Reformierte Kirche (Ditzumerverlaat)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kirche in Ditzumerverlaat

Die Reformierte Kirche in Ditzumerverlaat im ostfriesischen Rheiderland wurde im Jahr 1896 als Saalkirche im neugotischen Stil gebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die reformierten Einwohner Ditzumerverlaats besuchten anfangs die Gottesdienste in der Ditzumer Kirche. Da die Fischer und Seeleute einen weiten Fußweg zurücklegen mussten, wurde der Wunsch nach einem eigenen Pastor immer stärker. So kam es 1844 zur Anstellung eines eigenen Seelsorgers für Ditzumerverlaat, der allerdings selber finanziert werden musste und nach wie vor Ditzum unterstand.[1] In den Wintermonaten diente die alte Schule als Versammlungsraum. Im Jahr 1887 wurde die Kirchengemeinde Ditzumerverlaat gegründet. Erster Pastor war Julius Walter, der hier von 1887 bis 1895 wirkte. Mithilfe von Spenden aus dem ganzen ostfriesischen Raum wurde 1896 der Bau des ersten Kirchengebäudes am Ort ermöglicht.[2]

An den Längsseiten der Backsteinkirche sorgen große spitzbogige Fenster für ausreichend Licht. Ein Vorbau an der Westseite dient als Eingang. Die Außenmauer wird durch Strebepfeiler gegliedert, die in einem Fries enden. An der Rückseite gliedern Lisenen die Wand, zwischen denen sich jeweils zwei kleine Spitzbogenfenster befinden. Aus Kostengründen wurde auf einen eigenen Glockenturm verzichtet. Stattdessen errichtete man einen kleinen Dachreiter. Erst 1992 erfolgte der Bau eines modern gestalteten Glockenturms.[3]

Innenausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leeflang-Orgel

Der Innenraum ist schlicht gestaltet, wie es für reformierte Kirchen üblich ist, und bietet 300 Besuchern Platz.[4] Ursprünglich befand sich über der Kanzel eine Empore, auf der die Orgel aufgestellt wurde und wo die armen Besucher einen Sitzplatz fanden. Heute steht die Orgel an der Westwand. Ernst Leeflang aus Apeldoorn erbaute im Jahr 1970 das Werk mit neun Registern auf zwei Manualen und Pedal.[3] 1997 fand eine Überholung und ein Registertausch durch Regina Stegemann statt, wobei das Regal 8′ durch eine Sesquialtera ersetzt wurde.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Monika van Lengen: Rheiderlands Kirchen. Entdeckungsreise zu Gotteshäusern aus acht Jahrhunderten im Westen Ostfrieslands. H. Risius, Weener 2000.
  • Insa Segebade: Reformierte Kirchen an der Ems. Evangelisch-reformierte Kirche, Leer 1999, ISBN 3-00-004645-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reformierte Kirche (Ditzumerverlaat) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genealogie-Forum: Ditzumerverlaat, gesehen 5. November 2010.
  2. Segebade: Reformierte Kirchen an der Ems. 1999, S. 22.
  3. a b Monika van Lengen: Rheiderlands Kirchen. Entdeckungsreise zu Gotteshäusern aus acht Jahrhunderten im Westen Ostfrieslands. H. Risius, Weener 2000, S. 13.
  4. Segebade: Reformierte Kirchen an der Ems. 1999, S. 23.

Koordinaten: 53° 15′ 30″ N, 7° 16′ 3″ O