Pié

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Der Pié war ein spanisches Längenmaß und entsprach dem Maß Fuß.

Das Maß war ein kastilisches und ließ sich in 12 Pulgadas (Zoll) und je 12 Lineas je 12 Puntos oder je 16 Dedos (Finger) unterteilen. Abgeleitet war es von der Vara.

Im gesamten Spanien nannte man das Maß Pié de Burgos. Dieser Zusatz war ein Hinweis auf den Aufbewahrungsort des Etalons in Burgos.[1] Der genaue Wert beispielsweise in Saragossa, Sevilla, Málaga, Bilbao, Cádiz, Coruna, Ferrol, Pamplona und Oviedo war 0,258635 Meter, in Valencia 0,3023 Meter und Madrid 0,2810 Meter. In Valencia teilte man den Pié in 4 Palmos mit je 4 Dedos.[2]

Die Längeneinheit war auch Grundlage für ein Flächenmaß in Spanien und Lateinamerika. Als Pié cuadrado entsprach es einer Fläche von 776 Quadratzentimeter.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Noback, Friedrich Eduard Noback: Vollständiges Taschenbuch der Münz-, Maß- und Gewichtsverhältnisse. Band 1, F. A. Brockhaus, Leipzig 1851, S. 606

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leopold Carl Bleibtreu: Handbuch der Münz-, Maß- und Gewichtskunde und des Wechsel-, Staatspapier-, Bank- und Aktienwesens europäischer und außereuropäischer Länder und Städte. Verlag von J. Engelhorn, Stuttgart 1863, S. 263
  2. Johann Baptist Eckl: Angewandte Arithmetik zum Gebrauche in Latein- und Realschulen. J. J. Lentner’sche Buchhandlung, München 1861, S. 259