Raiffeisen-Landesbank Steiermark

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Logo der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG  Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG
Staat Österreich
Sitz Graz
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 38 000[1]
BIC RZSTAT2GXXX[1]
Gründung 1927
Verband Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark
Website www.raiffeisen.at/rlb-steiermark
Geschäftsdaten 2012[2]
Mitarbeiter 1002 (Stand 31. Dezember 2012)
Geschäftsstellen 11
Leitung
Vorstand Martin Schaller
Aufsichtsrat Wilfried Thoma

Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG ist eine österreichische Regionalbank mit Sitz in Graz. Sie ist die größte Bank der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Darlehenskassen nach dem System Friedrich Wilhelm Raiffeisens entstand 1886 in der Untersteiermark in Roßwein bei Marburg. 1894 wurden insgesamt 19 Darlehenskassen in der Steiermark gegründet. Im Jahr 1900 wurde als Einheitsverband von Geld- und Warengenossenschaften, der "Verband der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Steiermark" gegründet. Ab 1903 hatte dieser Verband auch die Revisionsbefugnis für die Raiffeisenkassen.

Am 7. April 1927 kam es unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise zur Trennung von Geld- und Warengenossenschaften. Als Geld-, Organisations- und Revisionsverband wurde der „Landesverband der steirischen Raiffeisenkassen und landwirtschaftlichen Genossenschaften - Steirischer Raiffeisenverband“, als Vorgänger der heutigen Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG, gegründet. Der erste Firmensitz war im Haus am Eisernes Tor Nr. 3. Im Jahre 1935 wurde der von der insolventen „Creditanstalt für Handel und Gewerbe“ das Haus Kaiserfeldgasse 5 erworben. Ein Jahr später wurde der Firmensitz dorthin verlegt.

1938 kam es zur Trennung von Geld und Revision. Der „Landesverband der steirischen Raiffeisenkassen“ wurde in „Raiffeisen-Zentralkasse Südmark“ umbenannt und widmete sich ausschließlich dem Geldverkehr. Als Revisionsverband wurde der „Verband der südmärkischen landwirtschaftlichen Genossenschaften – Raiffeisen“, der heutige "Raiffeisenverband Steiermark" gegründet. 1942 erfolgte die Umbenennung in „Raiffeisen-Zentralkasse Steiermark“. Ein Jahr später verschmolz die 1901 als „Bauernvereinskasse für Mittel- und Obersteiermark in Graz“ gegründete „Steirische Bauernkasse“ mit der Raiffeisen-Zentralkasse Steiermark.

Nach dem Zweiten Weltkrieg trennten sich die beiden Institute 1950 wieder, die Steirische Bauernkasse blieb aber personell eng an die Raiffeisen-Zentralkasse Steiermark gebunden. 1966 wurde aus der Steirischen Bauernkasse die „Steirische Raiffeisenbank in Graz“. 1975 nahm die Raiffeisen-Zentralkasse ein erstes Rechenzentrum in der Kaiserfeldgasse in Betrieb. Ein Jahr später wurde mit der Errichtung eines weiteren Rechenzentrums in Raaba begonnen. Die Betriebsstätte in Raaba entwickelte sich seit der Aufstockung 1993/94 zu einem großen Standort der Bank.

1989 erfolgte die Umbenennung in „Raiffeisenlandesbank Steiermark“. 1998 übernahm diese das Bankgeschäft der „Steirischen Raiffeisenbank in Graz“. Seither betreibt die Raiffeisenlandesbank 11 eigene Bankstellen, 10 davon befinden sich in Graz und eine in Frohnleiten. Im selben Jahr erwarb die Raiffeisenlandesbank Steiermark 49 % an der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG, sie wurde damit nach dem Land Steiermark zum zweitgrößten Eigentümer dieser Bank. Im Jahr 2002 stockte sie ihren Anteil an der Landes-Hypothekenbank auf 75 % weniger einer Aktie auf. Im Jahre 2005 erfolgte die Umwandlung der „Raiffeisenlandesbank Steiermark reg.Gen.m.b.H.“ zur „Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG“.

Kennzahlen und Berichte[Bearbeiten]

Heute bildet die Bank gemeinsam mit den 84 selbständigen steirischen Raiffeisenbanken die größte Bankengruppe in Südösterreich. Die Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark betreute 2011 in 335 Bankfilialen im gesamten Bundesland Steiermark rund 820.000 Privat und Kommerzkunden.

Die Raiffeisen-Landesbank ist einerseits Bank und Servicezentrale für die steirischen Raiffeisenbanken, andererseits aber auch eine bedeutende Wirtschafts-, Industrie- und Retailbank. Unter anderem ist sie auch an den Raiffeisen-Netzwerkbanken in Ungarn, Kroatien, Slowenien und Bosnien-Herzegowina direkt beteiligt.

Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark beschäftigte mit Stichtag 31. Dezember 2011 945 Mitarbeiter und erreichte 2011 als Konzern (RLB AG plus Hypobank Steiermark) eine Bilanzsumme von 14,4 Milliarden Euro.

Die erstmalige Ratingerteilung für die Raiffeisen-Landesbank Steiermark durch die internationale Rating-Agentur Moody's erfolgte im Jahr 2011. Im tourlichen Review wurde 2012 die damalige Einschätzung mit einem Rating von A1 und einem stabilen Ausblick neuerlich bestätigt.

Seit 1. Oktober 2013 ist Martin Schaller Vorsitzender des Vorstandes der Raiffeisenlandesbank Steiermark AG. Präsident des Aufsichtsrates ist Wilfried Thoma aus Trofaiach, Ortsteil Kurzheim.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eintrag im Kreditinstitutsverzeichnis bei der Oesterreichischen Nationalbank
  2. [1] Jahresfinanzbericht 2012

Weblinks[Bearbeiten]