Ranrapalca

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Nevado Ranrapalca
Ranrapalca von Nordosten (2012)

Ranrapalca von Nordosten (2012)

Höhe 6162 m
Lage Ancash, Peru
Gebirge Cordillera Blanca, Anden
Dominanz 7,1 km → Palcaraju Oeste
Schartenhöhe 950 m ↓ namenlose Scharte
Koordinaten 9° 24′ 40″ S, 77° 25′ 0″ WKoordinaten: 9° 24′ 40″ S, 77° 25′ 0″ W
Ranrapalca (Peru)
Ranrapalca
Typ Eisgipfel
Gestein Batholith
Erstbesteigung Walther Brecht, Siegfried Rohrer, Karl Schmid und Hans Schweizer am 25. Juni 1939
Normalweg Hochtour von Nordosten (D)

Der Nevado Ranrapalca[1] (Ranrapallqa in Ancash-Quechua) ist ein 6162 m hoher Berg in der peruanischen Cordillera Blanca. Er liegt im Bereich der ebenfalls bekannten Gipfel Tocllaraju und Palcaraju.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Ranrapallqa stammt aus dem in der Region Ancash verbreiteten Quechua-Dialekt (Ancash-Quechua) und setzt sich aus den Wörtern ranra (steinig) und pallqa (gegabelt, zweigeteilt) zusammen.[2] Der spanische Name ist in der Alpenvereinskarte mit dem Attribut Nevado (verschneit, schneebedeckt) verzeichnet, das in den gesamten Anden für vergletscherte Berggipfel steht (vgl. etwa Nevado Huascarán).

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Nordostgrat

Der Ranrapalca liegt im Nationalpark Huascarán im südlichen Teil der Cordillera Blanca rund 18 km nordöstlich von Huaraz. Der vergletscherte Gipfel bildet einen Grat mit dem benachbarten Nevado Oeshapalca (5888 m) und dem Nevado Ishinca (5530 m) und überragt die Gletscherseen Lago Ishinca im Norden, Lago Perolcocha im Osten und Lago Llaca im Südwesten. Nächstgelegene Stützpunkte sind das Refugio Ishinca (4390 m) im gleichnamigen Tal und das Refugio AGMP (4480 m), die jeweils über Trekkingpfade erreichbar sind.[1]

Alpinismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstbesteigung des Ranrapalca gelang einer deutschen Expedition, die sich im Rahmen der Anden-Rundfahrt 1939 in der Region aufhielt. Walther Brecht, Siegfried Rohrer, Karl Schmid und Hans Schweizer erreichten den Gipfel am 25. Juni von Nordwesten aus und sorgten für eine von zahlreichen Erstbegehungen im Zuge dieser Reise.[3]

Literatur und Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Alpenvereinskarte 03/b. Cordillera Blanca Sud (Peru), 1:100.000. Österreichischer Alpenverein 2005. ISBN 3-937530-05-3. Auszug.
  2. Teofilo Laime Ajacopa: Diccionario Billingüe/Iskay simipi yuyayk’ancha (Quechua-Castellano – Castellano-Quechua). Segunda edición mejorada, La Paz 2007, 215 S. (PDF) (spanisch).
  3. Walter Amstutz: A visit to the Ishinca valley, Cordillera Blanca, 1968. In: Alpine Journal 1969, S. 39–46. PDF (englisch).