René Depestre

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René Depestre

René Depestre (* 29. August 1926 in Jacmel auf Haiti) gilt als wichtiger haitianischer Intellektueller, Schriftsteller und Aktivist des 20. Jahrhunderts.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein erster Erzählungsband wurde 1945 in Port-au-Prince veröffentlicht. Noch im selben Jahr publizierte er eine revolutionäre Zeitschrift. Als darin eine Hommage an den Surrealisten André Breton erschien, der gerade zu Gast auf der Insel war, entfesselte sich eine Revolte, die 1946 die Regierung von Élie Lescot stürzte. Der nachfolgende Präsident verbannte Depestre, da dieser als Aufrührer galt. Nach einer kurzen Zeit im Gefängnis ging er schließlich ins Exil, das ihn nach Paris, Santiago de Chile, São Paulo, Kuba und Südfrankreich führte.

Depestre schrieb mehrere Romane und zahlreiche Gedichte. Seine politischen Schriften befassen sich mit Haitis politischen wie sozialen Problemen und der Unterdrückung der Schwarzen. Er ist bisher nicht nach Haiti zurückgekehrt und lebt in Frankreich.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lyrik
Prosa
  • Aus dem Tagebuch eines Meerestieres. Verlag Volk & Welt, Berlin 1986, ISBN 3-353-00046-1 (zweisprachig, Deutsch-Französisch).
  • Eros dans un train chinois. Neuf histoires d'amour et un conte de sorcier. Gallimard, Paris 1990, ISBN 2-07-038597-3.
  • Hadriana in all meinen Träumen. Roman. Suhrkamp, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-518-22252-X.
  • L'œillet ensorcelé et autres nouvelles. Gallimard, Paris 2005, ISBN 978-2-07-031985-5.
  • Der Schlaraffenbaum. Roman aus der Karibik („le mât de cognac“). Rotpunkt-Verlag, Zürich 1982, ISBN 3-85869-041-4.
Sachbücher

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claude Couffon: René Depestre. Seghers, Paris 1986, ISBN 2-221-01254-2 (Poètes d'aujourd'hui; 252).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]