylecken, Herr Schneider!, Andre Henze, Berlin 1997, ISBN 3-930545-14-4

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spoken Word[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Conscious – Cum Shots, 4 Track Maxi-CD, Eigenverlag, 1993
  • Conscious – Life Is Big, 15 Track CD-Album, Eigenverlag, 1994
  • Conscious – Sick Love, 6 Track Maxi-Vinyl in blau und gelb inklusive limitiertem Poster, Eigenverlag, 1995
  • Conscious – Blue Movie, 13 Track Album, Eigenverlag, 1996/97
  • Conscious – Love Is A Dog From Hell, 16 Track CD-Album mit bis dato unveröffentlichten Stücken von 2000, limitiert auf 333 Stück, handsigniert und nummeriert, Eigenverlag, 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CONSCIOUS 1993–2000. Abgerufen am 13. März 2021.
  2. Landeshauptstadt Düsseldorf: Förderpreis für Literatur. Abgerufen am 13. März 2021.