Río Putumayo

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Río Putumayo
Rio Içá
RIO PUTUMAYO.jpg
Daten
Lage Kolumbien (Grenze zu Peru und Ecuador), Brasilien
Flusssystem Amazonas
Abfluss über Amazonas → Atlantischer Ozean
Quellgebiet Cordillera Oriental, 7 km nördlich von San Francisco
1° 13′ 57″ N, 76° 51′ 22″ W
Quellhöhe ca. 2800 m
Mündung bei Santo Antônio do Içá in den AmazonasKoordinaten: 3° 8′ 6″ S, 67° 58′ 27″ W
3° 8′ 6″ S, 67° 58′ 27″ W
Mündungshöhe 47 m
Höhenunterschied ca. 2753 m
Sohlgefälle ca. 1,3 ‰
Länge ca. 2060 km
Einzugsgebiet 148.000 km²[1]
Abfluss[1] an der Mündung
AEo: 148.000 km²
MQ
Mq
8760 m³/s
59,2 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Río Guineo, Río Cara Paraná, Río Igara Paraná
Rechte Nebenflüsse Río San Juan, Río Orito, Río Guamuez, Río San Miguel, Río Campuya, Río Algodón, Río Yaguas
Mittelstädte Puerto Asís
Kleinstädte San Francisco, Puerto Caicedo, Puerto Leguízamo
Gemeinden Güeppi
Schiffbar 1950 km
Flusslauf des Río Putumayo

Flusslauf des Río Putumayo

Der Río Putumayo, auf Quechua und historisch[2] Putumayu (putu „als Behälter dienende große Frucht“, mayu „Fluss“; auf Inga-Kichwa Valsayacu oder Walsayaku: walsaBalsabaum“, yaku „Wasser“), im unteren Laufabschnitt (in Brasilien) Río Içá, ist ein Fluss in Südamerika. Er durchfließt den Süden Kolumbiens und bildet streckenweise die Grenze zu Ecuador und zu Peru. Er mündet schließlich in Brasilien nahe San Antônio do Içá in den Amazonas.

Der etwa 2060 km lange Fluss hat an der Mündung eine Wasserführung von 8760 m³/s.[1] Der Río Putumayo ist auf einer Länge von 1950 km befahrbar und ist damit ein bedeutenderer Wasserweg als der nördlich parallel verlaufende Río Japurá. Er ist Transportweg vor allem für die Viehwirtschaft (4 % des Einzugsgebietes sind Grasland) und die Kautschukindustrie.

Flusslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Río Putumayo entspringt in der Cordillera Oriental, 7 km nördlich von San Francisco auf einer Höhe von etwa 2800 m. Der Oberlauf des Flusses liegt im kolumbianischen Departamento de Putumayo. Der Río Putumayo fließt anfangs in überwiegend südwestlicher Richtung. Er fließt entlang dem Südrand einer Beckenlandschaft und passiert die Kleinstadt San Francisco. Nach etwa 30 km wendet sich der Río Putumayo in Richtung Ostsüdost und durchschneidet auf einer Länge von 35 km den Gebirgszug der Cordillera Oriental. 10 km westlich der Stadt Villagarzón erreicht er am Fuße der Berge das Amazonasbecken. Er wendet sich in Richtung Südsüdost. Er nimmt auf diesem Abschnitt mehrere größere Nebenflüsse auf – Río Guineo von links sowie Río San Juan, Río Orito und Río Guamuez von rechts. Bei Flusskilometer 1880 erreicht er die ecuadorianische Grenze. Der Río Putumayo wendet sich nun in Richtung Ostsüdost und bildet die Staatsgrenze zwischen Kolumbien und Ecuador. Bei Flusskilometer 1770 trifft der Río San Miguel von rechts auf den Río Putumayo. Zwischen Flusskilometer 1690 und 420 verläuft der Fluss entlang der Staatsgrenze von Peru und Kolumbien. Bis Flusskilometer 340 durchfließt er kolumbianischen Staatsgebiet. Der restliche Flusslauf bis zur Mündung befindet sich dann in Brasilien.

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Fluss ist das kolumbianische Departamento Putumayo benannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Río Putumayo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Barthem, R.B. et al.: Global International Waters Assessment, Regional Assessment 40B – Amazon Basin, UN Environment Programme, Kalmar 2004
  2. Clements R. Markham (1913): The Putumayu and the Question of Boundaries between Peru and Colombia. The Geographical Journal 41 (2), S. 145–147.