Río Mamoré

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Río Mamoré
Amazonasbecken, Río Mamoré violett markiert

Amazonasbecken, Río Mamoré violett markiert

Daten
Lage Bolivien
Flusssystem Amazonas
Abfluss über Rio Madeira → Amazonas → Atlantik
Ursprung Zusammenfluss von Río Ichilo und Río Chapare
15° 56′ 41″ S, 64° 45′ 21″ W
Zusammenfluss mit dem Río Beni zum Rio MadeiraKoordinaten: 10° 22′ 56″ S, 65° 23′ 25″ W
10° 22′ 56″ S, 65° 23′ 25″ W
Länge 1170 km
Einzugsgebiet 650.000 km²
Abfluss[1] MQ
8200 m³/s
Linke Nebenflüsse Río Yacuma
Rechte Nebenflüsse Río Grande, Rio Guaporé
Río Mamoré

Río Mamoré

Río Mamoré

Río Mamoré

Der Río Mamoré ist der rechte Quellfluss des Río Madeira, dem größten Nebenfluss des Amazonas in Südamerika. Der Río Mamoré ist mit einer Wasserführung von rund 8.200 m²/s und einer Länge von rund 1.170 Kilometern einer der größten Flüsse Boliviens, der aus dem Zusammenfluss von Río Ichilo und Río Chapare entsteht. Der Río Grande ist der längste rechte Zufluss und wird ebenfalls als ein Quellfluss angesehen[2].

Flussverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quellflüsse des Río Mamoré entspringen an den Nordhängen der Kordillere von Cochabamba, östlich der Stadt Cochabamba. Als Hauptfluss kommt auch der Río Chimoré in Frage, der bei Puerto Villaroel in den Río Ichilo mündet, etwa 150 Kilometer vor dessen Vereinigung mit dem Río Chapare. Ab hier trägt der Fluss den Namen Río Mamoré. Etwa zwanzig Kilometer nach dem Zusammenfluss mündet von rechts der vergleichsweise wenig Wasser führende Río Grande, der wegen seiner großen Länge oft auch als Quellfluss bezeichnet wird. Der Mamoré fließt nun an Trinidad vorbei. Auf der Landesgrenze zu Brasilien fließt der Rio Guaporé zu. Bei Villa Bella vereinigt sich der Río Mamoré mit dem rund 8 Prozent wasserreicheren Río Beni zum Madeira, dem größten Nebenfluss des Amazonas.

Zwischen der bolivianischen Stadt Guayaramerín im Departamento Beni und der am Ostufer gelegenen brasilianischen Stadt Guajará-Mirim im Bundesstaat Rondônia liegt die 2,58 km² große Insel Isla Suárez, portugiesisch Ilha de Guajará-mirim. Ihre Zugehörigkeit ist zwischen beiden Ländern umstritten. Die Verwaltung wird gegenwärtig von Bolivien wahrgenommen.

Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den größten Zuflüssen gehören (flussabwärts):[3][4]

Schiffbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schiffbarkeit des Mamoré reicht von Chimoré am Fuß der Andenketten bis wenige Kilometer vor seiner Vereinigung mit dem Rio Beni durch die dortigen Stromschnellen. Unterhalb der Katarakte endet die 380 Kilometer lange Madeira-Mamoré-Eisenbahn. Auch die meisten der Nebenflüsse sind über längere Strecken schiffbar.

Literaturhinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Keller: The Amazon and Madeira Rivers, (New York, 1874)
  • Edward D. Mathews: Up the Amazon and Madeira Rivers (London, 1879).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Río Mamoré – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Water Management of the Amazon Basin Water and salt balances of the Bolivian Amazon
  2. Meyers Kontinente und Meere:Mittel und Südamerika. Herausgegeben vom Geographisch-Kartographischen Institut Meyer
  3. Kümmerly+Frey Rand McNally: Internationaler Atlas. Herausgegeben von Georg Westermann Verlag ISBN 3-07-508962-1
  4. Reader's Digest:Weltatlas. Herausgegeben von The Reader's Digest Association Limited, London ISBN 978-3-89915-385-9