Platyptilia tesseradactyla

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Platyptilia tesseradactyla
Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Federmotten (Pterophoridae)
Unterfamilie: Pterophorinae
Gattung: Platyptilia
Art: Platyptilia tesseradactyla
Wissenschaftlicher Name
Platyptilia tesseradactyla
(Linnaeus, 1761)

Platyptilia tesseradactyla ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Federmotten (Pterophoridae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Falter besitzen bräunlich graue Flügel und erreichen eine Flügelspannweite von 17 bis 20 Millimetern. Auf der Oberseite des Costaldreiecks befindet sich eine kleine schwarze Linie, die den äußeren Bereich des Dreiecks begrenzt. Bei den männlichen Genitalien sind die Valven deutlich zugespitzt. Die Arme des Anellus haben eine ziemlich gedrungene Form, sie sind kurz und nicht gespalten. Bei den Weibchen sind die sklerotisierten Segmente des Antrums anderthalb mal so lang wie breit. Die Gewebeflecke der Lamina postvaginalis sind groß und etwa so lang wie das Antrum.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Falter sind in Nord- und Mitteleuropa verbreitet, im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis nach Russland. In Norwegen findet man sie bis 70° nördliche Breite. In der Nearktis ist die Art in den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada beheimatet.[1][2]

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Falter bevorzugen bergige Gegenden mit Kiefernwäldern und sandigen Böden. Die Raupen fressen an Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) und Gewöhnlichem Katzenpfötchen (Antennaria dioica). Zunächst fressen sie im weichen Mark des Stängels und überwintern hier. Im Frühjahr des folgenden Jahres spinnen sie die jungen Triebe zusammen und fressen an den oberen Pflanzenteilen, wobei an der Pflanze ein Krüppelwuchs verursacht wird. Exkremente werden auf einem äußeren Blatt abgelegt.[3] Die Larven verpuppen sich innerhalb des Gespinstes, die Puppenruhe dauert etwa drei Wochen.[1]

Flug- und Raupenzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Falter fliegen im Juni und Juli.[1] Die Raupen treten ab Juli auf und fressen bis in den Winter hinein im Mark der Blütenstängel. Sie überwintern und setzen ihre Entwicklung im folgenden Frühjahr fort.[3]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Literatur sind folgende Synonyme bekannt:[1][2]

  • Phalaena Alucita tesseradactyla Linnaeus, 1761
  • Pterophorus fischeri Zeller, 1841
  • Platyptilia hibemica Tutt, 1906

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e C. Gielis: Pterophoridae. In: P. Huemer, O. Karsholt, L. Lyneborg (Hrsg.): Microlepidoptera of Europe 1: 1-222., Apollo Books 1996, ISBN 87-88757-36-6
  2. a b C. Gielis: Pterophoroidea & Alucitoidea. In: World Catalogue of Insects. Volume 4, Apollo Books, 2003, ISBN 87-88757-68-4
  3. a b K. T. Schütze: Die Biologie der Kleinschmetterlinge unter besonderer Berücksichtigung ihrer Nährpflanzen und Erscheinungszeiten. Handbuch der Microlepidopteren. Raupenkalender geordnet nach der Illustrierten deutschen Flora von H. Wagner. Frankfurt am Main (Verlag des Internationalen Entomologischen Vereins e. V.) 1931 online im Lepiforum

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]