Philipp von Gmünd

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Philipp von Gmünd, genannt Hünermenger (* vor 1482 in der Freien Reichsstadt Frankfurt am Main; † 1523), war Baumeister, Bildhauer und einer der wichtigsten Künstler der Spätgotik am Mittelrhein.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp von Gmünd wurde in Frankfurt geboren und lernte vermutlich in der „Bauhütte des Pfarrturms“, d. h. des Kaiserdoms St. Bartholomäus. Er kam damit mit der Arbeit des Dom- und Stadtbaumeisters Madern Gerthener in Berührung und wurde stilistisch von ihm geprägt.

Seit 1482 ist Philipp in Meisenheim nachweisbar. Unter dem Nachfolger Ludwigs I. von Pfalz-Zweibrücken, genannt der Schwarze, Herzog Alexander vollendete Philipp die Meisenheimer Kirche und errichtete die Alexanderkirche in Zweibrücken. Philipp bewarb sich, wenn auch erfolglos, mehrmals um die Stelle des Stadtwerkmeisters in Frankfurt. Er leitete die „Meisenheimer Schule“, der unter seiner Federführung neben der Schlosskirche in Meisenheim auch die Alexanderkirche in Zweibrücken und weitere Chorbauten zugeschrieben werden.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen fehlender oder verloren gegangener Urkunden kann Philipps Urheberschaft für viele Bauwerke nur anhand von stilistischen Gemeinsamkeiten oder Steinmetzzeichen vermutet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grab und Residenz – Meisenheim am Glan im 16. Jahrhundert
  2. Kirchenführer: Die Kirchen in der Prot. Pfarrei Rhodt u.R.
  3. Die Pfarrkirche zu Kiedrich und die spätgotischen Dorfkirchen im Rheingau. Sakralarchitektur auf dem Lande mit städtischem Charakter Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde des Fachbereichs Neuere deutsche Literatur und Kunstwissenschaften der Philipps-Universität Marburg vorgelegt von Claudia Wels M.A., Frankfurt; Steinbach 2003
  4. Liebfrauenland: Kulturführer Gotik in Rheinhessen