Puna (Anden)

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Puna.PNG
Landschaft der Region Puno um Puno, Peru

Die Bezeichnung Puna (aus gleichlautend Aymara oder Quechua hohes Land)[1] ist mehrdeutig und wird für mehr oder weniger ähnliche Begrifflichkeiten verwendet:

  1. Die Ökoregion Puna ist eine Höhenstufe der Anden von ca. 4000 bis in 4800 m Höhe über dem Meeresspiegel (nach Javier Pulgar Vidal);[2] um Verwechslungen zu vermeiden optimal als „Ökoregion Puna“.
  2. Die typische Grasvegetation dieses Gebiets wird ebenfalls mit dem Wort Puna bezeichnet; um Verwechslungen zu vermeiden optimal als „Puna-Vegetation“.
  3. Eine etwas tiefer gelegene Hochwüste in den Anden Argentiniens wird ebenfalls als Puna bezeichnet.
  4. Das Municipio Puna in Bolivien führt auch diesen Namen, auch wird die Region Puno um Puno im südlichen Peru gelegentlich fälschlicherweise so geschrieben; um Verwechslungen zu vermeiden, sollte man korrekt als „Municipio Puna“ bzw. als „Region Puno“ angeben.

Vegetation und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ökoregion Puna treten die Vegetationsformen Páramo im nördlichen Peru, die Puna-Grasvegetation im mittleren und südlichen Peru sowie die Landschaft des Altiplano im südlichen Peru, Bolivien und teilweise im Norden Argentiniens auf, die ebenfalls überwiegend von Puna-Vegetation bedeckt ist.

Weite Teile der Puna-Vegetation werden von Punagras (Stipa ichu[3] oder Jarava ichu[4]) dominiert. Weitere Grasarten sind Festuca orthophylla, Festuca dolichophylla, Calamagrostis-Arten sowie Tutura (Scirpus californicus). Zur Gehölzflora gehören unter anderem Puya raimondii, Polylepis-Arten, Opuntien (Opuntia floccosa, Opuntia lagopus, Opuntia ignescens), Baccharis-Arten, Buddleja coriacea und Azorella yareta.

Cono de Arita, Argentinien

Das Klima ist kalt mit sehr häufigen Nachtfrösten und wechselhaften, insgesamt geringen Niederschlägen. Das Oberflächenrelief ist sehr vielseitig, meist wellig. In der Puna gibt es viele Seen sowie Hochplateaus.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptwirtschaftsform in der Puna-Grasvegetation ist Weidewirtschaft (Lamas, Alpakas). Zur Wildtierfauna gehören u. a. Guanakos und Vikunjas. Kartoffeln gedeihen in diesem Klima noch und sind deshalb die Hauptkulturpflanze. Des Weiteren werden auch noch Gerste (Hordeum vulgare) und die Knollenfrucht Maka (Lepidium meyenii) angebaut.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Javier Pulgar Vidal: Geografía del Perú - Las Ocho Regiones Naturales del Perú. Edit. Universo S.A., Lima 1979.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.fao.org/nr/lada/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=453&Itemid=165
  2. Javier Pulgar Vidal: Geografía del Perú - Las Ocho Regiones Naturales del Perú. Edit. Universo S.A., Lima 1979.
  3. Natural Resources Conservation Service PLANTS Database USDA: Stipa ichu. aufgerufen 14. Februar 2017.
  4. Taxon: Jarava ichu Ruiz & Pav.. In: Germplasm Resources Information Network. United States Department of Agriculture. 17. Mai 2006. Abgerufen am 27. Juni 2011.
 Commons: Puna de Atacama – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien