Poynter Institute

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Poynter Institute
Logo
Rechtsform nonprofit corporation
Gründung 29. Mai 1975
Gründer Nelson Poynter
Sitz St. Petersburg (Florida) (Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Motto Democracy needs journalism. Journalism needs Poynter.
Zweck Journalistenschule
Geschäftsführung Neil Brown[1]
Website www.poynter.org

Das Poynter Institute (englisch The Poyntner Institute,[2] vollständig The Poynter Institute for Media Studies, Inc.[3]) ist eine 1975 gegründete Journalistenschule mit Sitz in St. Petersburg (Florida). Sie ist Eigentümerin der St. Petersburger Tageszeitung Tampa Bay Times[3][4] und betreibt das International Fact-Checking Network (IFCN). In ihrer Selbstdarstellung erhebt sie den Anspruch eines „global leader in journalism.“[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensgeber Nelson Poynter (1903–1978) gründete Anfang 1975 als Eigentümer und Leiter der damaligen St. Petersburg Times, heute Tampa Bay Times, und des herausgebenden Verlages Times Publishing Company die Journalistenschule Modern Media Institute. 1977, ein Jahr vor seinem Tod, vermachte er das Eigentum an Zeitung und Verlag dem Institut, das dann 1984 den Namen seines Gründers erhielt.[3]

In den 2010er-Jahren war der Internet-Unternehmer Craig Newmark einige Jahre lang Vorstandsmitglied der Poynter-Stiftung.[1]

IFCN[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des IFCN
International Fact-Checking Network

2015 gründete man als neue Abteilung des Instituts das International Fact-Checking Network (IFCN). Sie schuf innerhalb von zwei Jahren ein weltweites Netzwerk aus mehreren Dutzend Faktencheck-Organisationen, in das 2017, als zum Beispiel schon ABC News, Associated Press, Le Monde, Libération und Washington Post bzw. ihre entsprechenden Abteilungen dort agierten, auch das deutsche Zentrum Correctiv aufgenommen wurde.[6]

Das IFCN ging 2017 eine Partnerschaft mit dem Google News Lab ein, um „den durchsuchbaren Output von Fact-Checkern weltweit drastisch zu erhöhen, Fact-Checking auf neue Märkte auszuweiten und Fact-Checking über die Politik hinaus zu unterstützen.“[7] 2020 erhielt das IFCN Geld von Facebook, um „2 Millionen amerikanische College-Studenten zu erreichen und ihnen beizubringen, wie sie sich auf ihre erste Wahl im Jahr 2020 vorbereiten und besser informiert sind“.[8]

Das IFCN prüft „Fakten-Checker“ auf die Einhaltung des von ihm selbst aufgestellten Kodex und vergibt auf dieser Basis eine für ein Jahr gültige Zertifizierung,[9] die Digitalunternehmen wie Google oder Facebook nutzen, um ihrerseits Verlage für Fakten-Check-Verträge zu prüfen.[10][11][12] Laut Angaben des Poynter Institute hebt Google diejenigen Faktenchecks, die von Betreibern produziert wurden, die den IFCN-Kodex unterschrieben haben, besonders hervor.[13]

Gemeinsam mit dem American Press Institute gibt das IFCN Factually heraus, einen Newsletter über Faktenüberprüfung und journalistische Ethik.[9][14]

Weblinks

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Our People. poynter.org, abgerufen am 5. Juni 2021.
  2. Contact us. poynter.org, abgerufen am 5. Juni 2021.
  3. a b c Company Overview of The Poynter Institute for Media Studies, Inc. (Nicht mehr online verfügbar.) Bloomberg, archiviert vom Original am 17. November 2018; abgerufen am 5. Juni 2021.
  4. Short film celebrates Pulitzer Prize centennial. Tampa Bay Times, 12. April 2016, abgerufen am 5. Juni 2021.
  5. The Poynter Institute is a global leader in journalism. poynter.org, abgerufen am 5. Juni 2021.
  6. Recherchezentrum Correctiv neu in internationalem Fact-Checker-Netzwerk. Der Standard, 18. Juli 2017, abgerufen am 5. Juni 2021.
  7. Google News Lab Partners with Poynter’s International Fact-Checking Network. Finanzen.net, 26. Oktober 2017, abgerufen am 5. Juni 2021 (Zitat: DeepL).
  8. The Poynter Institute announces investment from Facebook to expand MediaWise digital information literacy program to first-time voters. Finanzen.net, 22. Januar 2020, abgerufen am 5. Juni 2021 (Zitat: DeepL).
  9. a b D. Lerner-Rubin: Fact-checking fact-checkers. The Jerusalem Post, 23. Oktober 2019, abgerufen am 5. Juni 2021.
  10. Venkat Ananth: Can fact-checking emerge as big and viable business? economictimes, 7. Mai 2019, abgerufen am 5. Juni 2021.
  11. Laura Hazard Owen: Finally, Instagram is getting fact-checked (in a limited way and just in the U.S., for now). niemanlag.org, 15. August 2019, abgerufen am 5. Juni 2021.
  12. Melanie Ehrenkranz: Facebook’s War on Bullshit Is Not Going Well – We Talked to the Fact Checkers on the Front Lines. Gizmodo, 27. August 2018, abgerufen am 5. Juni 2021.
  13. The code and the platforms. In: poynter.org. Abgerufen am 2. Oktober 2021.
  14. Jacob Granger: 10 essential newsletters every journalist should read. journalism.co.uk, 24. April 2019, abgerufen am 5. Juni 2021.