Pustefix

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Pustefix (70 ml-Dose)
Pustefix-Werbung
Kind erzeugt Seifenblasen mit einer Pustefix-Dose
Erwachsener erzeugt Seifenblasen; gut zu sehen der typische Pustefixring (sog. Blasring) aus gelbem, rotem oder auch grünem Plastik

Pustefix ist eine Marke der Dr. Rolf Hein GmbH & Co. KG mit Sitz in Tübingen für das von ihr produzierte Spielzeug, das aus einer gebrauchsfertigen Lösung zur Herstellung von Seifenblasen in einer Dose und einem Blasring aus Kunststoff besteht.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pustefix wird in einer blauen Kunststoffröhre mit einem aufgedruckten gelben Teddybären verkauft, an deren abschraubbaren gelben, roten oder grünen Deckel der durch zahlreiche Querrillen flüssigkeitsspeichernde Blasring mit einem Stäbchen befestigt ist.

Das Spielzeug, das von 25 Mitarbeitern (2015)[1] hergestellt wird, kann im deutschsprachigen Raum in praktisch allen Spielwarengeschäften und in vielen Supermärkten erworben werden. Pro Jahr werden etwa 700.000 Liter Flüssigkeit abgefüllt. Exportiert wird es unter anderem in die USA, nach Russland, Japan, China und Korea. Der Exportanteil beträgt 50 %.[2]

Neben dem millionenfach hergestellten Standardprodukt gibt es eine Reihe von Sonderformen wie eine Plastikspielzeugtrompete, die Seifenblasen ausstößt, Drücktiere oder Seifenblasenmaschinen. Für anspruchsvollere Experimente gibt es einen Experimentierkasten in Zusammenarbeit mit Kosmos. Ein großer geriffelter Ring mit etwa 15 cm Durchmesser, abgewinkeltem Griff und dazu passender Tauchschale erlaubt es, durch Ziehen mit der Hand in stehender Luft oder in sanftem Luftzug vergleichsweise große Seifenblasen zu erzeugen.

Hauptzielgruppe sind 3- bis 10-jährige Kinder und deren Unterhalter, etwa Clowns.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwickelt wurde die Mixtur in den 1950er Jahren, als Rolf Hein in der Nachkriegszeit in Kilchberg, einem Vorort von Tübingen, in kleinem Umfang Waschmittel produzierte und beim Experimentieren statt feinen Schaums auch große schillernde Seifenblasen entstanden.

Ursprünglich wurde die Lösung in einer Aluminiumdose mit einem Inhalt von 42 oder 70 Millilitern[1] verkauft und war mit einem Korken verschlossen, in dem eine zum Oval gebogene, feine zylindrische Sprungfeder als Blasring steckte.

1973 übernahm der Sohn von Rolf Hein, Gerold Peter Hein, die Führung des Unternehmens. Auf die Schrumpfung der Hauptzielgruppe durch den Geburtenrückgang in Deutschland reagierte er mit der systematischen Erschließung von Exportmärkten.

Seit 1998 wird die Unternehmensgruppe Rolf W. Hein vom Enkel des Gründers Frank Wolfgang Hein geführt. Zum 1. Januar 2011 wurde die Salzburger Stadlbauer-Gruppe neue Eigentümerin der Dr. Rolf Hein GmbH & Co. KG, womit die internationale Expansion weiter verstärkt werden sollte.[3] Die Geschäftsführung verblieb in den Händen Rolf W. Hein, während der Vertrieb und Export von Stadlbauer übernommen wurde.

Weitere Markennamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unternehmensgruppe vertreibt auch die Marke Stubbles, die von der bubbles & beyond GmbH stammt. Dabei handelt es sich um stabile Seifenblasen, die selbst bei Berührung nicht platzen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Steve Przybilla: Der lange Flug der Seifenblase. www.spiegel.de, 12. März 2015, abgerufen am 12. März 2015.
  2. Hermann Simon erwähnt die Dr. Rolf Hein GmbH & Co. KG in seinem gleichnamigen Buch als Beispiel für einen „Hidden Champion“. (Hidden Champions des 21. Jahrhunderts : Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer. Frankfurt a. M.: Campus, 2007. - ISBN 978-3-593-38380-4. S. 98)
  3. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pustefix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien