René de Knyff

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René de Knyff (1912)
René de Knyff während der ersten Tour de France für Automobile

Chevalier René de Knyff (* 10. Dezember 1865 in Antwerpen, Belgien; † 1954) war ein französischer Automobilrennfahrer und Vorsitzender der Motorsportvereinigung CSI.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gewichtige Vollbartträger de Knyff gilt als einer der Doyens des Automobilsports und einer der großen Rennfahrer der ersten Epoche.

Seine Autorennen bestritt er stets mit Wagen der Marke Panhard & Levassor, bei der er auch in leitender Funktion tätig war. Daneben war er an der Gründung des französischen Automobilclubs ACF mitbeteiligt.

Seine Rennkarriere begann beim Rennen Marseille-La Turbie 1897 mit einem vierten Platz, seinen ersten Sieg feierte er bei Paris-Bordeaux 1898. Weitere Erfolge waren ein Sieg bei der Tour de France für Automobile 1899, ein dritter Platz bei Paris-Berlin 1901 und ein zweiter Platz bei der Gordon Bennet-Trophy 1903; bei der Austragung dieses Rennens im Vorjahr (Paris-Innsbruck) schied er, mit großem Vorsprung führend, nur 40 km vor dem Ziel aus.

Nach 1903 zog er sich vom aktiven Rennsport zurück. Er wurde Vorsitzender der Rennabteilung des französischen Automobilclubs[1] und war von 1922 bis 1946 Vorsitzender der Internationalen Motorsportorganisation CSI, der Vorgängerin der FIA.

René de Knyff starb 1954 im Alter von 90 Jahren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Halwart Schrader (Hrsg.): Motor Men: Menschen, Mythen und Motoren der Automobilgeschichte. 1. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-613-03202-6.
  • Thomas Ulrich: Paris-Madrid: Das größte Rennen aller Zeiten. 2. Auflage. Monsenstein & Vannerdat, 2013, ISBN 978-3-942153-14-0.
  • B. von Lengerke : Automobil-Rennen und Wettbewerbe (1894–1907). Verlag Richard Carl Schmidt & Co., Berlin 1908. (Facsimile: Fachbuchverlag-Dresden, 2014, ISBN 978-3-95692-272-5)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: René de Knyff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lengerke: Automobil-Rennen und Wettbewerbe (1894–1907), Faksimilie eines Werks von 1908, S. 26.