Raban Adelmann (Politiker)

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Raban Otto Michael Graf Adelmann von Adelmannsfelden (* 28. September 1912 in Düsseldorf; † 25. Januar 1992 auf Burg Schaubeck in Steinheim-Kleinbottwar) war ein deutscher Politiker der CDU sowie Inhaber eines Weinguts.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adelmann entstammte dem alten schwäbischen Adelsgeschlecht der Adelmann von Adelmannsfelden. Er war ein Sohn des Regierungspräsidents von Köln, Sigmund Maria Graf Adelmann von Adelmannsfelden, und Bruder des Kunsthistorikers Georg Sigmund Graf Adelmann von Adelmannsfelden. Nach dem Tod seines Vaters wurde er 1926 von seinem Onkel Raban Adelmann von Adelmannsfelden adoptiert. Er studierte nach dem Abitur in Bonn, Köln und am Williams College in den USA Rechtswissenschaften. In Bonn wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.St.V. Frisia Bonn im KV. Von 1935 bis 1937 war er Rechtsreferendar und ging dann in den Diplomatischen Dienst. Dort war er zunächst Attaché in der Kulturabteilung, bevor er im Ausland eingesetzt wurde (1938 bis Mai 1939 in Prag, 1939 bis 1942 als Legationssekretär an der Botschaft des Deutschen Reichs in Rio de Janeiro) bis zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen am 28. Januar 1942. Vom 24. November 1942 bis 1945 nahm er als Soldat bei der Luftwaffe am Zweiten Weltkrieg teil. Am 1. August 1939 war er der NSDAP beigetreten, auch gehörte er der SA an.

Nach dem Tod seines Onkels übernahm er 1935 das familieneigene Weingut Graf Adelmann auf Burg Schaubeck in Kleinbottwar in der Nähe von Ludwigsburg. 1941 heiratete er in Rio de Janeiro Franziska Maria Beatrice Klippgen (1912–2001), die Tochter des deutschen Botschaftsrats.[1] Das Paar hatte fünf Kinder, zwei Töchter und drei Söhne, von denen der älteste (* 1945) früh starb.

Adelmann gehörte von 1957 bis 1961 dem Deutschen Bundestag an. Als Abgeordneter der CDU vertrat er den Wahlkreis Ludwigsburg im Parlament. 1961 kandidierte er im selben Wahlkreis, konnte diesen aber nicht erneut gewinnen. Von 1962 bis 1967 war er Direktor der Informationsabteilung der NATO in Paris.[2] Adelmann war außerdem Mitglied des Kreistages im Landkreis Ludwigsburg und des Gemeinderates von Kleinbottwar. Vom 12. Dezember 1970 bis zum 16. März 1974 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Ludwigsburg.[3]

Adelmann war Gründungsvorsitzender des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) Württemberg e. V. von 1975 bis 1985.[4] 1978 übergab er die Führung des Weinguts Graf Adelmann an seinen Sohn Michael Raban Wolfram Anton Adelmann (* 1947),[5] der von 1985 bis 1993 auch sein Nachfolger als Vorsitzender des VDP Württemberg war.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Lied vom Wein (= Dreiklang Text, Bild, Ton. Bd. 14). Urs-Graf-Verlag, Freiburg (Breisgau) 1968 (mit Schallplatte).
  • Württemberg (= Vinothek der deutschen Weinberg-Lagen.). Seewald, Stuttgart 1981, ISBN 3-512-00556-X.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maria Keipert (Red.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 1: Johannes Hürter: A–F. Schöningh, Paderborn u. a. 2000, ISBN 3-506-71840-1, S. ?.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zur Erinnerung im Gebet an Franziska Gräfin Adelmann von Adelmannsfelden geborene Klippgen
  2. Das Weingut Graf Adelmann
  3. CDU Kreisverbands Ludwigsburg
  4. Rückblick in die Gründungszeit des VDP.Württemberg
  5. Weingut Graf Adelmann – Burg Schaubeck