Propionsäureethylester

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Strukturformel
Strukturformel von Propionsäureethylester
Allgemeines
Name Propionsäureethylester
Andere Namen
  • Ethylpropanoat
  • Ethylpropionat
Summenformel C5H10O2
CAS-Nummer 105-37-3
PubChem 7749
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit fruchtigem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 102,13 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

0,89 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−73,9 °C[1]

Siedepunkt

99 °C[1]

Dampfdruck

26,7 mbar (20 °C)[1]

Löslichkeit
  • wenig löslich in Wasser (17 g·l−1 bei 20 °C)[1]
  • mischbar mit Ethanol und Diethylether[2]
  • löslich in Aceton[2]
Brechungsindex

1,384 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP)[4], ggf. erweitert[1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 225
P: 210 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][1]
Leichtentzündlich
Leicht-
entzündlich
(F)
R- und S-Sätze R: 11
S: 16​‐​23​‐​24​‐​29​‐​33
Toxikologische Daten

8730 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Propionsäureethylester ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäureester.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Propionsäureethylester kommt natürlich in geringer Menge in Früchten wie Kiwi[6] und Erdbeeren[7] vor. Es kommt ebenfalls in Wein vor.[8]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Propionsäureethylester kann durch Veresterung von Ethanol mit Propionsäure oder Propionsäureanhydrid gewonnen werden.[2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Propionsäureethylester ist eine flüchtige, leicht entzündbare, farblose Flüssigkeit mit fruchtigem Geruch, die wenig löslich in Wasser ist. Sie zersetzt sich bei Erhitzung, wobei Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Ethen entstehen können.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Propionsäureethylester wird als Lösungsmittel für Zelluloseether und -Ester sowie für verschiedene natürliche und synthetische Harze verwendet. Es dient auch als Aromastoff (z. B. in Fruchtsirup).[2]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dämpfe von Propionsäureethylester können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt 12 °C, Zündtemperatur 455 °C) bilden.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l Eintrag zu CAS-Nr. 105-37-3 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 22. Juli 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c d Eintrag zu ETHYL PROPIONATE in der Hazardous Substances Data Bank, abgerufen am 22. Juli 2013.
  3. a b Datenblatt Ethyl propionate, natural, ≥97%, FCC, FG bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. Juli 2013 (PDF).
  4. Eintrag zu Ethyl propionate im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  5. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  6. John P. Bartley, Alan M. Schwede: Production of volatile compounds in ripening kiwi fruit (Actinidia chinensis). In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. 37, 1989, S. 1023–1025, doi:10.1021/jf00088a046.
  7. Ana G. Perez, Jose J. Rios, Carlos. Sanz, Jose M. Olias: Aroma components and free amino acids in strawberry variety Chandler during ripening. In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. 40, 1992, S. 2232–2235, doi:10.1021/jf00023a036.
  8. von H.-D. Belitz, Hans-Dieter Belitz, Werner Grosch, Peter Schieberle: Lehrbuch Der Lebensmittelchemie - H.-D. Belitz, Hans-Dieter Belitz, Werner Grosch, Peter Schieberle. Springer DE, 2001, ISBN 3-540-41096-1, S. 910 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).