Zum Inhalt springen

Ralf-Bernhard Wartke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ralf-Bernhard Wartke (* 27. November 1948 in Berlin; † 16. Dezember 2024 in Potsdam) war ein deutscher Vorderasiatischer Archäologe.

Wartke studierte von 1967 bis 1973 Klassische Archäologie und Orientalische Archäologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1984 promovierte er mit einer Dissertation über Die Metallobjekte aus Toprakkale im Vorderasiatischen Museum zu Berlin. Seit 1975 war er wissenschaftlicher Assistent am Vorderasiatischen Museum in Berlin. Seit 1987 war er Kustos der archäologischen Sammlung des Museums, von 1992 bis zu seiner Pensionierung 2013 in Nachfolge von Evelyn Klengel-Brandt stellvertretender Direktor. Ihm folgte in der Funktion Lutz Martin.

Wartke galt als international anerkannter Fachmann für die Erforschung Urartus. Daneben waren die palmyrische Plastik und technisch-technologische Fragen seine besonderen Interessensgebiete. Er nahm an Ausgrabungen in Bulgarien, Syrien und dem Irak teil. Im Dokumentarfilm Nicht jeder findet sein Troja – Archäologen von Winfried und Barbara Junge ist er als Teilnehmer der gemeinsamen Ausgrabungsgruppe von syrischen und DDR-Archäologen auf dem Tell Abu Ḥğaira[1] zu sehen.[2]

Wartke war dreifacher Vater.

  1. Kühne, Hartmut, Berthold Einwag, Olivier Rouault, Andreas Schmidt-Colinet, Murhaf al-Khalaf, Jan-Waalke Meyer, Lutz Martin et al.: Archäologische Forschungen in Syrien (5), In: Archiv für Orientforschung 40/41 (1993): S. 195–306. JSTOR:41668213.
  2. Nicht jeder findet sein Troja – Archäologen bei der DEFA-Stiftung