Pique Dame (Erzählung)

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Pique Dame (russ. Пиковая дама) ist eine Erzählung von Alexander Puschkin. Sie diente als Vorlage für die gleichnamige Oper von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Die Erzählung wurde 1834 veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graffiti, 2008

Der junge Pionieroffizier Hermann, Sohn eines zum Russen gewordenen Deutschen, lebt sparsam und bescheiden. Sein Freund Tomski erzählt ihm von seiner Großmutter, der Gräfin, welche in Paris das Geheimnis erfuhr, wie man drei Gewinnkarten beim Pharospiel voraussehen kann.

Hermann sucht die Nähe der Gräfin. Dazu macht er sich an Lisaweta, ihre Gesellschafterin, heran. Bei einem heimlichen Treffen schleicht er sich jedoch in das Zimmer der Gräfin. Er fleht sie an, ihm das Geheimnis zu verraten, droht ihr, doch sie schweigt. Als sie in seiner Hand eine ungeladene Pistole entdeckt, erleidet sie vor Schreck einen Herzanfall und stirbt. Auf der Beerdigung hat Hermann eine Vision. Ihm scheint, dass die Verstorbene ihm einen Blick zuwirft. Abends erscheint ihm der Geist der Gräfin und eröffnet ihm, dass die Drei, die Sieben und das Ass ihm den Gewinn bringen.

In den nächsten Tagen drehen sich alle seine Gedanken um die drei verheißungsvollen Karten. Als der Kartenspieler Tschekalinskij nach Moskau kommt, bittet ihn Hermann um ein Spiel und setzt all seine Ersparnisse auf die Drei, die auch gewinnt. Am nächsten Tag setzt er alles auf die Sieben und gewinnt erneut. Am dritten Tag setzt er ungefähr zweihunderttausend Rubel auf das (wie er meint) Ass, das auch gewinnt, doch statt auf das Ass hat Hermann unbewusst auf die Pique Dame gesetzt, somit verliert er sein komplettes Vermögen. Hermann scheint es, als ob die Karte die Gesichtszüge der Gräfin trüge und ihn hämisch angrinste. Er verliert den Verstand und murmelt ständig "Drei, Sieben, Ass. Drei, Sieben, Dame."

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprecher:

Erstsendung: 29. Mai 1946 – Abspieldauer: 60'00 Minuten

Sprecher: Nicht bekannt

Erstsendung: 24. Juni 1946 – Abspieldauer: 37'21 Minuten

Sprecher:

Erstsendung: 20. Januar 1950 – Abspieldauer: 75'00 Minuten

Schauspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1834 veröffentlichte Erzählung „Pique Dame“ von Alexander Puschkin ist erstmals als Schauspiel auf einer Berliner Bühne zu sehen und zwar am 8. September 2017 (Uraufführung) im Kleinen Theater am Südwestkorso in Berlin-Friedenau [1]. Boris von Poser, der die Geistergeschichte im Spielermilieu für die Bühne aufbereitet hat, führt auch Regie. Es spielen Stella Maria Adorf, Frederike Schinzler, Philip Wilhelmi und Jörg Malchow.[2]

Aktuelle Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Puschkin: Pique Dame, russisch/deutsch, übersetzt und Nachwort von Kay Borowsky, Reclam, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-15-001613-8 (= Reclams Universal-Bibliothek, Band 1613).
  • Alexander Puschkin: Pique Dame, Hörbuch, 1 Stunde, 5 Minuten, 1 CD, ungekürzte Lesung von Markus Hoffmann, Argon, Berlin 2004, ISBN 978-3-87024-829-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] Kleines Theater
  2. [2]berliner-woche/friedenau/kultur