Regine Heinecke

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Regine Heinecke (* 20. August 1936 in Zwickau) ist eine deutsche Malerin, Grafikerin und Illustratorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Namen Regine Grube-Heinecke war sie mit 80 Publikationen eine der bekanntesten Illustratorinnen für Kinder- und Jugendbücher in der DDR. Nach Lithografenlehre und Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, arbeitet sie seit 1957 als freie Künstlerin. Max Schwimmer, in den 1950er Jahren Kunstprofessor in Leipzig und später Dresden, empfahl ihr die Kinderbuchillustration als Arbeitsschwerpunkt, nicht zuletzt wegen der großen Gestaltungsfreiheit in diesem Genre. Klassiker der Märchenliteratur, wie der Gebrüder Grimm und Wilhelm Hauff, aber auch Bilderbücher für Vor- und Grundschüler schmückte Heinecke in den folgenden Jahren mit ihrer oft skurril-humorvollen, poetisch-phantastischen Ikonografie.

In scheinbar sehr einfachen, prägnant kurzen Büchlein für Kinder von vier Jahren an, wie etwa Der Mond im Froschteich von 1978 und Der eingebildete Regentropfen, beide mit Texten von Erni Simmich, gelingt ihr eine subtile und eben dadurch auch kindgerechte Gesellschaftskritik.

Außerdem entstanden mehrere, teils deftige Werke für Erwachsene, wie die Liedersammlung Mein Liebchen hat ein Etwas 1968, Amors Zeugnis 1976, Liebesgedichte einer schönen Lyoneser Seilerin 1978, Dieter Muckes Die Sorgen des Teufels 1979, Manfred Pieskes Märchensammlung Vom viel zu kleinen Glückspfennig 1981 oder Science-Fiction, wie der Band Der Hafen der steinernen Stürme mit sechs Erzählungen des Russen Genrich Altow 1977.

Bilderfindungen von Regine Heinecke, etwa für Alfred Könners Weine nicht, sagte der Baum von 1980, das den Vermerk Für Kinder von 4 Jahren an trägt, oder Dieter Muckes Das Nilpferd und das Heupferd und das Seepferd von 1983 mit dem Vermerk Für Kinder ab 3 Jahren und für Winfried Völlgers Der Windhahn 1982 erinnern eher an symbolistische Gemälde als an die gewohnte Kinderbuch-Ästhetik.

Die Museen Schloss Voigtsberg in Oelsnitz/Vogtland, die das Gesamtwerk der Künstlerin mit 2700 Originalen seit 2008 beherbergen, machen seit August 2013 in der Dauerausstellung Illusorium einen kleinen Teil ihres gestalterischen Œuvre der Öffentlichkeit zugänglich.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ronny Hager: Ein Missverständnis: Regine Heinecke und die Stadt Oelsnitz. In: Freie Presse vom 21. März 2015. Abgerufen am 1. April 2015.