Ponte Vasco da Gama

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Koordinaten: 38° 45′ 55″ N, 9° 2′ 33″ W

Ponte Vasco da Gama
Ponte Vasco da Gama
Nutzung Straßenverkehr
Querung von Tejo
Ort Lissabon
Konstruktion Schrägseilbrücke
Gesamtlänge 17,185 km
Breite 30 m
Längste Stützweite 420 m
Höhe 150 m
Lichte Höhe 45 m
Baukosten $883 Mio.
Baubeginn 1995
Fertigstellung 1998
Eröffnung 29. März 1998
Lage
Ponte Vasco da Gama (Portugal)
Ponte Vasco da Gama

Die Ponte Vasco da Gama (deutsch Vasco-da-Gama-Brücke) ist ein Brückenzug mit einer Schrägseilbrücke als Hauptöffnung, der den Fluss Tejo überspannt und Lissabon per Autobahn von Moscavide/Sacavém mit den südöstlich und südlich gelegenen Städten Montijo, Alcochete und Setúbal verbindet. Benannt wurde sie nach dem portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama und soll an die 500-jährige Entdeckung des Seeweges nach Indien 1498 erinnern.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ponte Vasco da Gama
Lage der Tejobrücken in der Region Lissabon

Die Vasco-da-Gama-Brücke ist mit 17,185 km Länge[1] die längste Brücke in Europa sowie eine der längsten Brücken der Welt. Die maximale Spannweite beträgt 420 Meter, die Pylone sind 155 Meter hoch. Über die Brücke führt die Autobahn A12 mit sechs Fahrstreifen.

Die Brücke wurde zwischen 1995 und 1998 zur Weltausstellung Expo 98 erbaut, um die Ponte 25 de Abril sowie weitere Infrastrukturen Lissabons vom Nord-Süd-Verkehr zu entlasten. Über die Ponte Vasco da Gama sind das Expo-Gelände und der Flughafen direkt erreichbar.

Eigentümer der Vasco-da-Gama-Brücke ist das Land Portugal (República Portuguesa). Die Finanzierung des Gesamtvorhabens erfolgt unter grundlegender Einbeziehung einer EU-Finanzierungsbeihilfe über ein PPP-Finanzierungsmodell (Public-private-Partnership) eines privaten Konsortiums, das in der Refinanzierung die Maut (Modell analog beider Lissaboner Brücken) über jeweils 40 Jahre erhält, wobei das zu finanzierende PPP-Kapital für die jüngere Techo-Brücke mit 24,8 % von britischen Unternehmen, mit 24,8 % von französischen Geldgebern und zu 50,4 % seitens portugiesischer Firmen eingebracht wurde, wobei auch in dem Modell die Firma Lusoponte mit der Betreibung der Brücke beteiligt ist.

Bei Bau der Brücke ereignete sich am 10. April 1997 ein tödlicher Unfall, als ein Metallgerüst einstürzte und sechs Arbeiter ums Leben kamen.

Beim Bau musste das Naturschutzgebiet Parque Natural do Estuário do Tejo mit einem Wasservögel-Bestand berücksichtigt werden.

Zur Freimachung des Bauvorlandes für den Brückenneubau mussten 300 Familien umgesiedelt werden.

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Brückenzug ist in sieben Abschnitte gegliedert:

  1. Zugangsstraßen West/Lissabon
  2. West-Viadukt – 488 m
  3. Expo-Viadukt – 672 m; 12 Felder
  4. Hauptteil – Hauptöffnung: 420 m; Seitenfelder je: 203 m (Gesamtlänge: 829 m); Stahlbetonpylonhöhe: 150 m; Durchfahrtshöhe für Schiffe bei Flut: 45 m;
  5. Mittleres Viadukt – 6351 m; 80 Felder aus Fertigteilen, Länge je 78 m; 81 Pfeiler mit Tiefen bis zu 95 m; Höhen von 14 m bis zu 30 m
  6. Ost-Viadukt – 3825 m; 84 Felder je 45 m; 85 Pfeiler
  7. Zugangsstraßen Ost (Montijo/Alcochete) – 3895 m; einschließlich der Mautstelle mit 18 Passagen und zwei sogenannte áreas de serviço (Tankstellen/Rasthof)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Alcochete wird für die Ost-West-Richtung (stadteinwärts) von der Betreibergesellschaft Lusoponte Maut erhoben[2].

Recreation Area[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skate-Park unter der Vasco-da-Gama-Brücke

Im Randbereich der Brücke besteht eine Skate-Anlage.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ponte Vasco da Gama – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten der Vasco-da-Gama-Brücke web.archive.org. Abgerufen am 15. August 2018 (portugiesisch)
  2. Ponte Vasco da Gama – Taxas (pt) lusoponte.pt. Archiviert vom Original am 30. Dezember 2011. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lusoponte.pt Abgerufen am 2. Januar 2012.