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Provinz Chichaoua

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Provinz Chichaoua in der ehemaligen Region Marrakesch-Tensift-Al Haouz
Oase in der Provinz Chichaoua
Landschaft in der Provinz Chichaoua

Chichaoua (arabisch إقليم شيشاوة, DMG Iqlīm Šīšāwa, Taschelhit ⵜⴰⵙⴳⴰ ⵏ ⵛⵉⵛⴰⵡⴰ Tasga n Cicawa) ist eine im Jahr 1991 geschaffene Provinz in Marokko. Sie gehört seit 2015 zur Region Marrakesch-Safi (davor zu Marrakesch-Tensift-Al Haouz) und liegt im Süden des Landes, westlich von Marrakesch bzw. östlich von Essaouira. Die Provinz hat ca. 380.000 Einwohner (2024) bei einer Fläche von ca. 7120 km².[1].

Der gleichnamige Oued Chichaoua (manchmal auch Shishawah geschrieben) ist einer von zwei wichtigen Zuflüssen des Oued Tensift. Höchste Erhebung ist der 703 m hohe Jbel Jbaïl.

Nach der Landwirtschaft und den städtischen Dienstleistungsbetrieben ist die Zementindustrie größter Arbeitgeber der Provinz.

Ca. 5000–8000 Jahre alte Petroglyphen sind die ältesten Zeugnisse menschlicher Anwesenheit in der Provinz. Später kontrollierten verschiedene Berberstämme die Region. Das Erdbeben vom 8. September 2023 richtete deutliche Gebäudeschäden an.

Von den insgesamt 35 Gemeinden der Provinz sind nur drei als Städte oder städtische Gemeinden eingestuft; die übrigen gelten als Landgemeinden (communes rurales) und bestehen oft aus mehreren Dörfern.

Gemeinde Einwohner
1994 2004 2014 2024
Chichaoua 9.738 15.657 27.869 38.452
Imintanoute 12.592 17.067 20.837 25.049
Sid L'Mokhtar 11.138 13.557 20.860

Einzelnachweise

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  1. Provinz Chichaoua – Gemeinden