Puno

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Puno
Koordinaten: 15° 51′ S, 70° 1′ W
Karte: Peru
marker
Puno
Puno auf der Karte von Peru
Basisdaten
Staat Peru
Region Puno
Provinz Puno
Stadtgründung 4. November 1668
Einwohner 125.018 (2017)
– im Ballungsraum 128.637
Stadtinsignien
Flag of Puno.svg
Punoescudo.jpg
Detaildaten
Höhe 3827 m
Gewässer Titicacasee
Zeitzone UTC−5
Stadtvorsitz Martín Ticona Maquera
(2019-2022)
Website www.munipuno.gob.pe munipuno.gob.pe
Blick auf Puno
Blick auf Puno

Puno ist die Hauptstadt der Region Puno. Sie liegt im gleichnamigen Distrikt der Provinz Puno. Die Stadt zählte beim Zensus 2017 125.018 Einwohner.[1] Im Ballungsraum lag die Einwohnerzahl bei 128.637.[2] Sie liegt 3.800 m hoch am Ufer des Titicacasees im Süden von Peru.

Die Stadt ist Sitz des 1861 errichteten Bistums Puno.

Puno ist auch unter dem Namen „Ciudad de Plata“ (dt. die Stadt des Silbers) bekannt. Der Name stammt aus früheren Zeiten, in denen die Silberminen Punos zu den ergiebigsten Perus gehörten.

Geographie und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Puno liegt direkt am Titicaca-See. Zum Distrikt Puno gehören – die schwimmende Inseln der Urus nicht gerechnet – auch 43 kleine und kleinste Inseln nahe der Stadt. Sie haben zwischen 3 und 51 Einwohner (Stand 2017).[3] Dazu kommen fünf winzige unbenannte Inseln, als Isla Sin Nombre 1 bis Isla Sin Nombre 5 („Insel ohne Namen“) durchnummeriert.

Das kalte, halbtrockene Klima wird maßgeblich durch diesen beeinflusst. Die Regenzeit beginnt im Oktober und endet Ende April. Die jährlichen Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 14 °C und 3 °C.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Puno wurde am 4. November 1668 vom Vizekönig Pedro Fernández Castro Andrade, dem Conde de Lemos, gegründet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Puno ist Endstation der Peruanischen Südbahn (Ferrocarril del Sur) von Matarani mit Verbindung nach Cusco. Der reguläre Personenlinienverkehr auf der Bahnstrecke nach und von Arequipa ist mit Ausnahme eines Charterverkehrs eingestellt (Quelle www.perurail.com). Der Nahverkehr mit Zügen wurde zugunsten der bequemeren und schnelleren (Fern-)Buslinien 1999 eingestellt. Zahlreiche Fernbuslinien verbinden Puno mit dem Rest des Landes. Der nächste Flughafen liegt in Juliaca, etwa 50 km entfernt.

Puno besitzt auch einen Hafen, von dem aus vor allem Handels- und Personentransporte zu den verschiedenen Inseln auf dem Titicacasee und in das benachbarte Bolivien gemacht werden. Auf der Hafenmole steht ein Leuchtturm.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Puno ist ein bei Touristen beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Inseln im Titicacasee und anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Neben den echten Inseln im Titicaca-See existieren auch die schwimmenden Inseln der Urus; hierbei handelt es sich um künstliche, aus Schilfgras hergestellte Inseln, auf denen noch heute rd. 2.000 Uro-Indigenos leben.

Kathedrale Die Kathedrale von Puno ist eine römisch-katholische Kirche und wurde im 17. Jahrhundert an der Plaza Mayor (Hauptplatz) im spanischen Barock-Stil erbaut. Die Vorderseite wurde von dem peruanischen Bildhauer Simón de Asta mit dekorativen Elementen aus der regionalen Tier- und Pflanzenwelt geschmückt. Im Inneren der Kirche mischt sich der spanische Barock mit Elementen der andinen Kultur.

Arco Deustua Ein aus Stein gebauter Bogen, der zur Erinnerung an die Patrioten, die im Kampf für die Freiheit Perus ums Leben gekommen sind, gebaut wurde.

Balcón del Conde de Lemus (dt. Der Balkon des Herzogs) Dieses Bauwerk war eines der ersten in Puno und wurde nach der Gründung der Stadt im Jahr 1668 errichtet. Geschichten zufolge wohnte der Vizekönig Pedro Antonio Fernández de Castro in dem Haus, um einen regionalen Aufstand niederzuschlagen. Heute befindet sich eine Galerie und die Niederlassung des Nationalen Kulturinstituts in dem Haus.

  • „Casa del Corregidor“
  • Anhöhe Huajsapata
  • Aussichtspunkt „Kuntur Huasi“
  • Aussichtspunkt „Puma Uta“
  • Marktstände am Hafen sowie der tägliche Markt in der Stadt, in dem vor allem Einheimische ihren Geschäften nachgehen.
  • Sillustani, Grabtürme aus dem 13. bis 14. Jahrhundert der Kolla-Kultur; etwa 30 km westlich von Puno

Das Reserva Nacional del Titicaca umfasst ein weites Schilfgebiet vor Puno. Bootsführungen zeigen Besuchern die Naturschönheit des Sees.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulpartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mädchenschule "Colegio Santa Rosa" hat eine Schulpartnerschaft mit dem Graf-Stauffenberg-Gymnasium in Osnabrück. Diese Partnerschaft besteht seit über 20 Jahren und dient dem interkulturellen Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern in Deutschland und Peru. In regelmäßigen Abständen besuchen sich Delegationen der Schulen gegenseitig, um die Partnerschaft lebendig aufrechtzuerhalten.

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Puno befindet sich die Cuartel Manco Cápac (auch Fuerte Manco Cápac genannt). Weiteres beherbergt die Stadt das Hauptquartier der 6a Brigada de Fuerzas Especiales.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peru: Region Puno – Provinzen & Orte. www.citypopulation.de. Abgerufen am 23. Dezember 2019.
  2. Perú: Perfil Sociodemográfico (PDF, 27,4 MB) Instituo Nacional de Estadistica e Informatica (INEI). August 2018. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  3. Es sind folgende Inseln: Apu Inti Corazon, Balista Corazon, Ccapi Nativo, Chujllita Corazón, Chullo, Chumi, Corazón Valiente, Iskaquili Corazon, Jachatata, Jiska Chaulla, Kamisaraki (Tupirmarka), Kapi Cruz Grande, Khana Uro, Khanthati, Kontike, Llacho Punku, Mauri, Qota Marka, Q‘ota Uma, Pachamana, Puma Utta, San Miguel, San Pedro, Santa María 1, Santa María 2, Suchi Chuyma, Suchi Marka, Suma Balsa, Suma Kili, Suma Kurmi, Suma Suyawi, Suma Willjta, Sumac Pacha, Tata Llachu Punku, Titilaca Corazon, Titino, Toranipata (Mamatorani), Totora, Tupire Escuela, Tupiri, Wacawacani Grande, Waliki und Wiñay Titicaca.
    Quelle: Instituto Nacional de Estadística e Informática (INEI): Directorio Nacional de Centros Poblados – Censos Nacionales 2017. Lima 2018, Bd. 4, S. 1567–1570 (online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Puno – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien